• 01. Juni 2017
  • 11:56
  • Hinterland

Ungarns Tor zur Welt liegt an der Elbe

Hafen Hamburg Vertretung in Budapest feiert 25-jähriges Jubiläum.

Einmal im Jahr trifft sich die ungarische Verkehrsbranche auf Einladung der Hafen Hamburg Repräsentanz in Budapest zum traditionellen Hafenabend. In diesem Jahr gab es am 30. Mai einen ganz besonderen Anlass zu feiern. Gemeinsam mit zahlreichen Vertretern der Hamburger Hafenwirtschaft gratulierten mehr als 230 Gäste zum 25-jährigen Jubiläum der Hafen Hamburg Repräsentanz in Budapest. Krisztina Kovács, Leiterin der Ungarn-Vertretung von Hafen Hamburg Marketing, freute sich über die vielen Glückwünsche der zahlreichen Gäste zum Jubiläum der Hafenrepräsentanz. In ihrer Begrüßungsansprache bedankte sie sich für die erfolgreiche und gute langjährige Zusammenarbeit, die ungarische Spediteure und Verlader so eng mit dem Hamburger Hafen verbindet. Den passenden Veranstaltungsrahmen bot wie in den Vorjahren das Restaurant Hemingway im Zentrum von Budapest. Unter den Gästen befanden sich unter anderem auch Tino Klemm, Mitglied der Geschäftsleitung der Hamburg Port Authority, Birgit Wünsche, Vertreterin der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft Budapest, sowie der Hamburg Ambassador in Budapest, Nils Blunck. Die gute Jubiläumsstimmung übertrug sich auf die Gäste, die einen unterhaltsamen Abend mit vielen bekannten und neuen Teilnehmern bei angeregten Gesprächen erlebten.

„Die Eröffnung der Hafen Hamburg Repräsentanz am 1. August 1992 in Budapest fiel in eine besondere Zeit, die durch einen tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Umbruch gekennzeichnet war. Unsere Hafenrepräsentanz in Budapest kam zum richtigen Zeitpunkt. Die Staaten in Osteuropa mussten sich auf den Weltmärkten neu orientieren. Vor diesem Hintergrund konnten wir Hamburg erfolgreich als östlichsten Hub-Port der Nordrange für die ungarische Wirtschaft positionieren und zunehmend seeseitgen Außenhandel via Hamburg generieren”, erläuterte Krisztina Kovács. Die ungarische Wirtschaft bewegte sich in dieser Zeit mit ihrer Überseeladung weg von den Adriahäfen verstärkt in Richtung Nordhäfen. Die hervorragende verkehrsgeografische Lage Ungarns förderte dabei die schnelle Entwicklung des Landes als zentrale Transport- und Logistikdrehscheibe in Osteuropa. Ungarn nahm die Position einer Schnittstelle zwischen den Ländern Mittel-, Süd- und Osteuropas ein.
 
Zwischen Ungarn und der Freien und Hansestadt Hamburg bestehen seit Jahrhunderten sehr enge Wirtschaftsbeziehungen. Für den seeseitigen Außenhandel Ungarns ist der Hamburger Hafen – nach Koper – der zweitwichtigste Überseehafen. Die durch Ungarn verlaufenden, internationalen Verkehrskorridore in West/Ost- und Nord/Süd-Richtung sowie die Entwicklung zum bevorzugten Fertigungsstandort multinationaler Unternehmen der Auto- und Elektronikindustrie sorgen für ein ausgeprägtes Exportvolumen. Die über Hamburg angebotenen Liniendienste in alle Welt und die hohe Abfertigungsqualität im Hafen unterstreichen die sehr gute Position der Hansestadt im Wettbewerb. Allein im vergangenen Jahr wurden über den Hamburger Hafen etwa 84.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) mit Ursprung oder Ziel Ungarn verladen. Das entspricht einem Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
 
Der bedeutendste Verkehrsträger für ungarische Im- und Exporte ist die Eisenbahn. Über 85 Prozent der in Hamburg umgeschlagenen Güter werden von und nach Ungarn auf der Schiene transportiert. Bei der containerisierten Ladung liegt der Anteil der Schiene im Modal Split sogar bei über 90 Prozent. Zwischen dem Hamburger Hafen und den ungarischen Terminals in Budapest verkehren wöchentlich 22 Containerganzzüge. Zusätzlich bestehen Containerzugverbindungen zwischen Hamburg und den slowakischen Städten Dunajská Streda und Košice, über die Container per Bahn und Lkw weiter von und nach allen Zielorten in Ungarn transportiert werden. Auch über die österreichische Hauptstadt Wien werden Teile Westungarns von Hamburg aus in beiden Richtungen bedient. Führende Anbieter dieser Containerzugverbindungen sind die HHLA-Tochter Metrans und Eurogate Intermodal/BoxXpress.

Die Mitarbeiter der Hafen Hamburg Repräsentanz haben in den 25 Jahren seit Bestehen kontinuierlich den ungarischen Markt bearbeitet und dabei viele Informationsveranstaltungen besucht und selbst organisiert. Kovács: „Im Vordergrund unserer täglichen Arbeit steht die Information über die vielfältigen Leistungsangebote, Liniendienste und Hinterlandanbindungen des Hamburger Hafens. Wir unterstützen den Logistiknachwuchs der maritimen Wirtschaft und des ungarischen Außenhandels unter anderem durch Informationsmaterial für die Ausbildung und durch jährlich angebotene Studienreisen mit Ziel Hamburger Hafen und Metropolregion Hamburg.“ Die Hafen Hamburg Repräsentanz ist Mitglied der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer sowie des Verbands der Ungarischen Spediteure.
 

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