>Hafen Hamburg
 
Sprache
Pegel
   +m
Schiffe
   46 erwartete Schiffe

CMA CGM setzt auf Hamburg
Die „CMA CGM Jacques Saadé“ vor dem Waltershofer Hafen.
© CMA CGM

CMA CGM setzt auf Hamburg

Die CMA CGM Group mit Hauptsitz in Marseille zählt zu den weltweit bedeutendsten Containerreedereien. Im Interview erläutert Deutschlandchefin Mirja Nibbe, weshalb Hamburg für das Unternehmen ein zentrales europäisches Gateway darstellt – und welche Investitionen den Hafen langfristig stärken sollen.

Autoren: Holger Grabsch und Claudia Stuhrmann

POHM: Welche Rolle spielt der Hafen Hamburg im europäischen Netzwerk von CMA CGM? Würden Sie Hamburg als Ihren „bevorzugten Hub“ für Europa bezeichnen – und welche europäischen Destinationen bedienen Sie von hier aus?

Mirja Nibbe: Der Hafen Hamburg ist ein zentraler Pfeiler unserer europäischen Präsenz – sowohl als bedeutendes Tor zum Welthandel als auch als strategischer Knotenpunkt, der globale und regionale Warenströme effizient miteinander verknüpft. Als größter deutscher Hafen und drittgrößter Containerhafen Nordeuropas garantiert Hamburg die zuverlässige Versorgung der deutschen Industrie und eine leistungsfähige Anbindung an die wichtigsten europäischen Wirtschaftsräume.

Unsere geplante 20-Prozent-Beteiligung Mirja Nibbe: Der Hafen Hamburg ist ein zentraler Pfeiler unserer europäischen Präsenz – sowohl als bedeutendes Tor zum Welthandel als auch als strategischer Knotenpunkt, der globale und regionale Warenströme effizient miteinander verknüpft. Als größter deutscher Hafen und drittgrößter Containerhafen Nordeuropas garantiert Hamburg die zuverlässige Versorgung der deutschen Industrie und eine leistungsfähige Anbindung an die wichtigsten europäischen Wirtschaftsräume. Unsere geplante 20-Prozent-Beteiligung Western-Extension-Projekt, mit dem die Terminalkapazitäten um rund 50 Prozent auf nahezu sechs Millionen TEU gesteigert werden. So können moderne Großcontainerschiffe noch effizienter abgefertigt und digitale sowie intermodale Prozesse deutlich ausgebaut werden. Hamburg festigt damit seine Schlüsselrolle in unserem Netzwerk und stärkt die Widerstandsfähigkeit regionaler und internationaler Lieferketten.

Was macht Hamburg im Vergleich zu anderen europäischen Häfen besonders attraktiv – insbesondere mit Blick auf die Hinterlandanbindung per Bahn, Straße und Binnenschiff?

Hamburg überzeugt durch eine hochleistungsfähige intermodale Infrastruktur. Der Hafen bietet modernste Schienen-, Straßen- und Wasserstraßenverbindungen, darunter das Eurokombi-Terminal als wichtiges Bindeglied für den Schienengüterverkehr. Kontinuierliche Investitionen in die Elektrifizierung sichern effiziente Abläufe und leisten einen wichtigen Beitrag zur Emissionsreduzierung.

CMA CGM setzt auf Hamburg
Mirja Nibbe Geschäftsführerin von CMA CGM Deutschland
© www.ingasommer.de

Welche Liniendienste betreibt CMA CGM derzeit über Hamburg?

Hamburg wird aktuell mit mehreren wöchentlichen Anläufen bedient – darunter der Flaggschiffdienst FAL zwischen Asien und Nordeuropa, auf dem mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betriebene Großschiffe eingesetzt werden. Insgesamt steuert die Gruppe Hamburg und weitere deutsche Nordseehäfen 23 Mal pro Woche an.

Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit Hamburger Terminalbetreibern für Ihre operativen Abläufe?

Die Kooperation mit den Hamburger Terminalbetreibern – allen voran Eurogate – ist von entscheidender Bedeutung für unsere operative Leistungsfähigkeit. Mit der Minderheitsbeteiligung am CTH bringen wir unsere Interessen direkt in die Modernisierung und den Ausbau des Terminals ein. Das stärkt Innovationskraft und Planungssicherheit und gewährleistet langfristigen Zugang zu einem der wichtigsten europäischen Umschlagplätze.

Welche Infrastrukturmaßnahmen sind aus Sicht von CMA CGM zentral, damit Hamburg auch künftig als Hub attraktiv bleibt?

Für uns sind eine kontinuierliche Modernisierung, Kapazitätsausweitung, fortschreitende Digitalisierung sowie der Übergang zu emissionsärmeren Betriebsweisen essenziell. Ebenso wichtig sind starke Hinterlandanbindungen und technologisch führende Terminalprozesse – sie sichern Hamburgs Spitzenposition im europäischen Wettbewerb.

CMA CGM investiert stark in LNG-Schiffe und alternative Antriebe. Welche Rolle spielt Hamburg bei der Umsetzung Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie?

Hamburg ist ein wichtiger Standort für unsere Klimaschutzaktivitäten. Der Hafen kann LNG-betriebene Schiffe abfertigen und engagiert sich zugleich stark für Elektrifizierungsprojekte. Dadurch lassen sich Emissionen sowohl in der Schifffahrt als auch im Hafenbetrieb deutlich reduzieren. Zudem bietet Hamburg hervorragende Potenziale für LNG-Bunkering und Pilotprojekte mit alternativen Kraftstoffen.

Gibt es Pläne, Hamburg verstärkt für Pilotprojekte in den Bereichen alternative Kraftstoffe, Digitalisierung oder Hafenlogistik zu nutzen?

Wir verstehen Hamburg sowohl als Tor zum Kontinent als auch als Innovationsstandort entlang der Lieferkette. Dank der modernen Infrastruktur, der Nähe zu Wirtschaft und Industrie sowie einer hohen Offenheit für Kooperationen bietet die Stadt ideale Voraussetzungen, um neue Technologien im Realbetrieb zu erproben.

"Hamburg überzeugt

durch eine hochleistungsfähige

intermodale Infrastruktur."

Mirja Nibbe
Geschäftsführerin von CMA CGM Deutschland

 

Welche Rolle wird Hamburg künftig in Europa einnehmen – als Gateway, Innovationsstandort oder Hub für spezifische Märkte?

Die laufenden und geplanten Investitionen unterstreichen: Hamburg wird seine Funktion als Innovationsplattform weiter ausbauen – insbesondere in den Bereichen alternative Kraftstoffe, Digitalisierung und moderne Hafenlogistik. Damit steht der Hafen ganz im Einklang mit unserer Strategie, Lieferketten widerstandsfähiger, digitaler und nachhaltiger zu gestalten.

Hamburg zählt zu Ihren wichtigsten europäischen Häfen. Was macht die Zusammenarbeit für Sie so außergewöhnlich – und gibt es Erlebnisse, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Der ausgeprägte Partnerschaftsgeist zwischen der CMA CGM Gruppe und den lokalen Akteuren ist herausragend. Gemeinsam setzen wir wegweisende Ausbau-, Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsprojekte um. Die Entwicklung Hamburgs zu einem emissionsarmen, intermodalen Drehkreuz spricht für den Erfolg dieser engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Weitere Artikel aus dem Magazin

  Suchen
Seite  News  Media  Adresse  Schiff  Kontakt  Event  
X