• 21. Juni 2018
  • 15:30
  • Umwelt

Welttag der Hydrographie am 21. Juni 2018

Die Internationale Hydrographische Organisation (IHO) begeht am 21. Juni 2018 den Welttag der Hydrographie. In diesem Jahr steht dieser unter dem Motto „Tiefenmessung – die Grundlage für zukunftssichere Meere, Ozeane und Wasserstraßen“ („Bathymetry – the foundation for sustainable seas, oceans and waterways”).

Die regelmäßige Vermessung der Meeres- und Binnengewässer ist die zwingende Voraussetzung für jeglichen Schutz und jede Nutzung der Gewässer und der Küsten. Folgerichtig bildet sie in diesem Jahr den Themenschwerpunkt des von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 eingeführten „World Hydrography Day” (WHD) am 21. Juni.

„Der Welttag der Hydrographie verdeutlicht, wie wichtig die Vermessung des Meeresbodens ist. Denn wir begreifen es heute als zivilisatorische Aufgabe weltweit, die aquatischen Gebiete unseres Planeten nicht nur zu nutzen, sondern auch zu schützen“, betont Thomas Dehling, Leiter der Abteilung Nautische Hydrographie im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Neben der klassischen Unterstützung der Sicherheit der Schifffahrt durch präzise auf hydrographischen Messungen basierende Navigationskarten beschäftigt sich die Abteilung vor allem mit erweiterten Nutzungsarten des Seeraums.  Die aktuell besonders diskutierte Energiegewinnung, etwa durch Windkraftanlagen, gehört ebenso dazu wie der Küsten und Meeresumweltschutz, die einen ständig steigenden Bedarf an hydrographischer Vermessung auslösen.

Die Leistung und Bedeutung der Hydrographie tritt dabei selten in den Vordergrund, da ihre Ergebnisse in anderen Disziplinen benötigt werden: Die Vermessung des Meeresbodens ist für eine sichere Schifffahrt ebenso Voraussetzung wie für Rohstoff- oder Energiegewinnung auf See, Baumaßnahmen, aber genauso auch für Küstenschutz und Schutz der Meeresumwelt.

Das BSH ist für die Seevermessung in Deutschland zuständig und nimmt mit seinen fünf Vermessungsschiffen diese wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge wahr. Außerdem vertritt es Deutschland in der Internationalen Hydrographischen Organisation (IHO). „Die internationale Kooperation ist entscheidend, da Hydrographie wie das Wasser selbst nicht an den Grenzen halt macht“, betont Dehling. Sein Vorgänger in der Funktion als Leiter der Abteilung Nautische Hydrographie, Dr. Mathias Jonas, ist inzwischen Generalsekretär der IHO und sendet mit dem folgenden Link seine Grußbotschaft zum World Hydrography Day der Vereinten Nationen um die zunehmende Bedeutung der Hydrographie bekannter zu machen: https://www.youtube.com/watch?v=iaNDu6JOq78&feature=youtu.be.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde in Deutschland. Rund 850 Menschen in rund 100 Berufen befassen sich mit Aufgaben in der Seeschifffahrt, der Ozeanographie, der nautischen Hydrographie, der Offshore-Windenergie und der Verwaltung. Fünf eigene Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen operieren in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee. Das BSH arbeitet international in mehr als 12 Organisationen und etwa 200 dort angesiedelten Gremien unter anderem bei der Entwicklung internationaler Übereinkommen mit. Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Dienstsitzen in Hamburg und Rostock.
 

Pressekontakt

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Katrin Benner
Tel.: 040-3190-1011
presse@bsh.de

Loading