• 10. Mai 2020
  • 07:37
  • Wirtschaft

Tschechische Republik blickt zuversichtlich in die Zukunft

Angesichts neuer Lockerungen durch die tschechische Regierung berichtet Vladimir Dobos, Leiter der Hafen Hamburg Repräsentanz in Prag über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19.

Die Tschechische Republik nimmt zum 11. Mai wieder den grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehr auf, der ab dem 14. März eingestellt worden war. Seit dem 24. April sind die Grenzen für Staatsbürger bereits wieder geöffnet. Allerdings wird bei der Einreise weiterhin ein negativer Corona-Test gefordert, der nicht älter als vier Tage sein darf. Andernfalls müssen die Rückkehrer für zwei Wochen in Quarantäne. Personen aus dem Ausland dürfen nur aus beruflichen Gründen und maximal für drei Tage nach Tschechien kommen, sofern auch sie ein negatives Testergebnis vorweisen.

Nach Meinung des tschechischen Außenministers sollten die Grenzen des Landes zu den Nachbarstaaten ab Anfang Juli wieder ganz geöffnet sein. Am weitesten fortgeschritten seien hier Verhandlungen mit Österreich und der Slowakei. Die Einreise nach Deutschland werde davon anhängen, wie die sich die dortige Ausbreitung des Coronavirus weiterentwickelt. Des Weiteren bestehe die Möglichkeit, nach Bulgarien, Ungarn oder in die baltischen Staaten zu reisen. Dies werde der Fall sein, wenn sich die Ausbreitung des Virus in diesen Ländern weiter so günstig entwickle wie in Tschechien. Im August könnten die tschechischen Staatsbürger nicht nur nach Kroatien, Slowenien und Griechenland reisen, sondern auch außereuropäische Ziele anpeilen wie beispielsweise Kanada, Australien und Japan. Reisen außerhalb des Kontinents seien indes daran gekoppelt, dass auch der internationale Flugverkehr wieder aufgenommen wird.

In der Zeit der Coronavirus-Pandemie und der Maßnahmen gegen ihre Ausbreitung ist der Wechselkurs der tschechischen Währung gegenüber dem Euro und dem Dollar relativ stark gefallen. Seit Mitte März hat sie bei einem Kurs von 27,15 Kronen zu einem Euro 6 Prozent zur europäischen und mit 25,01 Kronen zum US-Dollar sogar 10,7 Prozent zur amerikanischen Währung an Wert eingebüßt.
 

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  • Bengt van Beuningen

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