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Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe

  • Hamburg ist der größte deutsche Seehafen und damit unverzichtbarer Teil der logistischen Infrastruktur. Rund 9 Millionen Container werden jährlich im Hamburger Hafen bewegt. Etwa ein Drittel davon bleibt als Loco-Ladung in der Metropolregion, der Rest wird in die gesamte Bundesrepublik und das europäische Hinterland transportiert. Somit ist Hamburg nicht nur von deutschlandweiter, sondern auch von europäischer Bedeutung. Zudem ist der Hamburger Hafen ein wichtiger Jobmotor der deutschen Volkswirtschaft. Bundesweit hängen rund 607.000 Arbeitsplätze von ihm ab. Zudem werden (bezogen auf das Jahr 2019) durch die vom Hamburger Hafen abhängige Wirtschaft Steuerzahlungen innerhalb der Metropolregion Hamburg (inkl. Hamburg) in Höhe von etwa 1,53 Mrd. Euro ausgelöst. Bundesweit sind es sogar 2,57 Mrd. Euro.

    Die Wachstumsaussichten des Hamburger Hafens sind weiterhin ungebrochen positiv. Um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und das außerordentlich gute wirtschaftliche Entwicklungspotenzial voll auszuschöpfen, ist es erforderlich, dass die immer größer werdenden Seeschiffe – allen voran Container- und Massengutschiffe – den Hamburger Hafen ohne Ladungsverluste und lange Wartezeiten anlaufen können. Dem Ausbauzustand der seewärtigen Zufahrt des Hamburger Hafens kommt deshalb eine entscheidende Bedeutung zu.

Aktuelles

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    • Volkswirtschaftliche Bedeutung des Hamburger Hafens
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      03.12.2021

      Volkswirtschaftliche Bedeutung des Hamburger Hafens

      Vom Hamburger Hafen profitieren nicht nur die Unternehmen in der Metropolregion, sondern auch die Wirtschaft im weitläufigen Hinterland des Hafens

    • Die Fahrrinnenanpassung auf der Zielgeraden
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      16.03.2021

      Die Fahrrinnenanpassung auf der Zielgeraden

      Das Projekt Fahrrinnenanpassung ist auf der Zielgeraden.

    • Der aktuelle Stand der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe
      PORTtalk

      PORTtalk

      23.06.2020

      Der aktuelle Stand der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe

      Jörg Oellerich, Projektleiter HPA Jörg Pollmann, Hafenkapitän; Jens Meier, CEO HPA; Senator Michael Westhagemann

    • Die Fahrrinnenanpassung der Elbe - Teil 2
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      28.01.2020

      Die Fahrrinnenanpassung der Elbe - Teil 2

      Die Fahrrinnenanpassung der Elbe ist eines der wichtigsten HPA-Projekte im Jahr 2020.

    • Die Fahrrinnenanpassung der Elbe - Teil 1
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      16.01.2020

      Die Fahrrinnenanpassung der Elbe - Teil 1

      Den Hamburger Hafen besser erreichbar machen - das ist das Ziel der Fahrrinnenanpassung.

    • Start für die Fahrrinnenanpassung der Elbe
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      24.07.2019

      Start für die Fahrrinnenanpassung der Elbe

      Die Fahrrinnenanpassung der Elbe ist offiziell gestartet. Das Startsignal gab unter anderem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

    • Video: Verkehrszentralen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
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      01.11.2013

      Video: Verkehrszentralen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

      Die WSV informiert, unterstützt und regelt aktiv den Schiffsverkehr…

  • News

    • Fahrrinnenanpassung: Die zweite Ausbaustufe startet im Spätherbst
      News

      Wirtschaft

      29.07.2021

      Fahrrinnenanpassung: Die zweite Ausbaustufe startet im Spätherbst

      Für Behörden, Reeder, Terminalbetreiber und Politiker geht damit ein langer Prozess zu Ende, der dem Hamburger Hafen mehr Wettbewerbsfähigkeit verschafft. 

    • Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe – stufenweise Freigabe der verbesserten Tiefgänge startet
      News

      Schifffahrt

      03.05.2021

      Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe – stufenweise Freigabe der verbesserten Tiefgänge…

      Nach dem planmäßigen Abschluss der Baggerarbeiten für die Fahrrinnenanpassung auf der Elbe wird heute die erste Freigabestufe für die…

    • Fahrrinnenanpassung in Hamburg auf der Zielgeraden – Schneidkopfsaugbagger „Fernão de Magalhães“ erstmals im Einsatz
      News

      Wirtschaft

      09.09.2020

      Fahrrinnenanpassung in Hamburg auf der Zielgeraden – Schneidkopfsaugbagger „Fernão de Magalhães…

      Die Fahrrinnenanpassung der Elbe befindet sich im Bereich Hamburg auf der Zielgeraden. Im letzten Arbeitsschritt wird in dieser Woche der…

    • DSLV begrüßt Entscheidung des BVerwG zur Fahrrinnenanpassung der Elbe
      News

      Wirtschaft

      05.06.2020

      DSLV begrüßt Entscheidung des BVerwG zur Fahrrinnenanpassung der Elbe

      Berlin, 4. Juni 2020. Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik hat die heutige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG)…

    • Fahrrinnenanpassung Elbe: Begegnung von großen Schiffen ab sofort leichter
      News

      Schifffahrt

      31.01.2020

      Fahrrinnenanpassung Elbe: Begegnung von großen Schiffen ab sofort leichter

      Zwei Abschnitte der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe sind im Bereich der Fahrrinnenverbreiterung abgeschlossen: Seit dem 29.

    • Fahrrinnenanpassung gut im Zeitplan
      News

      Wirtschaft

      18.11.2019

      Fahrrinnenanpassung gut im Zeitplan

      Seit Ende Oktober baggert nun auch ein zweiter Hopperbagger, die„Bonny River“, die Fahrrinne auf der Bundesstrecke aus und bringt das…

    • Fahrrinnenanpassung – Der Bau des neuen Unterfeuers in Blankenese beginnt
      News

      Schifffahrt

      10.09.2019

      Fahrrinnenanpassung – Der Bau des neuen Unterfeuers in Blankenese beginnt

      Im Zuge der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe ersetzt die Hamburg Port Authority (HPA) die beiden Leuchttürme der…

    • Hapag-Lloyd sieht große Chancen durch Fahrrinnenanpassung // Vorstand Dr. Maximilian Rothkopf: „Hamburger Hafen wird für Kunden deutlich attraktiver“
      News

      Wirtschaft

      24.07.2019

      Hapag-Lloyd sieht große Chancen durch Fahrrinnenanpassung // Vorstand Dr. Maximilian Rothkopf:

      Durch die offiziell gestartete Fahrrinnenanpassung der Elbe wird der Hamburger Hafen künftig deutlich besser an die globalen Warenströme…

    • Nassbaggerarbeiten zur Fahrrinnenanpassung werden beauftragt!
      News

      Schifffahrt

      10.04.2019

      Nassbaggerarbeiten zur Fahrrinnenanpassung werden beauftragt!

      Nach der Rücknahme der sofortigen Beschwerde und des Antrags auf aufschiebende Wirkung gegen den Beschluss des Bundeskartellamtes…

    • Einschwing-Phase: Elbvorland im Zollenspieker wird Lebensraum für Wasserfenchel
      News

      Umwelt

      04.02.2019

      Einschwing-Phase: Elbvorland im Zollenspieker wird Lebensraum für Wasserfenchel

      Zeitgleich mit dem Beginn der Arbeiten zur Elbvertiefung beginnt die Umweltbehörde mit ökologischen Ausbaumaßnahmen entlang des Ufers.

    • Fahrrinnenanpassung erleichtert die Verkehrssteuerung auf der Elbe schon im nächsten Jahr
      News

      Wirtschaft

      13.12.2018

      Fahrrinnenanpassung erleichtert die Verkehrssteuerung

      Fahrrinnenanpassung erleichtert die Verkehrssteuerung auf der Elbe schon im nächsten Jahr

    • Der Ausbau der Fahrrinne von Außen- und Unterelbe kann beginnen
      News

      Wirtschaft

      23.08.2018

      Der Ausbau der Fahrrinne von Außen- und Unterelbe kann beginnen

      Der 3. Planergänzungsbeschluss für die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe ist erlassen … Gute Nachricht für die Schifffahrt und…

HHM / Dietmar Hasenpusch

Ist- und Soll-Zustand

    • Tiefgang

      Die weltweit eingesetzten Großcontainer- und Massengutschiffe verfügen mittlerweile über Tiefgänge, die in der Regel die heute auf Unter- und Außenelbe zulässigen Höchsttiefgänge überschreiten. Dies gilt insbesondere für die Containerschiffe, die in der für den Hamburger Hafen so wichtigen Ostasienfahrt eingesetzt werden.

      In der nebenstehenden Tabelle wird ersichtlich unter wlechen Bedingungen Schiffe aktuell und zukünftig den Hamburger Hafen anlaufen beziehungsweise verlassen können.(Grundlage ist ein Bemessungsschiff mit 300 m Länge, 32 m Breite und 13,50 m Tiefgang).

    • Max. Tiefgang, Ist-ZustandMax. Tiefgang, Soll -Zustand
      Tideunabhängig einkommend12,80 m13,80 m
      Tideunabhängig auslaufend12,80 m13,80
      Tideabhängig einkommend 15,10 m15,90 m
      Tideabhängig auslaufend13,80 m14,80 m
    • Ist-Zustand

    • Soll-Zustand

    Schiffsbreite

    • Begegnungsverkehr

      Begegnungsverkehr, also zwei sich passierende Schiffe, ist auf der Unterelbe zwischen Glückstadt und der Hamburger Landesgrenze nur bei Schiffen möglich, deren maximal addierte Breite 90 Meter nicht überschreitet.

      Interessante Links:

    • Begegnungsbox

      Mindestens ebenso wichtig wie die Vertiefung ist die stellenweise Verbreiterung der Fahrrinne. Die wachsende Zahl von Großschiffen zeigt: Die Tiefenbegrenzungen sind vor allem eine ökonomische Belastung für die Reedereien, die von und nach Hamburg auf Ladung verzichten müssen. Die Restriktion bei den Schiffsbreiten stellt eine generelle nautische Herausforderung dar: Auf dem Abschnitt vor Hamburg dürfen Schiffe mit einer addierten Gesamtbreite von mehr als 90 Metern in der rund 300 Meter breiten Fahrrinne einander nicht begegnen.

      Im Zuge der Fahrrinnenanpassung soll die Fahrrinne vor Hamburg deshalb auf 320 Meter verbreitert und zwischen Wedel und Wittenbergen obendrein um eine sieben Kilometer lange sogenannte Begegnungsbox ergänzt werden. Dort ist eine Fahrrinnenbreite von 385 Metern geplant.

    HHM / Dietmar Hasenpusch

    Ausbaumaßnahmen

    • Baggern

      Die Ausbaumaßnahmen zur Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe bestehen im Kern aus dem Ausbaggern von unzureichend tiefen Abschnitten der Fahrrinne und einer teilweisen Verbreiterung des Fahrwassers. Ca. 40 Prozent der Fahrrinne sind bereits auf natürliche Weise hinreichend tief. Dort muss nicht gebaggert werden. Derartige Anpassungen sind im Übrigen keine Hamburger Besonderheit, sondern aufgrund der natürlichen Rahmenbedingungen bei den Nordseehäfen üblich.

      Das oberste Ziel der Hafenwirtschaft ist es, dass Seeschiffe künftig unabhängig von der Tide mit 13,50 Meter Tiefgang und unter Nutzung der Flutwelle mit 14,50 Meter Tiefgang aus Hamburg auslaufen können. In beiden Fällen ergibt das jeweils einen Meter mehr Tiefgang. Um das zu erreichen, soll die Elbfahrrinne in der Deutschen Bucht von 16,98 auf 19 Meter vertieft werden, im mittleren Bereich zwischen der Nordsee und Hamburg von 15,80 auf 17,30 Meter und vom Zusammenfluss von Norder- und Süderelbe (Stromkilometer 626) bis zum Containerterminal Altenwerder (Stromkilometer 619,5) von 16,70 auf 17,40 Meter.

    • Sedimentmanagement

      Dass große Schiffe eine unschlagbare CO2-Bilanz gegenüber Lkw und Bahn haben, ist unbestritten. Doch das alles kann nur funktionieren, wenn die Wasserwege frei sind. Dazu müssen in Hamburg, wie in den meisten Häfen der Welt, die Hafenbecken und Fahrrinnen regelmäßig von Sedimenten befreit werden. Zum Hintergrund: Die Elbe ist ein natürliches System, das ständig Tonnen an Sediment mit sich führt. Sedimente erreichen Hamburg aus zwei Richtungen: mit der Flut aus Richtung Nordsee, mit dem Oberwasser aus dem Einzugsgebiet der Elbe. Diese Sedimente lagern sich in strömungsberuhigten Bereichen der Tideelbe, wie dem Hamburger Hafen, ab.

      Damit aber die Solltiefe der Fahrrinne durchgehend gewährleitet wird und die Schiffe weiterhin ihr Ziel erreichen, müssen die Hamburg Port Authority (HPA) und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) jedes Jahr mehrere Millionen Kubikmeter Sedimente bewegen. Der Großteil des Materials ist unbedenklich und kann an geeigneter Stelle wieder ins Gewässer gegeben werden. Dazu stehen Hamburg zwei Optionen zur Verfügung: bei ausgewiesenen Gebieten bei „Tonne 3“ in der Nordsee und bei der Insel Neßsand in der Stromelbe. Ein kleiner Teil der Sedimente aus dem Oberlauf hat auf seinem Weg nach Hamburg zu viele Schadstoffe gebunden und muss an Land behandelt und sicher entsorgt werden.

      Gemeinsam haben die beiden Partner HPA und WSV einen Dialogprozess mit den Nachbarländern, Kreisen und Kommunen, mit Fischerei, Tourismus und Wassersport entlang der Unterelbe sowie mit Umwelt- und Wirtschaftsverbänden für ein neues Sedimentmanagement angestoßen: Das Dialogforum Strombau- und Sedimentmanagement Tideelbe. Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse bilden die Grundlage für einen nachhaltigeren Umgang mit Sedimenten. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass weniger Sediment anfällt und sich dessen Belastung noch weiter verringert. Erst im Dezember 2016 wurde der Startschuss für das „Forum Tideelbe“ gegeben – einer neuen Institution, deren Ziel es ist, die nachhaltige Entwicklung der Tideelbe gemeinsam mit den verschiedenen Interessengruppen voranzutreiben. Das Forum Tideelbe baut auf den Lösungsansätzen des vorangegangenen Dialogforums auf und sieht die Umsetzung von Projekten vor, um die Unterelbe naturbelassener zu gestalten und dadurch den stromaufwärts gerichteten Sedimenttransport in Richtung Hamburg zu verringern. Die wesentlichen Arbeitsschritte des Forums Tideelbe sowie Dokumente und Zwischenergebnisse werden auf einer eigenständigen Webseite veröffentlicht, die in Kürze online geht.

      Interessanter Link:

    HHM / Hasenpusch: Megaboxer-Treffen auf der Elbe

    Großcontainerschiffe

    • Schiffsgrößenentwicklung

      In einer nie gekannten Folge von Entwicklungssprüngen wurden und werden Containerschiffe immer größer. Der Grund dafür ist vor allem ökonomischer Druck: Brennstoffkosten und ein harter Wettbewerb zwischen den Reedereien bringen denjenigen in Vorteil, der mit dem größten Schiff Container zu den jeweils günstigsten Kosten transportieren kann.

      Aktuell sind die größten Containerschiffe der Welt über 400 Meter lang und können mehr als 20.000 TEU transportieren. Und es kommen immer mehr dieser Giganten dazu, wie die Auftragsbücher der Reedereien zeigen. Speziell auf den interkontinentalen Langstrecken zwischen Europa und Fernost lohnt sich wegen der gewaltigen Ladungsmengen der Einsatz immer größerer Schiffe. Und Hamburg ist der wichtigste europäische Zielhafen für den Warenaustausch zwischen Europa und China.

    • Großschiffsanläufe in Hamburg

      Aus den Schiffsbestellungen der Reedereien geht hervor, dass insbesondere der Anteil der Containerschiffe mit maximalen Konstruktionstiefgängen von > 14,50 Meter überproportional zunimmt. Diese Entwicklung bestätigt sich durch die steigende Zahl der Anläufe von entsprechenden Großcontainerschiffen im Hamburger Hafen.

      Seit den ersten Anläufen im Jahr 2015 hat sich die Anzahl der Einheiten mit mehr als 18.000 TEU Stellplatzkapazität im Hafen verdreifacht. Im Jahr 2017 wurden in Hamburg allein 102 Anläufe von Großcontainerschiffen in dem Größensegment 18.000 bis 20.000+ TEU gezählt.

    • Anpassung der Hafeninfrastruktur

      Der Hamburger Hafen ist schon heute bestens auf außergewöhnlich große Fahrzeuge (AGF, Schiffe mit einer Länge von mehr als 330 Metern und/oder einer Breite von mehr als 45 Metern) eingestellt und passt stetig seine Infrastruktur an die Markterfordernisse an.

      So verfügt der Hamburger Hafen beispielsweise über vier hochleistungsfähige Containerterminals, die zu den modernsten der Welt zählen und die größten Containerschiffe abfertigen können. So wurden erst im August 2016 drei weitere Containerbrücken der neuesten Generation am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB), Hamburgs größte Umschlaganlage für Container, angeliefert. Insgesamt verfügt die HHLA damit am CTB über acht solcher Brücken. Das CTB kann somit an zwei Liegeplätzen Schiffe mit einer Kapazität von 20.000 TEU und 24 Containerreihen nebeneinander abfertigen. Und auch das HHLA Container Terminal Tollerort (CTT) erhält drei zusätzliche Containerbrücken zur Abfertigung der neuesten Großschiffsgeneration. Damit wird das CTT ab Ende 2017 über fünf Containerbrücken zur Abfertigung von Schiffen mit einer Kapazität von 20.000 TEU und mehr verfügen.

      Ein weiteres Beispiel für die Verbesserung der Anlaufbedingungen für Großschiffe im Hamburger Hafen ist der Ausbau der wasserseitigen Zufahrt zum HHLA Container Terminal Tollerort. Mit einer Vergrößerung der Zufahrt wurd das nutzbare Tide-Zeitfenster für das Ein- und Auslaufen großer Schiffe erweitert. Zudem soll der Wendekreis für die Zufahrt zum Waltershofer Hafen mit den Containerterminals CTB und Eurogate von 480 auf 600 Meter erweitert werden.

    • Hintergrundinformationen

      • CMA CGM Jacques Saadé
        Special

        CMA CGM Jacques Saadé

        Die CMA CGM Jacques Saadé ist das erste Megamax-Containerschiff (23.000 TEU) weltweit, das mit Liquefied Natural Gas (LNG) fährt.

      • Erstanlauf HMM Hamburg
        Special

        Erstanlauf HMM Hamburg

        Mit dem Erstanlauf der „HMM HAMBURG” steuerte gestern Abend ein weiteres Schiff der sogenannten „Megamax-24-Klasse“ den Hamburger Hafen an.

      • Brussels Express
        Special

        Brussels Express

        Das weltweit erste Großcontainerschiff, das auf Gasantrieb umgerüstet worden ist, lief seinen Heimathafen an.

      • MOL Triumph
        Special

        Megacarrier "MOL Triumph"

        Am 15. Mai 2017 gegen 21.00 Uhr lief die MOL TRIUMPH im Rahmen ihrer Jungfernfahrt den Hamburger Hafen an.

    HHM / Wischhusen: Schützenswerte Lebensräume

    Umwelt

    • Ausgleichsmaßnahmen

      Die Planungen zur Fahrrinnenanpassung und das integrierte Strombaukonzept reduzieren weitgehend die Beeinträchtigung von Natur und Umwelt. Umweltbeeinträchtigungen werden vor allem durch eine Verbreiterung der Fahrrinne und die Unterwasserablagerungsfläche in der Außenelbe verursacht. Um diese zu kompensieren, werden zusammen mit der Fahrrinnenanpassung umfangreiche ökologische Ausgleichmaßnahmen umgesetzt (Gesamtumfang ca. 80 Millionen Euro). Dabei werden Flächen renaturiert, die in vergangenen Jahrzehnten vom Menschen umgestaltet wurden. Die negativen Folgen, die die Fahrrinnenanpassung für Natur und Umwelt hat, werden nach Auffassung von Bund und Hamburg dadurch vollständig kompensiert. Und auch die EU-Kommission kam nach Prüfung aller Informationen zu dem Ergebnis, dass die Beeinträchtigungen durch die geplanten Ausgleichsmaßnahmen vollständig ausgeglichen, teilweise sogar überkompensiert werden.

      Unabhängig von diesen projektbezogenen Ausgleichsmaßnahmen leistet die Stiftung Lebensraum Elbe einen weiteren erheblichen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Tideelbe als Lebensader der Metropolregion Hamburg. In der 2010 gegründeten Umweltstiftung arbeiten Stadt, Hafen und Naturschutz zusammen, um den ökologischen Zustand der Elbe zu verbessern. Finanziert wird die Stiftung durch ein Startkapital von zehn Millionen Euro und eine jährliche Förderung in Höhe von fünf Prozent des durch die Hamburg Port Authority (HPA) eingenommenen Hafengeldes. Somit sind die Einnahmen der Stiftung unmittelbar an die Entwicklung des Hafens gekoppelt.

    • Umweltbilanz Schiff

      Der Hamburger Hafen liegt rund 145 km von der Flussmündung entfernt. Die Fahrt auf der Elbe verlängert den umweltfreundlichen Wasserweg und erspart kostenintensivere Landtransporte. Die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und den Wasserweg ist in Deutschland auch im Hinblick auf die angespannte Situation des Straßenverkehrs von besonderer Bedeutung. Der Ausbau der Bundeswasserstraße Elbe entlastet somit den Straßenverkehr und schont die Umwelt.

    Begegnung von Cap San Lorenzo und Cap San Tainaro

    Revierfahrt- Lotsenrevier Elbe

      • Insgesamt 145 km/76 Seemeilen von der Hafengrenze bis zur Elbmündung
      • Seeschiffe fahren lotsenbesetzt im gesamten Revier
      • Lotsen übernehmen die Revierberatung über die gesamte Strecke
      • Kosten pro Lotsung errechnen sich nach BRZ (Bruttoraumzahl)
      • 24 Stunden vor Ankunft im Hafen muss eine Liegeplatzgenehmigung bei der Nautischen Zentrale vorliegen
      • Es besteht eine allgemeine Lotsenpflicht für: Alle Schiffe ab 90 m Länge und/oder 13 m Breite, Tankschiffe, Schub- sowie Schleppverbände von Seeschiffen mit einer Länge über 90 m und/oder einer größten Breite von 13 m, Möglichkeit für Lotsenbefreiung für Schiffe bis 170 m Länge und 8,50 m Tiefgang.

      Interessante Links:

    • Nautische Terminal Koordination (NTK)

      Seit Jahren steigt die Zahl der sogenannten außergewöhnlich großen Fahrzeuge (AGF), die den Hamburger Hafen anlaufen. Darunter fallen nicht nur Containerschiffe, sondern auch Bulker und Kreuzfahrtschiffe. Diese Schiffe sind mehr als 330 Meter lang und/oder über 45 Meter breit. Mit der Nautischen Terminal Koordination (NTK) verfügt der Hamburger Hafen über eine Einrichtung, die sich um die zentrale betriebliche Abstimmung der Großschiffsanläufe kümmert – lange bevor das Schiff die Revierfahrt auf der Elbe antritt. Schiffe werden teils bereits ab Gibraltar im Zulauf begleitet.

      Zu den Aufgaben der NTK zählen die terminalübergreifende betriebliche Koordinierung der Vorplanung, der Zulaufsteuerung und der Abgangsplanung von Großschiffen im Hamburger Hafen. Die so erstellte betriebliche Gesamtübersicht wird durch die NTK als zentrale Schnittstelle rund um die Uhr mit der Nautischen Zentrale in Hamburg und den Elblotsen abgestimmt. Dabei werden über das NTK Kommunikationswege gebündelt und Wechselwirkungen von Entscheidungen rund um die Großschiffsabfertigung frühzeitig erkannt. Konfliktsituationen werden so schon im Zulauf auf das Revier ausgemacht und möglichst beseitigt. Ziel ist eine optimale Verkehrssteuerung auf der Elbe und eine Entlastung der Nautischen Zentrale.

      Interessanter Link: