Corona-Briefing KW 22: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

03.06.2021 01:00 Wirtschaft

Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum sind 479 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 25,15. Mehr als 750.000 Hamburgerinnen und Hamburger sind durch mindestens eine Impfdosis bereits geschützt. Unter den über 60-Jährigen haben rund 76 Prozent eine Schutzimpfung erhalten.

Seit Beginn der Pandemie haben sich 76.338 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 72.500 Personen gelten als geheilt. Bei ihnen wird für die sechs Monate nach Ende der Erkrankung von einer Immunisierung ausgegangen. Rund 750.600 Personen haben Stand gestern bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten; etwa 313.500 davon auch die notwendige Zweitimpfung. Insgesamt wurden damit bisher gut 1.064.100 Impfstoffdosen in Hamburg verabreicht. Alle in der Impfverordnung des Bundes benannten Personen- und Berufsgruppen (Prioritätsgruppen 1 bis 3) sind dazu aufgerufen, einen Termin zur Corona-Schutzimpfung zu vereinbaren. Informationen dazu sind online unter www.hamburg.de/corona-impfung abrufbar.

Die Zahlen in den Hamburger Krankenhäusern sind weiterhin rückläufig: Gegenwärtig werden in 14 Krankenhäusern 95 Patienten stationär behandelt, darunter 22 Fälle aus dem Umland. Von der Gesamtsumme ist für 32 Patienten aus Hamburg und 15 Patienten aus dem Umland eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt sind 23 der 95 Patienten im Alter von über 70 Jahren.

In den Pflegeeinrichtungen Hamburgs gibt es weiterhin keine aktiven Corona-Fälle unter den Bewohnerinnen und Bewohnern. Deshalb werden die Einrichtungen in dieser wöchentlichen Meldung künftig nicht mehr regelhaft aufgeführt, sondern nur noch dann, wenn sie eine bedeutende Rolle beim hiesigen Infektionsgeschehen spielen.

Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests in Hamburg ist zurückgegangen und liegt pro Werktag aktuell durchschnittlich bei rund 11.900 Testungen. Die Rate der positiven Befunde ist von 2,5 Prozent auf 2,0 Prozent gesunken. Zusätzlich finden in Testzentren, Apotheken und Arztpraxen in hohem Umfang Schnelltests statt, eine Karte mit den Testmöglichkeiten steht unter www.hamburg.de/corona-schnelltest zur Verfügung.

Gegenwärtig werden Sequenzierungen in Hamburg zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen von zufällig ausgewählten Stichproben sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen. Die südafrikanische Variante B.1.351 wurde bisher in 23 Fällen eindeutig nachgewiesen (+2), in weiteren 20 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die brasilianische Variante B.1.1.28 wurde bisher in sechs Fällen nachgewiesen (+1), in zwei weiteren Fällen besteht ein Verdacht. Die indische Variante B.1.617 wurde in sieben Fällen nachgewiesen (Korrektur im Vergleich zur Vorwoche), es gibt zwei Verdachtsfälle.

In der 21. Kalenderwoche sind insgesamt 414 Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden. 33 Fälle dieser Woche gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 55 Fälle auf die 6- bis 14-Jährigen. Weitere 68 Fälle entfallen auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen, 73 Fälle auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. Nur 22 Fälle dieser Woche lassen sich den über 70-Jährigen zuordnen. Für 62 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 25 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden; im überwiegenden Teil der Ausbruchssituationen (20 Ausbrüche mit 51 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt. In 13 Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben (u. a. Frankreich, Polen und Spanien).

Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.563 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem SARS-CoV-2-infizierten über 90-Jährigen aus Hamburg liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei ca. 24,1 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 20,1 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,4 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2,1 Prozent, und bei allen anderen Alterssegmenten bei deutlich unter einem Prozent.

Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Informationen zur Corona-Schutzimpfung können unter www.hamburg.de/corona-impfung abgerufen werden. Allgemeine Fragen zur Schutzimpfung werden unter der Hotline des Bundes 116 117 beantwortet. Für Fragen zu den Regelungen in Hamburg ist die Hamburger Corona-Hotline unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 15 Uhr erreichbar.

Corona-Briefing KW 22: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

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