• 07. Dezember 2017
  • 15:17
  • Hinterland

Wirtschaftlicher Erfolg trotz schlechter Rahmenbedingungen im Hafen Aken/Elbe

Seit Jahren befindet sich die Hafenbetrieb Aken GmbH auf Erfolgskurs. Auch im vergangenen Geschäftsjahr (September 2016-August 2017) wurden bei einem Umsatz von rund 4 Mio. Euro Gewinne erwirtschaftet – seit nunmehr 15 Jahren schreibt der kommunale Hafenbetrieb schwarze Zahlen.

Voraussetzung dafür waren der systematische Ausbau und die Ertüchtigung der Hafeninfrastruktur. So wurde in den vergangenen Jahren ein Terminal für den kombinierten Verkehr errichtet, sodass der Hafen mittlerweile ein stabiler Anlaufpunkt für die Elbe Container Linie, die regelmäßig Binnenhäfen in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit dem Hamburger Hafen verbindet, ist. Interessant dabei ist die Kombination von Bahn und Binnenschiff: So gelangen beispielsweise Leercontainer per Schiff über die Elbe nach Aken, werden dort auf die Bahn zur Beladung nach Bitterfeld befördert und kehren dann auf gleicher Route zurück. Diese Kombination hat heute Seltenheitswert, obwohl das bei der Gründung von Binnenhäfen vor 120 Jahren Gang und Gäbe war.

Besonders erfolgreich hat sich der Bereich Schwerlast und Projektladungen entwickelt. Durch den gezielten Ausbau und die Erweiterung von Umschlagtechnik und Flächen hat sich Aken zu einem zuverlässigen Partner für Hersteller des Maschinen- und Anlagenbaus aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt an der Elbe entwickelt. Der Hafen ist dabei nicht nur Dienstleister, sondern auch Problemlöser. Intensive Kontakte zu den Genehmigungsbehörden sichern die Verbindung der Produktionsstandorte wie Erfurt und Chemnitz auf der Straße zum Hafen. Ein stationärer Kran mit einer Tragfähigkeit von 270 Tonnen – in Kombination mit Mobiltechnik bis 600 Tonnen Einzellast, moderne Montage- und Lagerflächen und letztendlich der große Erfahrungsschatz seiner Mitarbeiter machen den Hafen zum attraktiven Hafenumschlagplatz im mitteldeutschen Wirtschaftsraum.

Trotz der immer wieder vorkommenden Niedrigwasserperioden der Elbe konnte der Hafen auch in 2016 und 2017 die Transportaufträge zuverlässig erfüllen. „Wir haben das Glück, etwas bessere Bedingungen auf der Elbe zu haben als stromaufwärts“, verrät Geschäftsführer Peter Ziegler sein Erfolgsrezept. „Dazu können wir relativ schnell auf flachgehenden Schiffsraum, z.B. von tschechischen und deutschen Reedereien, zurückgreifen“, so Ziegler weiter. So wurden im Zeitraum von Januar bis Oktober 2017 mit 401 Sendungen bereits mehr Anlagenteile umgeschlagen als im gesamten Jahr 2016 (348 Sendungen). Dennoch sieht Ziegler noch erhebliche Potenziale für weiteres Wachstum: Voraussetzung dafür wäre aber eine Ertüchtigung der Elbe durch die Umsetzung des Gesamtkonzepts Elbe.

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