Corona-Briefing KW 24: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

16.06.2021 01:00

Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum sind 287 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 15,1. Mehr als 840.000 Hamburgerinnen und Hamburger sind durch mindestens eine Impfdosis bereits geschützt. Unter den über 60-Jährigen haben rund 79 Prozent eine Schutzimpfung erhalten. Genesene erhalten einen schriftlichen Nachweis unaufgefordert zugeschickt. Das digitale Impfzertifikat ist für Geimpfte als zusätzlicher Nachweis verfügbar.
 
Seit Beginn der Pandemie haben sich 76.964 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 74.300 Personen gelten als geheilt. Rund 842.500 Personen haben bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten; bei etwa 477.000 ist die Impfserie abgeschlossen.
Bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Betriebsärztinnen und -ärzten hat die Priorisierung keine Gültigkeit mehr, sodass sich alle Hamburgerinnen und Hamburger dort um einen Termin bemühen können. Im Impfzentrum werden die Schutzimpfungen weiterhin nur für Personen angeboten, die gemäß Priorisierung bevorzugt ein Impfangebot erhalten sollen. Derzeit stehen jedoch keine Termine zur Verfügung, nachdem die am Montag eingestellten 14.000 Termine bis zum Abend vergeben worden waren. Informationen sind online unter www.hamburg.de/corona-impfung abrufbar.
 
Bei den vom Coronavirus geheilten Personen wird für etwa sechs Monate nach Ende der Erkrankung von einer Immunisierung ausgegangen – Genesene sind in diesem Zeitraum getesteten und vollständig geimpften Personen gleichgestellt. Beispielsweise wird dann zur Inanspruchnahme verschiedener Angebote kein negatives Testergebnis mehr benötigt, und Beschränkungen bei privaten Zusammenkünften entfallen. Zum Nachweis über die Genesung ist ein positiver PCR-Laborbescheid erforderlich. Möglicherweise haben nicht alle Personen, die derzeit als genesen gelten, die entsprechenden Bescheide aufbewahrt. Etwa 40.000 Personen, die in diesem Jahr an Corona erkrankt sind, erhalten daher in dieser Woche einen Nachweis unaufgefordert per Post zugestellt. Diese Serviceleistung der Stadt Hamburg ist für die Bürgerinnen und Bürger gebührenfrei. Wer nach dem 8. Juni erkrankt ist, muss seinen positiven Laborbefund für zukünftige Nachweiszwecke selbstständig aufbewahren.
 
Als Nachweis über die Corona-Schutzimpfung reichen gegenwärtig und auch weiterhin der gelbe Impfpass oder das ausgestellte Impfnachweisformular aus. Das digitale Impfzertifikat ist eine Ergänzung. Es dient dazu, den Impfnachweis leichter mitführen und kontrollieren zu können. Seit dieser Woche kann es in Hamburg unter Vorlage der schriftlichen Impfbestätigung in Apotheken ausgestellt werden. Wer im Impfzentrum geimpft wurde, muss den Weg in eine Apotheke nicht antreten, sondern kann sich das Zertifikat direkt herunterladen. Weitere Informationen dazu sind online verfügbar.
 
Die Zahlen in den Hamburger Krankenhäusern sind weiterhin rückläufig: Gegenwärtig werden in 11 Krankenhäusern 53 Patienten stationär behandelt, darunter 13 Fälle aus dem Umland. Von der Gesamtsumme ist für 19 Patienten aus Hamburg und 14 Patienten aus dem Umland eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt sind 10 der 53 Patienten im Alter von über 70 Jahren.
 
Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests in Hamburg liegt pro Werktag aktuell durchschnittlich bei rund 10.800 Testungen. Die Rate der positiven Befunde bei ausgewerteten Tests ist von 1,3 Prozent auf 1,1 Prozent gesunken. Zusätzlich finden in Testzentren, Apotheken und Arztpraxen in hohem Umfang Schnelltests statt. Eine Karte mit den Testmöglichkeiten steht unter www.hamburg.de/corona-schnelltest zur Verfügung.
 
Bestimmte Untersuchungen, sog. Sequenzierungen, werden zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen einer zufällig ausgewählten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen. Die südafrikanische Variante B.1.351 (Beta) wurde bisher in 29 Fällen eindeutig nachgewiesen (+2), in weiteren 21 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die brasilianische Variante B.1.1.28.1-P.1 (Gamma) wurde bisher in neun Fällen nachgewiesen (+2), in elf weiteren Fällen besteht ein Verdacht. Die indische Variante B.1.617.2 (Delta) wurde in 18 Fällen nachgewiesen (+8), es gibt einen Verdachtsfall.
 
In der 23. Kalenderwoche sind insgesamt 287 Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden. 22 Fälle dieser Woche gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 43 Fälle auf die 6- bis 14-Jährigen. Weitere 58 Fälle entfallen auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen, 56 Fälle auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen und 41 Fälle auf die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen. Nur 15 Fälle dieser Woche lassen sich den über 70-Jährigen zuordnen.
Für 73 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 29 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden; im überwiegenden Teil der Ausbruchssituationen (22 Ausbrüche mit 52 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt. In acht Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben (Türkei, Afghanistan, Saudi-Arabien und Schweiz).
 
Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.580 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem SARS-CoV-2-infizierten über 90-Jährigen aus Hamburg liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei ca. 24,1 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 20,2 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,4 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2,2 Prozent, und bei allen anderen Alterssegmenten bei deutlich unter einem Prozent.

Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Allgemeine Fragen zur Corona-Schutzimpfung werden unter der Hotline des Bundes 116 117 beantwortet. Für Fragen zu den Regelungen in Hamburg ist die Hamburger Corona-Hotline unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr erreichbar.

 

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