Deutschlands drittgrößter Binnenhafen
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Deutschlands drittgrößter Binnenhafen

Das Binnenschiff gilt als das ökologischste Transportmittel. Kein anderer Verkehrsträger ist in der Lage, die gleiche Transportleistung so umweltfreundlich zu erbringen. Der Hamburger Hafen ist der drittgrößte Binnenhafen Deutschlands. Rund 11.000 Binnenschiffe machten 2021 an den rund 100 für sie vorgesehenen Liegeplätzen fest und transportierten rund 7 Millionen Tonnen Ladung. Täglich starten von Hamburg aus Transporte auf der Elbe und den angeschlossenen Kanälen in das Binnenland. Auf der Mittel- und Oberelbe gibt es regelmäßige Verbindungen in Richtung Magdeburg, Aken, Torgau, Riesa, Dresden und sogar bis in die Tschechische Republik nach Děčin, Ústí nad Labem und Lovosice. Entlang der Unterelbe können u.a. Brunsbüttel, Cuxhaven und Glückstadt bedient werden. Auf dem Elbe-Seitenkanal mit der Verbindung zum Mittellandkanal ist zudem der Anschluss an Braunschweig, Fallersleben, Haldensleben, Hannover und Minden sowie an das Ruhrgebiet und die Binnenhäfen an Rhein, Main, Mosel und Neckar gegeben. Auch nach Berlin finden regelmäßig Transporte auf den Wasserstraßen statt.

Binnenschifffahrtskonzepte in Hamburg

Intelligent Transport System (ITS) für die Binnenschifffahrt

Um den Informationsaustausch bei Binnenschiffsverkehren zu optimieren, arbeitet die HPA an einem Konzept zur Entwicklung einer ITS-Strategie für die Binnenschifffahrt in Hamburg. In dem System könnten zukünftig die Verkehrsdaten der an der Transportkette beteiligten zusammenlaufen – Fahrplan- und Ladedaten der Binnenschiffe, Verfügbarkeiten der Terminals, Schleusen und Brücken, Pegelstände der Elbe und andere aktuelle Verkehrsinformationen aus dem Oberhafenamt und der Nautischen Zentrale. „Unser Ziel ist, die Informationsbereitstellung für die Binnenschifffahrt im Hamburger Hafen zu optimieren, die Zuverlässigkeit und Planbarkeit der Transportprozesse zu erhöhen sowie die Auslastung und Wirtschaftlichkeit der Verkehrsinfrastruktur zu steigern“, erläutert Saskia Zippel, die bei der HPA für den Bereich Strategie Binnenschifffahrt zuständig ist. Außerdem würden durch ein Intelligentes Transport System die Kosten für die Nutzer reduziert und die Verkehrssicherheit für Binnenschiffe erhöht werden. Der Datenaustausch zwischen allen an der Transportkette Beteiligten würde papierlos, vereinfacht und beschleunigt. Dadurch könnten Binnenschiffer und Terminals unter anderem flexibler auf außerplanmäßige Verzögerungen oder Änderungen reagieren. Durch eine Anbindung des Systems an das Projekt smartPORT logistics (SPL) kann die gesamte Transportkette auch unter Einbeziehung der Binnenschifffahrt transparenter und effizienter werden. Ein erstes Pilotprojekt zur Detektion von Liegeplatzauslastungen und Binnenschiffsankünften im Hamburger Hafen wird nächstes Jahr starten.

Deutschlands drittgrößter Binnenhafen
Binnenschiff im Hamburger Hafen
© HHM / Sabine Zilski

Digitales Meldeverfahren für Binnenschiffe

Seit April können sich Binnenschiffe im Hamburger Hafen über digitale Formulare an- und abmelden. Was in der Seeschifffahrt, im Bahnverkehr und bei Truckern seit vielen Jahren internationaler Standard ist, wurde in der Binnenschifffahrt lange stiefmütterlich behandelt. Bislang erreichten handschriftlich ausgefüllte Anmeldeformulare der Binnenschiffer die HPA per Fax. Das neue Verfahren vereinfacht und verbessert den Meldeprozess. Außerdem werden Stammdaten für Folgeanläufe gespeichert.

Leercontainerlogistik und hafeninterne Umfuhren

2014 wurden rund 72.000 TEU umweltfreundlich auf den Wasserstraßen zwischen den Containerterminals bewegt. Das Potenzial diesen Anteil zu erhöhen ist immens. „Rund 90 Prozent der Umfuhren werden immer noch im Hamburger Hafen per Lkw abgewickelt. Das führt vor allem auf der Köhlbrandbrücke und der Kattwykbrücke zu Verkehrsengpässen“, erläutert Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. Um die Leercontainerdepots wasserseitig besser für Binnenschiffe anzubinden, investieren die HPA und die Container-Depots in den Ausbau der Infra- und Suprastruktur. So werden unter anderem der Neuhöfer Kanal für einen tideunabhängigen Umschlag ausgebaut, Binnenschiffsanleger geplant und neue Kräne für die Be- und Entladung von Binnenschiffen in Betrieb genommen.

Kategorisierung der Elbe im Bundesverkehrswegeplan

Der für den Hamburger Hafen in der Wertschöpfung so wichtige Seehafen-Hinterlandverkehr ist kein Selbstläufer. In vielen Hinterlandregionen steht der Hamburger Hafen im harten Wettbewerb mit den anderen Nordrangehäfen. Die Modernisierung und der Ausbau der für den Seehafen-Hinterlandverkehr so wichtigen Infrastruktur sind deshalb auch im neuen Bundesverkehrswegeplan an vorderster Stelle einzuordnen. Von Hamburg bis nach Tschechien fordern die Länder eine mittlere Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter an mindestens 345 Tagen im Jahr. Heute liegt die Fahrrinnentiefe der Mittel- und Oberelbe auf acht von neun Elbeabschnitten bei Niedrigwasser noch nicht bei der vom Bund zugesagten Tiefe von 1,60 Meter, sondern nur zwischen 1,18 und 1,38 Meter. „Das ist zur Abwicklung regelmäßiger und vor allem wirtschaftlicher Binnenschiffsverkehre keinesfalls ausreichend“, kritisiert Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing. Die Binnenschifffahrt könnte bei den geforderten zuverlässigen Fahrwasserbedingungen ihre Funktion als umweltfreundlicher Verkehrsträger im Seehafen-Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens nach Einschätzung von Egloff mehr als verdoppeln.

Digitales Meldeverfahren für Binnenschiffe

Seit April können sich Binnenschiffe im Hamburger Hafen über digitale Formulare an- und abmelden. Was in der Seeschifffahrt, im Bahnverkehr und bei Truckern seit vielen Jahren internationaler Standard ist, wurde in der Binnenschifffahrt lange stiefmütterlich behandelt. Bislang erreichten handschriftlich ausgefüllte Anmeldeformulare der Binnenschiffer die HPA per Fax. Das neue Verfahren vereinfacht und verbessert den Meldeprozess. Außerdem werden Stammdaten für Folgeanläufe gespeichert.

Leercontainerlogistik und hafeninterne Umfuhren

2014 wurden rund 72.000 TEU umweltfreundlich auf den Wasserstraßen zwischen den Containerterminals bewegt. Das Potenzial diesen Anteil zu erhöhen ist immens. „Rund 90 Prozent der Umfuhren werden immer noch im Hamburger Hafen per Lkw abgewickelt. Das führt vor allem auf der Köhlbrandbrücke und der Kattwykbrücke zu Verkehrsengpässen“, erläutert Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. Um die Leercontainerdepots wasserseitig besser für Binnenschiffe anzubinden, investieren die HPA und die Container-Depots in den Ausbau der Infra- und Suprastruktur. So werden unter anderem der Neuhöfer Kanal für einen tideunabhängigen Umschlag ausgebaut, Binnenschiffsanleger geplant und neue Kräne für die Be- und Entladung von Binnenschiffen in Betrieb genommen.

Kategorisierung der Elbe im Bundesverkehrswegeplan

Der für den Hamburger Hafen in der Wertschöpfung so wichtige Seehafen-Hinterlandverkehr ist kein Selbstläufer. In vielen Hinterlandregionen steht der Hamburger Hafen im harten Wettbewerb mit den anderen Nordrangehäfen. Die Modernisierung und der Ausbau der für den Seehafen-Hinterlandverkehr so wichtigen Infrastruktur sind deshalb auch im neuen Bundesverkehrswegeplan an vorderster Stelle einzuordnen. Von Hamburg bis nach Tschechien fordern die Länder eine mittlere Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter an mindestens 345 Tagen im Jahr. Heute liegt die Fahrrinnentiefe der Mittel- und Oberelbe auf acht von neun Elbeabschnitten bei Niedrigwasser noch nicht bei der vom Bund zugesagten Tiefe von 1,60 Meter, sondern nur zwischen 1,18 und 1,38 Meter. „Das ist zur Abwicklung regelmäßiger und vor allem wirtschaftlicher Binnenschiffsverkehre keinesfalls ausreichend“, kritisiert Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing. Die Binnenschifffahrt könnte bei den geforderten zuverlässigen Fahrwasserbedingungen ihre Funktion als umweltfreundlicher Verkehrsträger im Seehafen-Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens nach Einschätzung von Egloff mehr als verdoppeln.

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Übersicht aller Binnenschiffs-Liegeplätze im Hamburger Hafen

Im Hamburger Hafen gibt es 106 öffentliche Liegeplätze für Binnenschiffe. Wo diese zu finden sind, zeigt eine neu veröffentlichte Karte der Hamburg Port Authority unter www.hamburg-port-authority.de. Die Karte informiert darüber hinaus über Ausstattungsmerkmale der Liegeplätze und wird kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt.

Deutschlands drittgrößter Binnenhafen
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BiSchi Online

Das Informationsportal liefert Akteuren der Binnenschifffahrt und der interessierten Öffentlichkeit einen Blick auf aktuelle Informationen rund um die Binnenschifffahrt und den Verkehrsfluss auf Binnenwasserstraßen. Insbesondere die Auskunft über verfügbare Lade-/Löschhäfen und ihre Lage veranschaulicht das vorhandene Transportnetz und seine Potentiale. Durch die Darstellung der Schiffspositionen können zudem Verkehrslagebilder beobachtet werden. Die eingebettete Suchfunktion erlaubt eine schnelle Navigation zu den gewünschten Informationen, wie den Pegelstand in Häfen und auf Strecken.

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Binnenhäfen im Elbstromgebiet

Deutschlands drittgrößter Binnenhafen

Liniendienste

Regelmäßige Binnenschiffsverbindungen zu folgenden Häfen

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