• 09. Dezember 2016
  • 14:38
  • Schifffahrt

WSV beauftragt neuen Laderaumsaugbagger

Die Fachstelle Maschinenwesen Nord der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt hat heute den Bau eines neuen Laderaumsaugbaggers beauftragt. Haupteinsatzgebiet des neuen Baggers wird die Tideelbe sein. Wachsende Schiffsgrößen und Tiefgänge haben zu erhöhten Anforderungen bei der Unterhaltungsbaggerung geführt.
 
Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung führte zu dem Ergebnis, künftig neben den laufenden Baggeraufträgen mit externen Firmen einen neuen verwaltungseigenen Laderaumsaugbagger vorzuhalten, um mit eigenen leistungsstarken Baggern möglichst flexibel mit variierenden Baggermengen umgehen zu können.
 
Der neue Bagger wird zusätzlich zum WSV-Saugbagger „Nordsee“ eingesetzt und ergänzt die laufenden externen Baggerverträge.
 
Der neue Laderaumsaugbagger hat ein Ladevolumen von 7.500 m³ - und damit mehr als 1.000 Tonnen Ladevolumen mehr als der Bagger „Nordsee“. Er wird künftig mit WSV-eigenem Personal im 24/7-Betrieb eingesetzt werden.
 
Finanziert wird der Neubau über das „Zukunftsinvestitionsprogramm“ des Bundes. Die Auftragssumme liegt bei rund 95 Millionen Euro. Auftragnehmer ist die Pella Sietas GmbH aus Hamburg.
 
Im Dezember 2018 soll der neue Laderaumsaugbagger in Betrieb gehen.
 
Technische Daten zum neuen Bagger
Länge über alles 132 m
Breite über alles 23,4 m
Tiefgang CWL 6,9 m
Laderaum 7.500 m³
Bodenventile 8
Baggertiefe 10 bis 25 m
Antrieb dieselelektrisch
Dieselleistung 14.000 kW
Geschwindigkeit 13,0 kn

Hintergrund: Die permanente Unterhaltung der Bundeswasserstraßen ist eine hoheitliche Aufgabe, die der WSV dauerhaft übertragen wurde. Für die Erhaltung der Zufahrten in die Ems, Jade, Weser, Elbe und im Ostseerevier werden im Auftrag der WSV und durch die WSV jährlich ca. 40 Millionen m³ gebaggert.
Im Mai 1978 wurde der verwaltungseigene Laderaumsaugbagger „Nordsee“ in Dienst gestellt, mit einem Ladevolumen von 6.100 m³. Erstes Einsatzgebiet des Baggers „Nordsee“ war die Elbe im Zuständigkeitsbereich des WSA Hamburg. Vorgänger war der kohlebefeuerte Eimerkettenbagger „Juelsand“ aus dem Jahr 1909. Der Bagger „Nordsee“ ist vor allem in der Jade im Einsatz.

Pressekontakt

Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt
Claudia Thoma
Pressesprecherin
Tel.: +49 (0)228 42968-2190
Mobil: +49 (0)173/5170639
E-Mail: claudia.thoma@wsv.bund.de
 

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