Container Welten
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Port of Hamburg Magazine: Container Welten

Kaum eine Erfolgsgeschichte ist so stringent wie die des Containers. Zwar musste ihr Erfinder Malcolm McLean erst eine eigene Reederei gründen und die Schiffe so umbauen, dass man die Container sicher stapeln konnte. Doch er war so von seinem Konzept überzeugt, dass er keine Mühen scheute und am Container festhielt.

In Hamburg startete die Container-Ära mit dem Anlauf der American Lancer im Jahr 1968. Zuvor hatte sich der damalige Wirtschaftssenator Helmuth Kern für den Ausbau des Burchhardkai zum Containerterminal stark gemacht. Rückblickend können wir ihm dankbar sein, dass er sich damals durchsetzte. Heute ist der Hamburger Hafen der größte deutsche Universalhafen. In Europa liegt er immerhin auf Platz drei. Damit das auch so bleibt, arbeiten Terminalbetreiber und Hafen-Dienstleister mit Hochdruck daran, ihre Leistungen zu modernisieren. Digitalisierung und Automatisierung sind dabei zwei zentrale Punkte, die immer mehr in den Fokus rücken.

Dabei ist Container nicht gleich Container. Heute gibt es mehrere Dutzend Varianten, um die unterschiedlichsten Güter sicher und effizient zu transportieren. Für die Sicherheit sorgt auch der Code of Practice for Packing of Cargo Transport Units. Der offizielle Leitfaden der International Maritime Organization (IMO) gibt klare Hilfestellungen. Das betrifft nicht nur die Sicherung des Containers auf dem Schiff, auch die Sicherung der Ladung im Container wird erklärt. Im Hamburger Hafen gibt es einige Unternehmen, die sich auf die korrekte Beladung der unterschiedlichen Container spezialisiert haben. Gleichzeitig sind findige Unternehmen dabei, den Container so zu konstruieren, dass er leer möglichst wenig Platz wegnimmt.

Seeschiffe und Häfen sind nur ein Teil der gesamten Lieferkette. Um den Vor- und Nachlauf kümmern sich im Hinterland Binnenschiff, Zug und Lkw. Auch hier sind die Unternehmen dabei ihre Prozesse zu verbessern und ihre Verkehrsträger klimafreundlicher umzubauen.

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