• 02. Oktober 2019
  • 10:46
  • Hinterland

Wirtschaft in der Region Singen und der angrenzenden Schweiz jetzt noch besser im Gütertransport auf der Schiene an den Hamburger Hafen angebunden

Mit der im Januar begonnen Containerzugverbindung zwischen dem Containerterminal TSG in Singen und dem Hamburger Hafen nutzen zunehmend Unternehmen aus Süddeutschland und der Schweiz die Eisenbahn für den Transport ihrer Im- oder Exporte. Deutschlands größter Seehafen ist mit seinen weltweiten Liniendiensten im Seeverkehr für die Region jetzt noch besser erreichbar. Die neue Containerzugverbindung ist für die Wirtschaft in Süddeutschland mit der gut angebundenen Bodenseeregion sowie der Ostschweiz eine Alternative zum Transport auf der Straße. Die bereits stark frequentierten Kombiterminals in Baden-Württemberg werden durch die Aufnahme von Singen entlastet. „Das von EUROGATE Intermodal (EGIM) gestartete Angebot garantiert mit zunächst zwei wöchentlichen Rundläufen einen schnellen und zuverlässigen Containertransport zu Deutschlands größtem Seehafen“, sagte Niels Riedel, Vertriebsleitung EGIM, anlässlich einer Informationsveranstaltung auf dem Containerterminal TSG in Singen.
 
Mehr als 120 Vertreter aus der Wirtschaft und aus Verkehrsunternehmen nahmen an der von EUROGATE Intermodal, TX Logistik, ERS Railways und Containerterminal TSG gemeinsam mit Hafen Hamburg Marketing organisierten Veranstaltung teil. Nach der Begrüßung der Gäste durch Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing (HHM) und Jürgen Behrens, Leiter der für den süddeutschen Raum und die Schweiz zuständigen Hamburger Hafenrepräsentanz, betonte Oliver Rahn, Wirtschaftsförderer der Stadt Singen, in seinem Grußwort die besondere Bedeutung der jetzt in Singen angebotenen maritimen Verkehre von und nach Hamburg. Rahn erwartet positive Impulse für die gesamte Region und sprach sich für eine weitere Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur aus. Die beiden Hafen Hamburg Vertreter Ingo Egloff und Jürgen Behrens betonten, dass für die exportorientierte Wirtschaft der gesamten Region Süddeutschland, der Bodenseeregion und der angrenzenden Schweiz nun eine verlässliche Containerzugverbindung besteht, die mit zunehmender Nachfrage möglichst schnell in der Frequenz auf drei Abfahrten pro Woche ausgebaut werden sollte. „Mit der Containerzugverbindung zwischen Singen und dem Hamburger Hafen haben wir eine Lücke im Angebot schließen können. Rund 1.300 Containerzüge verbinden inzwischen Hamburg mit den bedeutenden Wirtschaftsregionen in Deutschland und Mittel- und Osteuropa. Verlässliche Hinterlandanbindungen auf der Schiene sind für einen Seehafen heute mindestens so wichtig, wie eine große Auswahl an seeseitigen Liniendiensten“, sagte Ingo Egloff.
 
In der anschließenden von Ingo Egloff moderierten Podiumsdiskussion sprachen sich auch Tanja Weibrecht, Regional Director Central Europe von TX Logistik, Bernd Decker, Geschäftsführer von ERS Railways und Sascha Altenau, Managing Director vom Containerterminal TSG in Singen, für eine rasche Einrichtung von Containerdepots der Reedereien auf dem Terminalgelände und eine weitere Unterstützung durch Politik, Verbände und andere Organisationen der Wirtschaft im Dreiländereck aus, damit Singen neben der bisher auf Kontinentalverkehre fokussierten Abfertigung auch im Bereich der maritimen Verkehre zur Drehscheibe im Kombinierten Verkehr (KV) ausgebaut werden kann.
 
Alle beteiligten Partner der neuen Containerzugverbindung zwischen Singen und Hamburg leisten einen Beitrag zur Transportverlagerung von der Straße auf die Schiene. Transporte mit dem Lkw lassen sich so reduzieren und tragen zu einer Verringerung von Schadstoffemissionen bei. Die Traktion der Containerzüge übernehmen moderne Elektrolokomotiven. Ein Informationscontainer mit Filmen und zahlreichen Darstellungen bot den Gästen beim anschließenden Networking auf dem für die Veranstaltung mit Festzelt, Foodtruck und im Kombinierten Verkehr eingesetzten Fahrzeugen reichlich Stoff für anregende Gespräche und fachlichem Austausch.
 

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