• 03. Dezember 2018
  • 11:30
  • Schifffahrt

Vierter Hafenabend in Dortmund: Dortmunder und Hamburger Hafen bringen Logistik-Verantwortliche ins Gespräch

Die Zusammenarbeit zwischen Logistik-Verantwortlichen aus Dortmund und der Metropolregion Hamburg zu vertiefen, war das Ziel des vierten „Dortmunder Hafenabends“, der unter dem Titel „Buten und Binnen – Logistik braucht kurze Wege“ am Donnerstag im Dortmunder U stattfand. Der Einladung der Dortmunder Hafen AG und Hafen Hamburg Marketing e.V. folgten rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
 

„Logistik braucht kurze Wege, nicht nur im Sinne einer optimalen Verkehrsinfrastruktur, sondern auch hinsichtlich persönlicher Kontakte“, stellte Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG, in seiner Begrüßung heraus. Durch Impulsvorträge von Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der Hamburg Hafen und Logistik AG sowie Thomas Westphal, Geschäftsführer der Dortmunder Wirtschaftsförderung, erhielten die Gäste einen Überblick über neue Entwicklungen an den beiden Hafenstandorten. „Die hervorragende Anbindung des Hamburger Hafens an das europäische Hinterland über die Schiene ist ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil“, sagte Titzrath. „Insbesondere vor dem Hintergrund der Forderung, mehr Güter auf der Schiene zu transportieren, bietet Europas größter Seehafenbahnhof sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht überzeugende Argumente.“ Westphal betonte die Bedeutung Dortmunds für Arbeitnehmer, die die Stadt durch ihre Wandlung vom Industrie- zum Logistikstandort vollzogen hat.
 

Der Hamburger Hafen übernimmt für den seeseitigen Außenhandel Nordrhein-Westfalens eine wichtige Drehscheibenfunktion. Pro Jahr werden allein im Containertransport rund 500.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen. Die Warenströme zwischen NRW und Hamburg nehmen zum großen Teil noch den Weg über die Straße mit dem Lkw. Bei den Containertransporten liegt der Lkw-Anteil bei 81 Prozent. Auf der Schiene werden rund 17 Prozent und per Binnenschiff zwei Prozent der Container zwischen NRW und Hamburg transportiert. Entlastung der vorhandenen Infrastruktur ist daher das Ziel der nach knapp einem Jahr abgeschlossenen ersten Phase des Kooperationsprojekts „Hamburg-NRWplus“. Dabei suchten Hafen Hamburg Marketing e.V., das sich im Auftrag der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation beteiligte, und PLANCO Consulting GmbH, das sich im Auftrag des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen engagierte, gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft nach neuen Wegen für eine stärkere Nutzung von Eisenbahn und Binnenschiff. Das Projekt wurde erst vor wenigen Wochen erfolgreich abgeschlossen und soll aufgrund der vielen wertvollen Erkenntnisse, die gewonnen wurden, fortgesetzt werden.


 

„Wir finden es richtig, dass die Regierungen von NRW und Hamburg eine Fortsetzung des Projekts beabsichtigen“, so Axel Mattern, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing e.V. „Die bisherige Arbeit hat bereits viele substantielle Ansätze gefunden, um Verkehre auf die Schiene zu verlagern. Es ist daher sinnvoll, auf dieser erfolgversprechenden Basis aufzubauen mit dem Ziel, konkrete Veränderungen herbeizuführen.“


 

Den Hamburger Hafen als Deutschlands größter Seehafen und den Dortmunder Hafen als Europas größter Kanalhafen verbindet seit Jahren eine enge Zusammenarbeit, die unter anderem durch eine Repräsentanz von Hafen Hamburg Marketing e.V. im Gebäude der Dortmunder Hafen AG zum Ausdruck kommt.

Pressekontakt

  • Bengt van Beuningen

    Bengt van Beuningen

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