Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe – stufenweise Freigabe der verbesserten Tiefgänge startet

03.05.2021 01:00 Schifffahrt

Nach dem planmäßigen Abschluss der Baggerarbeiten für die Fahrrinnenanpassung auf der Elbe wird heute die erste Freigabestufe für die verbesserten Tiefgänge umgesetzt. Ab sofort können große Containerschiffe die neue Fahrwassertiefe mit einem bis zu 0,9 Meter erhöhten Tiefgang nutzen.

Die CMA CGM Jacques Saadé konnte am Montag, den 3. Mai.2021, als erstes Containerschiff der Megamax-Klasse den verbesserten Tiefgang der Elbe auf dem Weg zum Hamburger Hafen nutzen. Mit 400 m Länge und einer Breite von 61 m gehört das LNG-Containerschiff zu den Schiffen, die ab sofort 90 Zentimeter mehr Tiefgang ausnutzen können. Das Schiff kann damit rund 1000 Container mehr nach Hamburg bringen.

Auf Höhe Teufelsbrück begrüßten Michael Westhagemann (Wirtschaftssenator der Hansestadt Hamburg), Prof. Dr.Ing. Hans-Heinrich Witte (Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (WSV)), Jens Meier (CEO der Hamburg Port und Authority (HPA)) und Axel Mattern (Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM)) die Jacques Saadé bei ihrer Ankunft.

Senator Michael Westhagemann: „Ein guter Tag für den Hamburger Hafen, der endlich wieder seine Marktpotenziale voll ausschöpfen kann. Und ein guter Tag für die deutsche Wirtschaft, da damit ein leistungsfähiger Zugang zu den Weltmärkten nachhaltig gesichert ist. Last but not least ein guter Tag für die Umwelt, da durch den Fahrrinnenausbau das Seeschiff als umweltverträgliches und klimaschonendes Verkehrsmittel eine deutliche Stärkung erfahren hat.“

Die von den nautischen Dienststellen Hamburgs und des Bundes vorgenommene Freigabe der neuen Tiefgänge erfolgt in zwei Stufen: Mit der heutigen Umsetzung der ersten Stufe können Containerschiffe die durch die Fahrrinnenanpassung gewonnenen Tiefgangsverbesserungen zu etwa 50 Prozent ausnutzen. Je nach Größenklasse erhöhen sich die Tiefgänge um 0,3 Meter bis 0,9 Meter. Mit der finalen Freigabe wird in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der WSV: „Die heutige Tiefenfreigabe ist das Ergebnis einer überaus konstruktiven Zusammenarbeit von Bund und Hamburg. Die hohe Kompetenz aller Beteiligten schuf die Voraussetzungen für den planmäßigen Abschluss der Baggerarbeiten und für das Erreichen der neuen Tiefgänge. Dies ist neben den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen auch Ausdruck einen hochkompetenten fachlichen Arbeit von HPA, WSV und der beauftragten Firmen.“

Die bisherigen Tiefgangsrestriktionen auf Unter- und Außenelbe, die für den Hamburger Hafen zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen geführt haben, gehören damit der Vergangenheit an.

Jens Meier, CEO der HPA: „Der Hamburger Hafen hat heute zusammen mit der Reederei und Logistik-Gruppe CMA CGM Geschichte geschrieben. Wir haben jetzt die besten Voraussetzungen, die größten Containerschiffe der Welt zu empfangen. Für die enge Zusammenarbeit mit der WSV möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass ein Fahrrinnenausbau umgesetzt wurde, der ökonomische Notwendigkeiten und ökologische Belange in Einklang bringt.“

Axel Mattern, Vorstand HHM: Die Fertigstellung der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe erlaubt jetzt neben der Begegnung großer Schiffe im Abschnitt vor Hamburg auch mehr Tiefgang. Das ist ein sehr gutes Signal in Richtung unserer Hafenkunden. Die Schifffahrt kann jetzt die neue Tiefe und Breite der Elbe vollständig nutzen. Zudem eröffnet die Fahrrinnenanpassung dem Hafen neue Geschäftsfelder, weil deutlich schwerere Exportladung umgeschlagen werden kann.
Die Fahrrinne von Unter- und Außenelbe wurde sowohl vertieft als auch bereichsweise verbreitert. Zwischen Wedel und Blankenese wurde in diesem Zusammenhang eine sog. Begegnungsstrecke geschaffen, in der sich besonders breite Seeschiffe begegnen können.

So wird die Jacques Saadé auch beim Auslaufen aufgrund des neuen möglichen Tiefgangs von 13,10 m mehr Ladung im Hamburger Hafen aufnehmen können.

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    • Bengt van Beuningen

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