Corona-Briefing KW 31: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

03.08.2021 01:00 Wirtschaft

Über zwei Millionen Impfungen wurden bisher insgesamt verabreicht und rund 64 Prozent der Bevölkerung in Hamburg sind bereits durch mindestens eine Impfung geschützt. Im Impfzentrum finden Erstimpfungen ohne vorherige Terminvereinbarung bis zum 10. August statt. Freitagabend wird Impfwilligen eine besondere Atmosphäre geboten.

Seit Beginn der Pandemie haben sich 79.313 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 76.400 Personen gelten als genesen. Auch für diese Personen ist eine Immunisierung, vergleichbar mit dem Impfschutz, anzunehmen. Etwa 1.179.500 Personen haben bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten; bei rund 916.600 ist die Impfserie abgeschlossen. Unter den über 60-Jährigen haben 85,4 Prozent eine Schutzimpfung erhalten.

Letze Möglichkeit: Noch bis zum 10. August können Impfwillige eine Erstimpfung im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen erhalten. Für die verbleibende Woche wird weiterhin ermöglicht, dass sich alle Hamburgerinnen und Hamburger ab 16 Jahren spontan für eine Corona-Schutzimpfung vor Ort einfinden. Minderjährige müssen von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Danach werden bis zur Schließung des Impfzentrums Ende August ausschließlich Zweitimpfungen durchgeführt.

Am Freitag, 6. August, wird das Impfzentrum seine Türen einige Stunden länger bis etwa 23 Uhr in besonderer Atmosphäre öffnen. Die Lange Nacht des Impfens startet um 17 Uhr und richtet sich insbesondere an Musik-begeisterte junge Leute.

Ferner werden durch mobile Teams dezentrale Impfangebote – oft ohne vorherige Terminvereinbarung – in den Hamburger Stadtteilen gemacht, s. Übersicht unter www.hamburg.de/corona-impfstationen/.

Vier Krankenhäuser bieten als Nebenstellen des Impfzentrums Impfungen für Kinder – unabhängig von Vorerkrankungen – an: Das AK Harburg und AK Nord impfen Kinder ab 12 Jahren, das Bethesda Krankenhaus Bergedorf und das Agaplesion Diakonie Klinikum ab 15 Jahren. Voraussetzung sind ein ausführliches Aufklärungsgespräch und die Anwesenheit und Zustimmung eines Sorgeberechtigten. Termine müssen vorab telefonisch unter 116117 gebucht werden. Darüber hinaus werden über die Telefonnummer 116117 Arztpraxen vermittelt, die unter den genannten Bedingungen ebenfalls Schutzimpfungen von Kindern ab 12 Jahren durchführen.

Mit Stand vom Freitag werden in 12 Hamburger Krankenhäusern 44 Patienten stationär behandelt, darunter ist für 17 eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich.

Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests lag in der zurückliegenden Kalenderwoche pro Werktag durchschnittlich bei rund 8.000 Testungen, die Rate der positiven Befunde ist von 2,0 Prozent auf 2,6 Prozent gestiegen.

Bestimmte Untersuchungen, sog. Sequenzierungen, werden zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen einer zufällig ausgewählten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen. Die Beta-Variante B.1.351 wurde bisher in 33 Fällen eindeutig nachgewiesen (keine Veränderung), in 27 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die Gamma-Variante B.1.1.28.1-P.1 wurde bisher in neun Fällen nachgewiesen (keine Veränderung), in zwei weiteren Fällen besteht ein Verdacht. Die Delta-Variante B.1.617.2 wurde in 281 Fällen nachgewiesen (+35), es gibt 801 Verdachtsfälle. Die Delta-Variante ist in Hamburg zur dominierenden Coronavirus-Variante geworden und wird deshalb ab der kommenden Woche nicht mehr als Mutationsform aufgelistet und gezählt.

In der 30. Kalenderwoche sind mit insgesamt 641 Fällen mehr Neuinfektionen von den Gesundheitsämtern erfasst worden als in der Vorwoche. 27 Fälle dieser Woche gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 82 Fälle auf die 6- bis 14-Jährigen, 85 Fälle auf die 15- bis 19-Jährigen. Die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen sticht erneut sehr deutlich heraus, auf sie gehen 150 Fälle zurück. Weitere 131 Fälle gehen auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen zurück und 79 Fälle auf die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen. 41 Fälle beziehen sich auf die 50- bis 59-Jährigen. 19 Fälle dieser Woche lassen sich den 60- bis 69-Jährigen zuordnen, 23 Fälle den über 70-Jährigen.

Für 166 Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 50 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Im überwiegenden Teil der Ausbruchssituationen innerhalb Hamburgs handelt es sich nach wie vor um das private Umfeld bzw. den Haushalt (46 Ausbrüche mit 127 Fällen).

Die absolute Zahl der Fälle, in denen Personen sich die Infektion im Ausland zugezogen haben, ist leicht zurückgegangen. In 76 Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben, davon allein 23 Fälle mit Infektionsort in Spanien sowie 18 Fälle mit Infektionsort in der Türkei (weitere Infektionsorte sind u. a. Frankreich, Griechenland, Iran und Niederlande).

Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.620 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem SARS-CoV-2-infizierten über 90-Jährigen aus Hamburg liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei ca. 24,7 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 20,4 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,6 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2,3 Prozent. Bei allen anderen Alterssegmenten verstarben deutlich weniger als ein Prozent der Infizierten.

Tägliche Meldewerte zur Corona-Lage sind auf www.hamburg.de/corona-zahlen verfügbar. Werte zu den durchgeführten Impfungen werden werktäglich beim RKI im Impfquoten-Monitoring zusammengeführt (xlsx-Download).


Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt.
Alle wichtigen Informationen zur Corona-Schutzimpfung sind online unter www.hamburg.de/corona-impfung abrufbar. Allgemeine Fragen werden unter der Hotline des Bundes 116 117 beantwortet.
Für Fragen zu den Corona-Regelungen in Hamburg ist die Hamburger Corona-Hotline unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr erreichbar.

Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen in Hamburg

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