Linien- und Feederdienste

  • Der Hamburger Hafen verfügt über eines der engmaschigsten Liniennetze in Europa: Rund 100 Liniendienste verbinden die Hansestadt mit dem Großteil der weltweit über 1.000 Seehäfen. Andere Häfen können über Umladungen bedient werden. Darüber hinaus erfüllt Hamburg als Überseehafen eine wichtige Hub-Funktion zur Verteilung von Feederladung in die Nord- und Ostseeregion.

HHM / Dietmar Hasenpusch

Hamburgs weltumspannendes Liniennetzwerk

  • Rund 7.400 Seeschiffe kommen jedes Jahr in den Hamburger Hafen. Einer der Hauptmärkte sind die Asienverkehre: In 2021 wurde Hamburg durchschnittlich von 22 Asien-Diensten pro Woche angelaufen. Dazu kamen 39 Liniendienste in Nordeuropa, 20 nach Afrika, 16 in Richtung Rotes Meer, Arabischer Golf, 12 nach Südamerika, und 9 in Richtung Nordamerika und acht nach Mittelamerika sowie diverse Direktverbindungen mit weiteren Fahrtgebieten, unter anderem Indien/Pakistan, Zentralamerika/Karibik und Australien/Pazifik.

    Das Wachstum der Anläufe von Containerschiffen mit Stellplatzkapazitäten von 18.000 TEU und mehr – sogenannten Megamax Container Ships – ist in Hamburg ungebrochen. Im Jahr 2021 machten 221 Megamax-Schiffe in Hamburg fest. Die Terminalbetriebe haben sich seit Jahren auf diesen Trend eingestellt und bauen ihre Anlagen entsprechend aus.

    • Ever Alot
      Special

      Ever Alot

      19.09.2022-Die Ever Alot ist das erste Containerschiff mit einer Stellplatzkapazität von über 24 TEU.

    • HMM Algeciras
      Special

      HMM Algeciras

      08.06.2020-Die HMM Algeciras ist das erste aus einer Reihe von zwölf baugleichen Schiffen. Sie zählen zu den größten Containerschiffen der Welt.

HHM / H.-J. Hettchen

Hamburg als Transhipment-Hub für die Nord-und Ostseeregion

  • Großschiffe,die im Interkontinentalverkehr („Deep Sea"-Verkehr) eingesetzt werden, laufen in der Regel nur Häfen an, die ein ausreichendes Ladungsaufkommen aufbieten können. Häfen, die nur ein geringes Ladungsaufkommen generieren oder abseits der Hauptfahrtrouten liegen, werden meist im Zubringerverkehr (Feederverkehr) bedient. Dazu werden kleinere Containerschiffe mit an das jeweilige Fahrtgebiet angepassten Kapazitäten zwischen 300 und 1.800 TEU eingesetzt.

    Wichtige europäische Fahrtgebiete, die überwiegend mit Feederschiffen bedient werden, sind die Nord- und Ostsee. Hamburg ist die bedeutendste nordeuropäische Transshipment-Drehscheibe für diese Verkehre. Neben den Verteilerverkehren wird vielfach auch innereuropäische Ladung über den Hamburger Hafen für die Nord- und Ostseeregion verladen (Kurzstrecken-Seeverkehr/Short sea shipping). Wöchentlich gibt es zahlreiche Feeder- und Shortsea-Verbindungen von Hamburg nach Skandinavien, Polen, Finnland, Russland und in die baltischen Länder sowie nach Großbritannien, Irland und Island. Damit übernimmt Hamburg eine wichtige Rolle für den Außenhandel Deutschlands und der europäischen Nachbarländer.

    Wegen seiner Lage am Ausgang des Nord-Ostsee-Kanals (Kiel-Kanal) wird Hamburg auch als der westlichste Ostseehafen bezeichnet. Der Nord-Ostsee-Kanal ist ein entscheidender Standortvorteil für den Hamburger Hafen und die deutschen Seehäfen an der Nordsee im Wettbewerb mit den weiter westlich gelegenen Häfen. Von Hamburg aus beträgt der Wegevorteil zum Beispiel nach Gdańsk in Polen bei Nutzung des Kanals 437 Seemeilen gegenüber dem 874 Seemeilen langen Weg um die Nordspitze Dänemarks (Skagen) herum.

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