02. Juni 201614:16Wirtschaft

Voraus-Pressekonferenz zur SMM 2016 - Renommierte internationale Experten geben exklusive Einblicke

Der Countdown läuft: Vom 6. bis 9. September 2016 findet in den Hamburger Messehallen die SMM – die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft – statt. Das Interesse ist enorm: Mehr als 2.100 Aussteller haben sich angemeldet, über 50.000 Fachbesucher aus rund 100 Nationen werden erwartet. Wie im Rekordjahr 2014 ist die Messe bereits Monate im Voraus ausgebucht. Mit der neuen Halle A5 für „Green Propulsion“ und dem Schwerpunkt Digitalisierung setzt die SMM in diesem Jahr besondere Akzente.
 
Einen Vorgeschmack auf das international bedeutende Branchen-Event gab es bereits am 2. Juni 2016 im Rahmen der SMM Voraus-Pressekonferenz in Hamburg. Zahlreiche Fachjournalisten aus aller Welt waren gekommen, um von hochkarätigen Rednern interessante Einblicke in aktuelle Branchentrends und Details zum diesjährigen Messeprogramm zu erfahren. „Schon jetzt ist klar: Die SMM wird auch in diesem Jahr ihren Stellenwert als Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft eindrucksvoll unterstreichen“, sagte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH, in seiner Begrüßungsrede. „Die SMM bietet Impulse und konkrete Antworten auf die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Branche“, so Aufderheide.
 
Digitalisierung ist Leitthema
Das übergeordnete Thema der Messe ist Digitalisierung. Entsprechend zieht es sich wie ein roter Faden durch alle Messetage. Ein weiteres Augenmerk liegt auf „Green Propulsion“. Eigens zu diesem Zweck wurde die neue Halle A5 mit 3.500 zusätzlichen Quadratmetern Ausstellungsfläche konzipiert, in der exklusiv innovative Antriebstechnologien zu sehen sein werden. 
 
Martin Stopford, Non-Executive President of Clarksons Research Services, gab in seinem Beitrag einen Überblick über aktuelle Marktentwicklungen und Trends. Niedriges Fracht- und Charterratenniveau, erhöhter Kostendruck und immer strengere Umweltauflagen stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen. 2016 verzeichneten die Werften die geringsten Auftragseingänge für Schiffsneubauten seit den 1980er Jahren, so Stopford. Werften und Zulieferer hätten noch ein schwieriges Jahr vor sich, so der Marktforscher. Einen Ausweg sieht Stopford vor allem im „Smart Shipping“. Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) bietet enormes Potenzial für die Optimierung des Flottenbetriebs und die Steigerung der Produktivität. Sie wird in der Überlebensstrategie der Schifffahrt eine essenziell wichtige Rolle spielen, so Stopford.
 
Mit der ausgefeilten Computertechnik an Bord steigt allerdings auch die Gefahr von Sabotageakten, Datendiebstahl und Wirtschaftsspionage. Lars Robert Pedersen, Deputy Secretary General von BIMCO, erklärte bei der Voraus-Pressekonferenz, welchen Risiken Reedereien ausgesetzt sind und wie sie sich vor Cyberattacken wirksam schützen sollten. The Baltic and International Maritime Council (BIMCO) hat Anfang des Jahres – gemeinsam mit weiteren internationalen Schifffahrtsverbänden wie etwa dem International Chamber of Shipping (ICS) – die ersten Richtlinien für Cybersicherheit veröffentlicht. „Sie bieten Orientierung bei der Wahl und Anwendung der erforderlichen Verfahren und technischen Mittel und Methoden zur Abwehr von Cyberkriminalität sowie zur Begrenzung des Schadens bei erfolgreichen Angriffen“, so Pedersen.
 
Sicherheit, Umweltschutz, Effizienz: Mit ihren globalen Standards schafft die International Maritime Organization (IMO) seit Jahrzehnten erfolgreich die Rahmenbedingungen für die weltumspannende Schifffahrt. In seiner Rede wies IMO-Sprecher Lee Adamson auf die Notwendigkeit internationaler Regelwerke hin, die für alle Schiffe gleichermaßen gelten und keine Marktverzerrungen durch Kompromisse oder nationale Alleingänge zulassen.
 
Einen interessanten Perspektivwechsel unternahm Michel van Roozendaal, President bei MacGregor, einer Tochterfirma des finnischen Zulieferers Cargotec. Die Produktpalette von MacGregor umfasst die Ausrüstung für RoRo-Schiffe und Häfen sowie Lösungen für Ladungssicherung, Schüttgut-Verladung für Schiffe und Terminals, Offshore- und maritime Logistik. Aus Sicht eines internationalen Konzerns bewertete van Roozendaal die aktuelle Situation in der Schifffahrt. Er wies darauf hin, wie wichtig Konkurrenzfähigkeit und Flexibilität im immer intensiveren globalen Wettbewerb sind, und lobte ausdrücklich die deutsche Industrie für ihre innovativen und maßgeschneiderten Lösungen. Mit dem Schwerpunkt Digitalisierung betone die SMM erneut ihre Technologieführerschaft, so van Roozendaal.
 
Perfekter Appetizer für die Messe
„Die hochkarätige Besetzung auf dem Podium heute unterstreicht einmal mehr die besondere Bedeutung der SMM für die Branche“, sagt Hamburg Messe-Chef Aufderheide. „Diese Messe ist Ideen- und Impulsgeber der maritimen Wirtschaft und die ideale Plattform für Austausch, Inspiration und ganz konkrete Vertragsabschlüsse – und damit ein positives Signal für die Zukunft der Branche.  Heute ist klar geworden, dass sich die Schifffahrt ambitionierte Ziele setzen muss, um die Zukunft zu meistern. Die Branche war immer dann stark, wenn sie an einem Strang gezogen und auf Innovationen gesetzt hat. Bei der SMM 2016 wird dieser Geist deutlich zu spüren sein“, so Aufderheide.
 
Innovative Konferenzen
In drei Monaten öffnet die SMM 2016 ihre Tore: Begleitet wird die Innovationsschau erneut von einem hochkarätigen Rahmenprogramm. Das Thema Digitalisierung zieht sich hierbei durch das gesamte Angebot. Am 5. September, dem Vortag der SMM Eröffnung, diskutieren Software-Experten und Manager führender Hersteller von Antriebstechnologien im Rahmen der neuen Konferenz „Maritime Future Summit“ über die Auswirkung von „Smart Shipping“ und „Big Data“ auf die Schifffahrt von morgen.
 
Beim „gmec – global maritime environmental congress“ (6. September) dreht sich alles um Green Shipping und Effizenz. Das Thema maritime Verteidigung & Sicherheit steht bei der „MS&D – international conference on maritime security and defence“ (7. September) im Mittelpunkt. Beim „Offshore Dialogue“ (8. September) diskutieren namhafte Experten die Relevanz des „Human Factor“ mit den Schwerpunkten Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. Der „Maritime Career Market“ (9. September), die ideale Plattform zur Vermittlung von Jobs sowie zur Präsentation von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der maritimen Branche, rundet als eigen-ständige Veranstaltung das Angebot ab. Weitere Informationen in der neuen Konferenzbroschüre: www.smm-hamburg.com/conference-brochure.
 
Neue digitale Themenrouten
Für die Besucher der SMM hat die Messeleitung in diesem Jahr einen besonderen Service parat: Um die Orientierung in den Hallen zu erleichtern, wurde das Austellerangebot in verschiedene Messerouten aufgeteilt. Ob „Job Route“, „Digital Route“, „Green Route“ oder „Security Route“ – ab August 2016 sind die Leitsysteme im Produktverzeichnis online sowie in der SMM App ersichtlich. Weitere Informationen unter:www.smm-hamburg.com/die-messe/messerouten.

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Über die SMM

Die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft findet alle zwei Jahre in Hamburg statt. Mehr als 2.100 Aussteller und über 50.000 Besucher aus aller Welt werden vom 6. bis 9. September 2016 in der Hansestadt erwartet. Die SMM deckt alle Glieder der Wertschöpfungskette der maritimen Wirtschaft ab, bringt Entscheider aus allen Teilen der Welt zusammen und ist die Plattform für Innovationen. Weitere Informationen unter: www.smm-hamburg.com.

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