• 30. Mai 2018
  • 14:45
  • Hinterland

VTG baut mobilen Service aus: neuer Standort in Vacha und Einsatzmobil für Hamburg

Stärkere Präsenz in Ostdeutschland: Die Waggonwerk Brühl GmbH, eine Tochter der VTG, eröffnet einen neuen Stützpunkt für den mobilen Service im thüringischen Vacha. Ab sofort übernimmt eine mobile Einheit von dort aus Einsätze an Schadwagen in der Region, darunter in Fulda und Hanau. Zudem steht dem Team am Service-Stützpunkt ein Schnellreparaturgleis zur Verfügung, das mit einer Arbeitsgrube und einer 40-Tonnen-Hebebockanlage ausgestattet ist. Diese Anlage ist insbesondere für Radsatztausche und schnelle Reparaturen vorgesehen, die nicht mobil durchgeführt werden können, und ergänzt damit das Leistungsspektrum ideal. „Wir sind davon überzeugt, dass mobile Service-Einsätze die Zukunft sind,“ sagt Sven Wellbrock, Geschäftsführer der VTG Rail Europe GmbH. „Gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung und einer vorausschauenden Instandhaltung wird es immer wichtiger, kleinere Arbeiten schnell und flexibel durchzuführen. Mit der Eröffnung des neuen Stützpunktes gehen wir diesen Weg konsequent weiter.“

Individuelles Service-Fahrzeug für noch flexiblere Einsätze
Mit der neuen Präsenz in Vacha ist der mobile Service inzwischen deutschlandweit an sechs Standorten vertreten – seit Dezember 2017 auch in Hamburg. Dort sind die mobilen Teams ab sofort noch einsatzfähiger: Ein individuell ausgestattetes Service-Mobil ermöglicht eine schnellere Ausführung vieler Arbeiten und erhöht zugleich die Arbeitssicherheit. „Bei der Entwicklung dieser Sonderanfertigung haben wir unsere Erfahrungen aus der Praxis einfließen lassen, um die Prozesse bei mobilen Einsätzen künftig zu optimieren. Das Fahrzeug ist bestmöglich auf die Anforderungen des praktischen Betriebs ausgelegt,“ so Gerd Steinbock, Geschäftsführer der Waggonwerk Brühl GmbH.  

Bei dem Truck handelt es sich um einen Iveco Daily Pritschenwagen mit einer möglichen Zuladung von 2,8 Tonnen – doppelt so viel wie bei den aktuell eingesetzten Servicefahrzeugen. Auf der offenen Ladefläche lassen sich zwei komplette Radsätze transportieren, die durch einen  
fest auf der Pritsche installierten Ladekran bewegt werden. Der Kran verfügt über ein mögliches Hubmoment von 3,6 Tonnen und eine maximale Auslegung von 6 Metern. Bei dieser Auslegung kann er immer noch rund 600 Kilogramm heben. Insbesondere beim mobilen Puffertausch ist das eine deutliche Erleichterung für die Monteure, zudem steigt die Sicherheit bei diesem Arbeitsschritt. Unter der Pritsche des Trucks wurde ein leistungsstarker Schraubenkompressor installiert, der direkt von einem 3-Liter-Dieselmotor über eine zweite Kardanwelle angetrieben wird. Dauert eine Dichtheit- und Funktionsprüfung (DiFu) mit Druckluft bei einem 90-Kubikmeter-Kesselwagen mit herkömmlichen mobilen Kompressoren bisher bis zu fünf Stunden, schafft der Unterflurkompressor des neuen Service-Trucks diese DiFu nun in rund einer Stunde. Dennoch sind die Abmessungen des Fahrzeugs mit einer Länge von ca. 7,50 Metern und einer Breite von ca. 2,60 Metern so kompakt, dass es sich in allen denkbaren Einsatzgebieten wie Chemie-Anlagen oder Tanklagern gut und wendig bewegen lässt.

Eine weitere Besonderheit: Das Fahrzeug verfügt über eine Doppelkabine und bietet damit bis zu sieben Mitarbeitern Platz. So erhalten auch Auszubildende von VTG RailTrain die Möglichkeit, an Service-Einsätzen teilzunehmen und Erfahrungen in der mobilen Güterwageninstandhaltung zu sammeln. Das integrative Ausbildungsprogramm VTG RailTrain besteht seit 2017 und bietet aktuell
sieben Jugendlichen mit besonderem Bedarf an Bildungsförderung eine Chance auf einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Im Sommer 2018 startet der zweite Ausbildungsjahrgang. 

Pressekontakt

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