Warenverkehr mit Indien stieg im Jahr 2021

10.02.2022 13:06 Wirtschaft

Indien hatte es im vergangenen Jahr schwer, Nach der großangelegten Impfkampagne zu Beginn des Jahres, folgte der Schock mit 414.000 täglichen Neuansteckungen Anfang Mai. Das führte zu führte zu apokalyptischen Szenen: Krematorien im Dauerbetrieb, Verwandte und Familien, die verzweifelt versuchten, für Ihre Angehörigen noch ein freies Krankenhausbett oder eine Flasche Sauerstoff zu finden und konzertierte Hilfsaktionen der internationalen Gemeinschaft.

Die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung, die noch im Februar von dem Haushaltsplan (Union Budget) beflügelt werden sollte, der neben der deutlichen Erhöhung der staatlichen Infrastrukturinvestitionen auch die Absicht zur verstärkten Privatisierung vieler Staatsunternehmen beinhaltet, verlor somit an Momentum.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert ein reales Wirtschaftswachstum von 9,5 Prozent für das indische Finanzjahr 2021/22 (1. April bis 31. März). Im Jahr 2022/23 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich um 8,5 Prozent steigen. Die Weltbank gibt etwas konservativere Werte für die beiden Haushaltsjahre mit einem Wachstum von 8,3 bzw. 7,5 Prozent an. Die indische Wirtschaftsleistung dürfte im Jahr 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

Nach Angaben der AHK Indien verbesserte sich die deutsch-indische Handelsstatistik von Januar bis Oktober 2021. Mit gut neun Milliarden Euro Importe aus Indien steigerten sich die Import um knapp 21,5 Prozent. Mit einem Plus von gut 16,2 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro liegen die Exporte nach Indien nicht ganz so viel zu.
Während im Jahr 2020 noch ein landesweiter strikter Lockdown von der Zentralregierung verhängt wurde, lag im Jahr 2021 die Befugnis bei den jeweiligen Bundesstaaten, die regional angepasste Maßnahmen vorordnen konnten. Somit konnten die dramatischen Verzögerungen in den Lieferketten abgemildert werden.

Nachdem im November erstmals wieder Touristen ins Land reisen durften, hat Indien nun mit Ausbruch der Omicron Variante seine Einreiseregelungen erneut verschärft. Zukünftige Entwicklungen sind somit stark abhängig vom Pandemieverlauf in den kommenden Wochen.

Die dramatischen Entwicklungen in Indien haben sich dementsprechend auch auf die tägliche Arbeit des Teams der Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz (HRM) ausgewirkt. Trotz der erschwerten Bedingungen blieb die HRM Erstkontaktstelle in einem aus logistischer Perspektive sehr komplexen Markt. Gleichzeitig hat sich die Repräsentanz weiterhin mit der Vernetzung zu indischen Stakeholdern aus der Schifffahrts- und Logistikbranche und auf die Vermarktung des Hamburger Hafens konzentriert. So hatte ich in weniger kritischen Zeiten die Möglichkeit Rajiv Jalota als neue Chairperson of the Mumbai Port Trust persönlich zu begrüßen. Darüber hinaus war an Präsenzveranstaltungen und Messen kaum zu denken. Ein Highlight waren dann einige Veranstaltungen, die im Rahmen der India Week Hamburg organisiert werden konnten.

Auf einem von der HRM mitorganisierten Hamburg-India Business Day konnten Hamburger Unternehmen in verschiedenen Breakout-Sessions mit Experten Themen rund um den Deutsch-Indischen Handel, Implikationen in Lieferketten und das aktuelle wirtschaftspolitische Programm „Selfreliant India“, sowie dessen Bedeutung für Industrieproduktion und entsprechende Handelsströme, diskutieren. Last but not least konnte die HRM ihr 10-jähriges Jubiläum in einem separaten Event, Corona-konform mit Partnern und Freunden feiern.

Warenverkehr mit Indien stieg im Jahr 2021

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    • Ralf Johanning

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