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Ausbau zum Universalhafen
Der Lübecker Hafen ist ein wichtiger RoRo-Hub im Ostseeraum.
© Schlottmann

Ausbau zum Universalhafen

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) entwickelt ihre Anlagen konsequent zu einem Universalhafen und stärkt damit ihre Position als größter deutscher RoRo-Hub im Ostseeraum.

Mit vier Umschlagterminals ist die LHG der zentrale Bündelungspunkt auf Europas Nord-Süd-Achse. Sie betreibt den am häufigsten frequentierten TEN-T-Kernhafen für Verbindungen von und nach Schweden, Finnland und ins Baltikum.

An ihren Hafenanlagen legt die LHG den Schwerpunkt auf den Umschlag von RoRo- und Forstprodukten. Dreh- und Angelpunkt für die rollende Ladung ist das umschlagstärkste Terminal Skandinavienkai. Zur standardisierten Ladung wie Trailer und Fahrzeuge kommt mit den wachsenden Schiffsgrößen vermehrt Projektladung, beispielsweise Lokomotiven, Rotoren für Windkraftanlagen und Transformatoren für die Energiewende in Deutschland. Auch Massengüter spielen eine zunehmende Rolle; über die LHG-Anlagen werden viele Großbaustellen in der Metropolregion Hamburg versorgt, zum Beispiel mit mineralischen Baustoffen. Hinzu kommen Schotter für die Erneuerung von Bahntrassen sowie Düngemittel und Futtermittel in loser Schüttung oder in Big Packs.

Lübecker Hafen

  • Max. Tiefgang: 9,5 m
  • Hinterlandanbindungen: Bahn, Lkw, Binnenschiff, RoRo-Rampe
  • Max. Krankapazität: ca. 100 t
  • Lagerhallenfläche: 306.000 m²
  • Freifläche: 1.650.000 m²

Besonders gut lässt sich die Entwicklung zum Universalhafen am Nordlandkai ablesen. Er ist ein multifunktionales Terminal für den Umschlag und die Lagerung von Stahl, Massengut, Baustoffen, Stück- und Schwergut. Für den leistungsfähigen Umschlag setzt die LHG eigene Hafenbagger und Radlader ein. Rund 170.000 Quadratmeter überdachte Lagerfläche gewährleisten eine wetterunabhängige Verladung. Als größte zusammenhängende Lagerfläche im Lübecker Raum bietet der Nordlandkai vor allem für Kontraktlogistiker attraktive Möglichkeiten, zum Beispiel zum Veredeln oder Konfektionieren von Gütern und Waren.

Ein Hafen ist nur so gut wie seine Hinterlandanbindung: Die LHG-Beteiligung Baltic Rail Gate betreibt am Skandinavienkai ein leistungsstarkes Intermodalterminal, das kürzlich ausgebaut wurde und für die steigenden Mengen in diesem Segment gewappnet ist. Auf sechs Gleisen mit 740 Metern Länge arbeiten zwei Portalkräne; ab Sommer erhöht ein weiterer Kran die Kapazität auf 240.000 Ladeeinheiten im Jahr.

Momentan stehen wöchentlich 56 Abfahrten auf dem Programm. Verknüpft mit den jeweils über 90 seeseitigen Abfahrten und Ankünften können LHG und hiesige Reedereien Verladern und Industrie ein unschlagbares Angebot machen. Skandinavien und die Baltischen Staaten rücken auf diese Weise dicht an die Industriezentren Europas heran.

Die LHG arbeitet eng mit renommierten Reedereien zusammen: Finnlines, TT-Line, Stena Line, WSOL und Transfennica haben mit ihren Verbindungen über die LHG-Terminals ein umfassendes Netzwerk auf der Ostsee etabliert. Eine Vielzahl von Destinationen in Skandinavien und dem Baltikum bieten den Kunden flexible und zuverlässige Transportlösungen. Davon profitieren die LHG und der Hafen Lübeck, der in der EU eine Position unter den Top fünf im europäischen RoRo-Verkehr innehat.

Mit der konsequenten Weiterentwicklung zum Universalhafen stellt die LHG die Weichen für die Zukunft. Die enge Zusammenarbeit mit den Reedereien, die starke intermodale Anbindung und die vielseitige Infrastruktur machen Lübeck zu einem leistungsfähigen Logistikknotenpunkt im Ostseeraum. Damit bleibt die LHG eine verlässliche Partnerin für Reedereien, Spediteure sowie Verlader aus Industrie und Handel.

Ausbau zum Universalhafen
Im Lübecker Hafen wird auch Stahl umgeschlagen.
© Schlottmann

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