03. Dezember 201409:22Schifffahrt

Zusammenschluss von Hapag-Lloyd und CSAV - Stärkung des Reederei- und Schifffahrtstandortes Hamburg

Der im April 2014 vertraglich vereinbarte Zusammenschluss von Hapag-Lloyd und der chilenischen Reederei CSAV kann ab sofort vollzogen werden. Nach Vorliegen aller kartellrechtlichen Genehmigungen wird Hapag-Lloyd zur weltweit viertgrößten Containerreederei und kann damit noch effizientere Betriebsstrukturen aufbauen. Die Reederei erhält noch in diesem Jahr eine Kapitalzufuhr von 370 Mio. Euro, von der Kühne Maritime den auf die Hamburger Seite entfallenden Anteil von 111 Mio. Euro vollständig übernimmt.

Finanzsenator Peter Tschentscher begrüßte diesen Schritt, der von Vorstand, Aufsichtsrat und Anteilseignern der Hapag-Lloyd AG einvernehmlich verhandelt und beschlossen wurde. Die Reedereien haben die praktische Umsetzung der Integration in den vergangenen Monaten bereits vorbereitet und können mit der Umsetzung sofort beginnen. „Der Zusammenschluss eröffnet für Hapag-Lloyd bessere Zukunftsaussichten in einem schwierigen Schifffahrtsgeschäft, sichert die Hamburger Führung des Unternehmens an seinem Standort am Ballindamm und stärkt die maritime Wirtschaft in Hamburg“, erklärte Tschentscher. Durch vertragliche Vereinbarungen mit den beiden anderen großen Anteilseignern CSAV und Kühne Maritime hat die HGV sichergestellt, dass die mit Hapag-Lloyd verbundenen Interessen der Stadt Hamburg gewahrt bleiben.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz dankte allen am Erfolg des Zusammenschlusses Beteiligten für ihren Einsatz. Dies gelte insbesondere für den Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Jürgen Weber, der sich auf Bitten der Stadt für die Tätigkeit im Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt hat und seine Amtszeit mit dem Vollzug der Transaktion mit CSAV abschließt. Er habe mit seiner unternehmerischen Erfahrung und Kompetenz wesentlich zur jetzt gelungenen strategischen Weichenstellung für Hapag-Lloyd beigetragen.

Hintergrund

Die städtische Beteiligungsholding HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH hält aktuell rund 37 % an der Hapag-Lloyd AG. Nach Vollzug der Transaktion und Durchführung der Kapitalerhöhung wird sie voraussichtlich mit rund 23 % an dem größeren und gestärkten Unternehmen beteiligt sein. Hapag-Lloyd wird damit zur weltweit viertgrößten Reederei mit rund 200 Containerschiffen und einem Jahresumsatz von 9 Mrd. Euro.

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Pressestelle der Finanzbehörde, Daniel Stricker

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