Containerumschlag nach Fahrtgebieten

Containerumschlag nach Fahrtgebieten 2014 / 2015

Statistik

Der Hamburger Hafen nimmt neben dem Containerverkehr mit Fernost (3,9 Mio TEU) auch in der Ostseeregion unter den nordeuropäischen Häfen unverändert eine starke Position ein. Im Jahr 2015 fielen die beiden Hauptumschlagsäulen im Containerumschlag des Hamburger Hafens, der Fernostverkehr (Nordostasien + Südostasien) und der Ostseeraum (Osteuropa + Skandinavien) deutlich schwächer aus als im Vorjahr. Die starke Verknüpfung beider Fahrtgebiete im Transhipment via Hafen Hamburg führt bei Wachstum oder Minderung zu einem Hebeleffekt in der Umschlagstatistik, da je Richtung ein Umschlag am Groß- und ein Umschlag am Feederschiff wie international üblich erfasst wird. Minderungen in den Kernmärkten wie China, Russland und Polen, schlagen sich demnach doppelt in der Umschlagstatistik nieder, wenn sie im Transhipment verbunden sind. Den Rückgang im Fernost- und Ostseeverkehr konnte auch ein Zuwachs in anderen Fahrtgebieten wie Mittelamerika (hier insbesondere Mexiko) oder der Vereinigen Arabischen Emirate im Jahr 2015 nicht kompensieren. Auch der Containerverkehr mit der Ostküste Nordamerikas sowie mit Südeuropa und Großbritannien entwickelte sich im Containerverkehr in Hamburg 2015 positiv. Ein Teil dieses Zuwachses stammt aus Importen von leerem Equipment. Im Fahrtgebiet Afrika wurden in Hamburg 2015 insgesamt 330.000 TEU abgefertigt. Dies entspricht rund 3,7 Prozent des gesamten Containerumschlags in der Hansestadt. Im Vergleich zum Rekord aus dem Vorjahr (332.000 TEU) haben die Mengen nur marginal um 0,8 Prozent abgenommen. Die Entwicklung in diesem Fahrtgebiet ist in Hamburg seit 2009 tendenziell aufwärts gerichtet und hat sich seitdem mehr als verdoppelt. Treibende Kraft dabei war in den letzten Jahren der Nord- und Südafrikaverkehr.