Port of Hamburg Magazine 2.2025
Transatlantik
Ein Land wie Deutschland legt viel Wert auf einen freien weltweiten Handel. Das gilt insbesondere für Knotenpunkte internationaler Lieferketten, wie dem Hamburger Hafen. Deshalb sind seine Akteure immer wieder dabei, neue Partnerschaften zu knüpfen und interkulturelle Barrieren abzubauen.
Mit der angekündigten Energiewende standen für den Hamburger Hafen viele Länder Amerikas im Fokus neuer Kooperationen. Von hier könnten in den kommenden Jahren große Mengen an Wasserstoff und seiner Derivate importiert werden. Die Grundlagen sind gelegt und in vielen Abkommen festgehalten. Jetzt geht es um die Umsetzung auf beiden Seiten des Atlantiks.
Während mit dem Mercosur-Abkommen versucht wird, Zölle abzubauen und eine neue Ebene der Kooperation zwischen den südamerikanischen Ländern und der Europäischen Union zu etablieren, geben die Vereinigten Staaten von Amerika zurzeit ein ganz anderes Bild ab. Die Ankündigungen und Rücknahmen von Strafzöllen überschlagen sich, doch gibt es bereits mehr Barrieren als zuvor im Handel mit den Vereinigten Staaten. Solche Maßnahmen sind und bleiben Gift für den freien Handel. Professor Rolf Langhammer vom Kieler Institut für Weltwirtschaft analysiert in einem lesenswerten Interview, was die Beweggründe des US-Präsidenten für sein Handeln sind.

