14. November 201616:03Wirtschaft

Wirtschaftssenator Frank Horch und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer reisen mit Delegation in den Iran

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Iran sind traditionell eng. In Hamburg und der Metropolregion lebt eine der größten persischen Gemeinden in Europa und eine der größten weltweit. 500 Hamburger Firmen sind persisch geführt. Hamburg ist bereits seit 1858 Standort des Generalkonsulats der Islamischen Republik Iran. Noch vor Teheran gilt Hamburg beispielsweise als der größte Teppichumschlagplatz der Welt. Die führende Rolle Hamburgs im Iran-Geschäft für Deutschland und Europa verdeutlicht die Präsenz mehrerer iranischer Banken, wie der Bank MELLI IRAN, der Bank SADERAT IRAN und der Europäisch-Iranischen Handelsbank. Erstgenannte unterlagen bis Oktober 2016 den Finanzsanktionen der EU, wurden inzwischen aber von den Sanktionslisten gestrichen. Es gibt eine direkte Flugverbindung von Hamburg nach Teheran, die von Iran Air zweimal wöchentlich bedient wird. Im März 2016 nahm die iranische Staatsreederei IRISL – Islamic Republic of Iran Shipping Lines – wieder den regelmäßigen Liniendienst „Europe Container Line“ (ECL) auf, der Mitte 2010 aufgrund von Sanktionen eingestellt werden musste. Der neue Service wird nach Angabe von Hafen Hamburg Marketing zunächst mit 2.500 TEU Containerschiffen alle 14 Tage Hamburg und Antwerpen sowie Genua, Istanbul, Port Said und Bandar Abbas anlaufen. Seit drei Jahren wird in Hamburg das Nowruz1-Wirtschaftsforum ausgerichtet, eine Veranstaltung, die sich der wirtschaftlichen Entwicklung der sogenannten Nowruz-Länder (Afghanistan, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Pakistan, Tadschikistan, Türkei, Turkmenistan und Usbekistan) widmet.

Senator Frank Horch und Minister Reinhard Meyer werden vom 11. bis zum 16. November 2016 den Iran mit 60 hochrangigen Unternehmensvertretern aus Hamburg und Schleswig-Holstein besuchen. Senator Horch sagt: „Als eine der größten Volkswirtschaften im Nahen Osten mit einem enormen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Aufholbedarf hat der Iran großes Potenzial. Die besondere Rolle Hamburgs als zentraler Standort der iranischen Gemeinde in Europa, sorgt überdies für ein ausgeprägtes Interesse – nicht nur an „Made in Germany“, sondern insbesondere an „Made in Hamburg“. Ich möchte diese Chancen für Hamburg gerne ergreifen. Im Fokus stehen dabei die Bereiche maritime Wirtschaft und Logistik, Energie, Kühltechnik und Energieeffizienz sowie die klassische Industrie – von ziviler Luftfahrt bis hin zu Konsumgütern.“

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer werden Hamburg und Schleswig-Holstein im Ausland zumeist als eine gemeinsame Region wahrgenommen, so dass auch eine gemeinsame Delegationsreise großen Sinn mache. „Uns haben viele Unternehmen aus Schleswig-Holstein deutlich gemacht, dass sie ein großes Interesse an einer Wiederbelebung der traditionell starken Wirtschaftsbeziehungen haben und diese Chance nun nach dem Wegfall der Sanktionen auch schnell ergreifen wollen“, sagte Meyer. Er erinnerte daran, dass ein Großteil der iranischen Industrie-Anlagen noch aus deutscher Produktion stamme und man allein schon deshalb viele Anknüpfungspunkte für eine solche Delegationsreise habe.

 

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