Corona-Briefing KW 19: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

12.05.2021 01:00 Wirtschaft

Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum sind 1.486 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 78,25. Mehr als jede dritte Hamburgerin bzw. jeder dritte Hamburger sind durch mindestens eine Impfdosis bereits geschützt. Unter den über 60-Jährigen haben rund 70 Prozent eine Schutzimpfung erhalten.

Seit Beginn der Pandemie haben sich 74.321 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 66.800 Personen gelten als geheilt. Rund 612.800 Personen haben bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten; etwa 164.400 davon auch die notwendige Zweitimpfung. Insgesamt wurden damit bisher gut 777.200 Impfstoffdosen in Hamburg verabreicht. Welche Personen- und Berufsgruppen derzeit dazu aufgerufen sind, einen Termin zur Corona-Schutzimpfung vereinbaren, ist online unter www.hamburg.de/corona-impfung abrufbar.

Die Zahlen in den Hamburger Krankenhäusern sind im Vergleich zur Vorwoche – insbesondere auf den Intensivstationen – stark rückläufig: Gegenwärtig werden in 18 Krankenhäusern 214 Patienten stationär behandelt, darunter 41 Fälle aus dem Umland. Von der Gesamtsumme ist für 60 Patienten aus Hamburg und 19 Patienten aus dem Umland eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt sind 68 der 214 Patienten im Alter von über 70 Jahren.

Die Zahlen der positiv Getesteten in den Pflegeeinrichtungen befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Aktuell sind in insgesamt zwei Einrichtungen drei Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Zudem sind stadtweit fünf Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen infiziert.

Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests in Hamburg liegt pro Werktag aktuell durchschnittlich bei rund 15.500 Testungen. Die Rate der positiven Befunde ist bei leicht abnehmender Anzahl an Tests von 4,9 Prozent auf 4,1 Prozent zurückgegangen. Zusätzlich finden in Testzentren, Apotheken und Arztpraxen in hohem Umfang Schnelltests statt, eine Karte mit den Testmöglichkeiten steht unter www.hamburg.de/corona-schnelltest zur Verfügung. Bei einem positiven Schnelltestbefund schließt sich obligatorisch eine PCR-Testung an.

Gegenwärtig werden Sequenzierungen in Hamburg zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen von zufällig ausgewählten Stichproben sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen. Die südafrikanische Variante B.1.351 wurde bisher in 16 Fällen eindeutig nachgewiesen (keine Veränderung), in weiteren 22 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die brasilianische Variante B.1.1.28 wurde bisher in zwei Fällen nachgewiesen (+1), es gibt einen Verdachtsfall. Die indische Variante B.1.617 wurde ebenfalls in zwei Fällen nachgewiesen (keine Veränderung), es gibt drei Verdachtsfälle.

In der 18. Kalenderwoche sind insgesamt 1.562 Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden. Der größte Anteil der Fälle geht nach wie vor auf die Personen im frühen Erwachsenenalter zurück: 270 Fälle entfallen auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 317 auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 91 Fälle dieser Woche gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 163 Fälle auf die 6- bis 14-Jährigen. Die Infektionen bei den älteren Personen sind weiter rückläufig: 67 Fälle dieser Woche lassen sich den über 70-Jährigen zuordnen.
Für 180 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 56 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden; im überwiegenden Teil der Ausbruchssituationen (40 Ausbrüche mit 113 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt, fünf Ausbrüche mit insgesamt 18 Fällen gehen auf den Arbeitsplatz zurück. Der Infektionsort liegt überwiegend in Hamburg; in elf Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben (u. a. Türkei, Polen und Spanien).

Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.519 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem SARS-CoV-2-infizierten über 90-Jährigen aus Hamburg liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei ca. 23,8 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 19,7 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,3 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2 Prozent, und bei allen anderen Alterssegmenten bei deutlich unter einem Prozent.

Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Informationen zur Corona-Schutzimpfung können unter www.hamburg.de/corona-impfung abgerufen werden. Allgemeine Fragen zur Corona-Schutzimpfung werden unter der Hotline des Bundes 116 117 beantwortet.
Für Fragen zu den Regelungen in Hamburg ist die Hamburger Corona-Hotline unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 15 Uhr erreichbar.

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