

09.12.2025 12:30 Wirtschaft
Eine neu veröffentlichte Studie des Projekts H2Deri@BSP wirft einen umfassenden Blick auf die Zukunft von Wasserstoffderivaten im Ostseeraum. Die Marktanalyse beleuchtet die aktuelle und zukünftige Nachfrage, geplante Produktionskapazitäten, den Stand der Infrastruktur, regulatorische Entwicklungen sowie das Import- und Exportpotenzial der Region.
Für die Studie wurden fast 300 wasserstoffbezogene Initiativen untersucht – die meisten davon befinden sich noch in Planung oder in der Machbarkeitsprüfung.
Die Ergebnisse zeigen: Der Ostseeraum gewinnt im Bereich erneuerbarer maritimer Kraftstoffe an Dynamik, doch Wasserstoffderivate stehen weiterhin am Anfang ihrer Entwicklung. EU-Regulierungen wie FuelEU Maritime, AFIR und das Emissionshandelssystem ETS setzen erste Marktimpulse, doch uneinheitliche politische Rahmenbedingungen und langsame nationale Umsetzung bremsen eine breite Skalierung.
Häfen spielen eine Schlüsselrolle in diesem Transformationsprozess. Einige planen oder realisieren bereits Bunker- und Lagerinfrastruktur für erneuerbare Kraftstoffe. Etablierte Hafenstandorte nutzen ihr Know-how und bestehende Netzwerke, während Häfen in der Nähe neuer Produktionsanlagen durch Kostenvorteile zu wichtigen zusätzlichen Bunkerstandorten werden können.
Werden die geplanten Projekte umgesetzt, könnte die Produktion wasserstoffbasierter Energieträger bis 2030 und darüber hinaus 338 TWh erreichen – das entspricht rund 31 Millionen Tonnen Marinediesel (MGO). Aktuell sind davon jedoch nur 2 % in Betrieb, vor allem in Dänemark, Deutschland, Finnland und Schweden.
Vollständigen Bericht herunterladen:
H2-Derivative Market Demand Analysis for the Baltic Sea Region
Hintergrund zum Projekt H2Deri@BSP:
Das Projekt H2Derivatives@BalticSeaPorts (H2Deri@BSP) wird von Hafen Hamburg Marketing geleitet und durch das Interreg Baltic Sea Region Programme kofinanziert. Es startete im März 2025 und läuft bis Februar 2028. Weitere Informationen: https://interreg-baltic.eu/project/h2deribsp
Projektpartner:
Hafen Hamburg Marketing e.V., IVL Swedish Environmental Research Institute, Alexela, Port of Helsinki, Port of Kiel, Freeport of Ventspils Authority, ZDS – Association of German Seaport Operators, Port of Tallinn, Gasum, MB Energy, Hamburg Port Authority, Port Esbjerg, Lindholmen Science Park, Luleå Hamn, Port of Klaipėda, HPC Hamburg Port Consulting GmbH
Eine Studie des Projekts H2Deri@BSP wirft einen umfassenden Blick auf die Zukunft von Wasserstoffderivaten im Ostseeraum.