• 23. April 2018
  • 14:50
  • Hinterland

Über 16,5 Millionen Euro für Lärmschutz in Niedersachsen und Schleswig-Holstein investiert

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ wurden in Niedersachsen im Jahr 2017 rund 15 Millionen Euro und in Schleswig-Holstein im gleichen Zeitraum rund 1,5 Million Euro für aktive und passive Schallschutzmaßnahmen investiert. Die Bahn baute in Niedersachsen insgesamt 6,7 Kilometer Schallschutzwände, der Schwerpunkt der Baumaßnahmen lag dabei in Verden/Langwedel und Lübberstedt/Hambergen. 2018 liegt der Fokus auf Cuxhaven, Axstedt und Langwedel. In Schleswig-Holstein beträgt die Länge der Schallschutzwände insgesamt tausend Meter, wobei dort der Schwerpunkt der Maßnahmen in der Hansestadt Lübeck liegt. 2018 wird der Fokus auf Kellinghusen, Padenstedt und Westerhorn liegen.

In Niedersachsen wurde seit 2001 eine Gesamtstreckenlänge von 471 Kilometern vollständig lärmsaniert. Dafür haben Bund und Deutsche Bahn über 197,9 Millionen Euro bereitgestellt. Im gleichen Zeitraum wurden in Schleswig-Holstein insgesamt 64 Kilometern saniert. Bund und Deutsche Bahn stellten hier 31 Millionen Euro bereit.
 
Das übergeordnete Ziel: Halbierung des Schienenverkehrslärms bis 2020

Die Schallschutzmaßnahmen an den Strecken und die Umrüstung der Güterwagen auf leise Bremssohlen sind die zwei zentralen Bausteine, um den Schienenverkehrslärm bis 2020 zu halbieren. Bei der Umrüstung der Güterwagen hat die Deutsche Bahn ihre Aktivitäten nochmals verstärkt. Zum Jahresende fuhren insgesamt rund 40.000 Güterwagen der Deutschen Bahn leiser durch Deutschland. In den Werkstätten von DB Cargo wurden weitere 7.000 Wagen auf leise Verbundstoffsohlen umgerüstet. Damit rollen mittlerweile rund zwei Drittel der Flotte auf leisen Sohlen. In diesem Jahr werden über 10.000 weitere leise Wagen hinzukommen. Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt und Lärmschutzbeauftragter der DB: „Wir wollen einen leisen Schienenverkehr und Anwohner an Bahnstrecken nachhaltig vor Lärm schützen. Eine Grundvoraussetzung, um mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern. Das spart schädliches CO2 ein und ist ein Beitrag zum Klimaschutz.“

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn über 1,3 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von knapp 1.700 Kilometer Schienenstrecke und 58.400 Wohneinheiten investiert. Etwa 700 Kilometer Schallschutzwände wurden errichtet. Auch in diesem Jahr werden weitere rund 100 Kilometer Strecke Schallschutz erhalten. 

Weitere Informationen zum Thema Lärmschutz sind im Internet abrufbar unter: www.deutschebahn.com/laermschutz

Pressekontakt

Deutsche Bahn AG

Oliver Schumacher
oliver.schumacher@deutschebahn.com
+49 (0) 30 297-61480

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