• 05. Januar 2021
  • 14:52
  • Economy

Corona-Briefing KW 01: Zahlen und Einschätzungen zum Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum sind 2.629 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 138,44.
 
Seit Beginn der Pandemie haben sich rund 38.580 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, gut 28.300 Personen gelten als geheilt. Die am heutigen Tag zu vermeldende Anzahl von Neuinfektionen deckt sich mit den Erwartungen der Behörden hinsichtlich eines Anstieges nach den Feiertagen, der unter anderem auf weitere Kontakte und nun vorliegende Testergebnisse zurückzuführen sein dürfte.
 
Über 4.700 Personen haben bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Die Corona-Schutzimpfungen werden gemäß der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 aktuell dem Personenkreis mit höchster Priorität (§ 2) angeboten. Der Aufruf zu den Schutzimpfungen und die Einladung zur Terminvereinbarung erfolgt zeitlich gestaffelt:
 
Innerhalb dieser Priorisierung werden derzeit durch mobile Impfteams die Schutzimpfungen für Bewohner und Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen ermöglicht. Hinzugekommen sind nun Beschäftigte in der ambulanten Pflege, die bereits vergangene Woche über ihre Arbeitgeber zur Terminvergabe informiert wurden und in dieser Woche vorrangig im Impfzentrum geimpft werden sollen. Schutzimpfungen werden außerdem für Beschäftigte in Krankenhäusern angeboten, an die in dieser Woche 3.000 Impfstoffdosen ausgeliefert werden. Im nächsten Schritt werden weitere Tätigkeitsbereiche und Berufsgruppen gezielt angesprochen.
 
Hamburgerinnen und Hamburger, die über 80 Jahre alt sind, werden postalisch über ihre Impfberechtigung informiert und sind aufgerufen, ab der zweiten Januarwoche telefonisch unter 116117 oder online Termine im Zentralen Impfzentrum zu vereinbaren. Neben den mobilen Impfteams hat heute auch das Zentrale Impfzentrum in den Messehallen den Betrieb aufgenommen.
 
Informationen zum Verfahren und dem jeweils aktuellen Stand können unter www.hamburg.de/corona-impfung abgerufen werden. Dort wird auch jeweils aktuell aufgeführt, wer derzeit aufgerufen wird, einen Termin für die Schutzimpfung zu vereinbaren.
 
In Hamburg werden in 21 Krankenhäusern gegenwärtig 607 Patienten stationär behandelt, darunter 134 Fälle aus dem Umland. Von dieser Gesamtsumme ist für 98 Patienten aus Hamburg und 19 Patienten aus dem Umland eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt 432 der 607 Patienten sind im Alter von über 70 Jahren.
 
In insgesamt 54 Pflegeeinrichtungen sind aktuell 698 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert. In acht Pflegeeinrichtungen gibt es zehn oder mehr Fälle, in 12 Pflegeeinrichtungen gibt es zwanzig oder mehr Fälle. Stadtweit sind 313 Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen aktuell Corona-infiziert.
 
Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen müssen nachweisen, dass bei ihnen keine SARS-CoV-2-Infektion besteht. Solange nicht alle Einrichtungen in der Lage sind, Tests für Besucher anzubieten, bietet die Stadt wie angekündigt übergangsweise zentrale Teststandorte an. Mittlerweile sind weitere Standorte hinzugekommen, sodass nun 20 Teststandorte bereitstehen; aktuell besteht eine hohe Verfügbarkeit auch für kurzfristige Termine.
 
Das Verfahren ist wie folgt: Erste Anlaufstelle bleibt die Pflegeeinrichtung. Sofern dort kein Schnelltest angeboten wird, händigt die Einrichtung Besuchern eine Bescheinigung aus, mit der online oder telefonisch unter 040 42828 4000 ein Termin für einen kostenfreien Schnelltest vereinbart werden kann. Weitere Informationen dazu unter www.hamburg.de/besucher-schnelltest.
 
Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests in Hamburgs ist in den vergangenen Wochen zurückgegangen: An jedem Werktag werden aktuell durchschnittlich rund 11.000 Tests durchgeführt, die Rate der positiven Befunde liegt bei 10,1 Prozent der Tests. Darüber hinaus werden Schnelltests wahrscheinlich in hohem Umfang durchgeführt, sind aber in dieser Statistik nicht erfasst.
 
In der 53. Kalenderwoche sind insgesamt 2.371 Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden; davon gehen 828 auf die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen zurück; 503 Fälle dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen.
 
Für 684 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 60 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen); Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden; in zehn Ausbruchssituationen mit insgesamt 449 zuzuordnenden Fällen handelt es sich dabei um eine Pflegeeinrichtung. Der Infektionsort liegt überwiegend in Hamburg; nur in zwei Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben.
 
Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 671 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Der Anteil der an SARS-CoV-2 Verstorbenen (bezogen auf alle SARS-CoV-2 Fälle in der jeweiligen Altersgruppe) bei den über 90-Jährigen liegt bei rund 15,3 Prozent, bei den 80- bis 89-Jährigen bei rund 14,2 Prozent, bei den 70- bis 79-Jährigen bei 8,7 Prozent, bei den 60- bis 69-Jährigen bei rund 1,6 Prozent, und bei allen anderen Alterssegmenten bei deutlich unter einem Prozent; im Alterssegment der 20- bis 29-Jährigen gibt es insgesamt absolut nur einen Todesfall, in darunter liegenden Alterssegmenten keine Todesfälle.
 
Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Alle wichtigen Informationen sind zentral, stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt.
Die Corona-Hotline erreichen Bürgerinnen und Bürger unter 040 42828 4000. Sie ist Montag-Freitag von 8 bis 19 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 7 bis 17 Uhr
 

Press contact

Sozialbehörde
Martin Helfrich
Telefon: +49 (0) 40 428 63 2889
E-Mail: pressestelle@soziales.hamburg.de
 

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