20. April 201611:38Schifffahrt

Türkische Reederei ARKAS nimmt Fahrt auf Hamburg

Am 20. April wird im Hamburger Hafen erstmals ein Schiff der türkischen Reederei ARKAS erwartet. Die WANDA A wird im West Africa Express Service (WAX) von ARKAS und Hapag-Lloyd eingesetzt und am HHLA Container Terminal Altenwerder abgefertigt. Seit Dezember hatte ARKAS bereits Stellplätze auf dem WAX bei Hapag-Lloyd gebucht. Die Nachfrage läuft so gut, dass jetzt mit der WANDA A von ARKAS ein eigenes Schiff mit in den Dienst genommen wird.

Der wöchentlich verkehrende Liniendienst führt von Hamburg nach Algeciras, Dakar, Lagos/Apapa, Tema, Abidjan, Tangier und über Antwerpen zurück nach Hamburg. Darüber hinaus bietet ARKAS auch Verbindungen von Hamburg nach Tincan Island (Nigeria), Casablanca und weitere nordafrikanische Häfen per Transhipment ab Algeciras. Hapag-Lloyd beschäftigt in dem Dienst fünf 1.700 TEU Schiffe. Mit der WANDA A kommt erstmals zusätzlich ein Schiff des Slotpartners ARKAS im WAX zum Einsatz, sodass ab sofort sechs Schiffe in dem Dienst verkehren. Die Vertretung von ARKAS in Deutschland übernimmt die Schifffahrtsagentur Peter W. Lampke (PWL).

Die WANDA A ist 178 Meter lang, 24,5 Meter breit, kann 1.604 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) laden und kommt maximal auf einen Tiefgang von 9 Meter. An Bord sind drei Liebherr SWL Kräne für Ladung bis zu 45 Tonnen installiert, sodass neben Containern und Reefer Ladung auch Out of Gauge Ladung verladen und transportiert werden kann.

Insgesamt entwickeln sich die Containerverkehre zwischen Hamburg und dem afrikanischen Kontinent in den letzten Jahren sehr erfreulich: Seit 2009 haben sich die transportierten Mengen mehr als verdoppelt und kamen 2015 auf ein Ergebnis von 330.000 TEU. Die treibende Kraft war dabei vor allem der Nordafrikaverkehr. Über die Hälfte der Im- und Exporte Afrikas von und nach Hamburg werden über nordafrikanische Häfen abgewickelt. Mit der Westküste Afrikas wurden im Jahr 2015 über Hamburg 59.000 TEU bewegt. Das sind 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist allerdings vor allem auf weniger Leercontainer-Transporte zurückzuführen, die Mengen der beladenen Container blieben stabil.
 

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