Corona-Briefing KW 27: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

07.07.2021 01:00 Wirtschaft

Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum sind 174 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 9,1. Mehr als eine Million Hamburgerinnen und Hamburger sind durch mindestens eine Impfdosis bereits geschützt. Unter den über 60-Jährigen haben rund 83 Prozent eine Schutzimpfung erhalten.

Seit Beginn der Pandemie haben sich 77.516 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 75.400 Personen gelten als geheilt. Etwa 1.031.000 Personen haben bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten (bis 4. Juli; die Aktualisierung der Werte für den heutigen Tag verzögert sich aus technischen Gründen); bei über 685.000 ist die Impfserie abgeschlossen.

Die Priorisierung im Hamburger Impfzentrum wurde aufgehoben – alle Hamburgerinnen und Hamburger ab 18 Jahren können einen Termin zur Schutzimpfung dort sowie in bestimmten Hamburger Krankenhäusern telefonisch unter 116117 sowie online unter www.impfterminservice.de vereinbaren. Termine werden kontinuierlich in Abhängigkeit von der Liefersituation bereitgestellt und werden nach der Aussetzung in der vergangenen Woche kurzfristig wieder verfügbar. Möglichkeiten zur Impfung bestehen außerdem bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie im Rahmen betriebsmedizinischer Angebote; die Termine hierfür werden direkt mit den jeweiligen Praxen vereinbart.

Mit Stand vom Freitag werden in sieben Hamburger Krankenhäusern 32 Patienten stationär behandelt, darunter 10 Fälle aus dem Umland. Von der Gesamtsumme ist für elf Patienten aus Hamburg und sieben Patienten aus dem Umland eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt sind zwei Patienten im Alter von über 70 Jahren, eine behandelte Person ist unter 10 Jahre alt.

Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests in Hamburg liegt pro Werktag aktuell durchschnittlich bei rund 8.900 Testungen. Die Rate der positiven Befunde bei ausgewerteten Tests liegt weiter bei dem niedrigen Wert von 0,7 Prozent. In Testzentren, Apotheken und Arztpraxen finden in hohem Umfang Schnelltests statt, die Betreiber von Schnelltestzentren (ohne Ärzte) haben für die 25. KW rund 324.300 Tests gemeldet, davon waren 91 Schnelltestergebnisse positiv (0,03 %); es ist davon auszugehen, dass etliche dieser Ergebnisse sich nach einer Laboruntersuchung als nicht tatsächlich positiv herausstellen. Eine Karte mit den Testmöglichkeiten steht unter www.hamburg.de/corona-schnelltest zur Verfügung.

Bestimmte Untersuchungen, sog. Sequenzierungen, werden zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen einer zufällig ausgewählten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen. Die Beta-Variante B.1.351 wurde bisher in 34 Fällen eindeutig nachgewiesen (keine Veränderung), in 20 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die Gamma-Variante B.1.1.28.1-P.1 wurde bisher in neun Fällen nachgewiesen (keine Veränderung), in zwei weiteren Fällen besteht ein Verdacht. Die Delta-Variante B.1.617.2 wurde in 121 Fällen nachgewiesen (+59), es gibt 88 Verdachtsfälle; mit einer kurzfristigen, deutlichen Ausweitung des Auftretens dieser Variante ist zu rechnen.

In der 26. Kalenderwoche sind insgesamt 172 Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden. 5 Fälle dieser Woche gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 9 Fälle auf die 6- bis 14-Jährigen, 19 Fälle auf die 15- bis 19-Jährigen. Weitere 57 Fälle entfallen auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen, 38 Fälle auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen und 15 Fälle auf die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen. Nur fünf Fälle dieser Woche lassen sich den über 70-Jährigen zuordnen.

Für 41 Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 13 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Im überwiegenden Teil der Ausbruchssituationen (8 Ausbrüche mit 30 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt, es ist allerdings auch ein Ausbruch mit dem Infektionsumfeld „Flugzeug“ registiert. In 14 Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben (u. a. Spanien, Afghanistan, Russland, Griechenland).

Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.597 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem SARS-CoV-2-infizierten über 90-Jährigen aus Hamburg liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei ca. 24,1 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 20,3 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,5 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2,3 Prozent. Bei allen anderen Alterssegmenten verstarben deutlich weniger als ein Prozent der Infizierten.

Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt.

Alle wichtigen Informationen zur Corona-Schutzimpfung sind online unter www.hamburg.de/corona-impfung abrufbar. Allgemeine Fragen werden unter der Hotline des Bundes 116 117 beantwortet.

Für Fragen zu den Corona-Regelungen in Hamburg ist die Hamburger Corona-Hotline unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr erreichbar.

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