• 13. Februar 2019
  • 16:19
  • Hinterland

Sperrung der Schleuse Henrichenburg: Dortmunder Hafenchef fordert dauerhafte Funktionsfähigkeit der Anlage

Dem Dortmunder Hafen stehen in 2019 und 2020 schmerzhafte Sperrungen der Schleuse Henrichenburg bevor. Auf Einladung der Dortmunder Hafen AG und des Vereins Dortmunder Hafenanlieger e.V. stellte sich Volker Schlüter, kommissarischer Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich im Alten Hafenamt den Fragen von Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG sowie weiteren Unternehmensvertretern. Dabei räumte Volker Schlüter ein, dass die Kommunikation zur Schleusensperrung schlecht verlaufen sei und er den entstandenen Vertrauensverlust bedauere.
 
Seien die Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen, könnte der Dortmunder Hafen wieder mit einer funktionsfähigen Schleuse Henrichenburg planen. Zusätzliche Sicherheit ließe sich mit dem Bau einer zweiten Schleusenkammer erreichen, so Volker Schlüter. Wie die Unternehmensvertreter auf der Veranstaltung zum Ausdruck brachten, sei für eine solche Stärkung der Wasserwege allerdings ein klares Bekenntnis von Entscheidungsträgern aus Bund, Land und Kommune geboten.
 
Die Sperrung der Schleuse wird laut Ankündigung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich vom 15. Juni bis zum 31. Juli 2019 erfolgen. Zwischen dem 1. August und Ende November findet anschließend ein Notbetrieb für ca. 8 bis 10 Stunden täglich statt. Zwischen dem 9. Mai und 19. Juni 2020 erfolgt dann erneut eine Sperrung, um die Instandsetzungsarbeiten abzuschließen.
 
Schlüter erläuterte detailliert die Erfordernisse der Instandsetzungsarbeiten, die in 2019 unter anderem die Erneuerung der Schleusensteuerung vorsähen. Bei der konkreten Ausgestaltung von Notschleusungen kündigte er an, die betroffenen Unternehmen einbinden zu wollen. Als vertrauensbildende Maßnahme zwischen dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich und den Hafenanliegern im Dortmunder Hafen forderten die Dortmunder Vertreter unter anderem eine Besichtigung der Baumaßnahmen ein.
 
Uwe Büscher unterstrich als Vorstand der Dortmunder Hafen AG, im Interesse der Unternehmen um jede Sekunde Schleusenzeit zu kämpfen. „Wir fordern eine dauerhaft und vollumfassend funktionsfähige Schleuse“, betonte Büscher und warb für ein breites Bündnis zur Modernisierung der für den Dortmunder Hafen so wichtigen Infrastruktur des Bundes.
 
Den Dortmunder Hafen fahren jährlich etwa 2.200 Schiffe an. Dabei schlagen sie rund 2,5 Millionen Tonnen Güter um und entlasten den stetig wachsenden Verkehr auf Straßen und Autobahnen. Um per Schiff in den Dortmunder Hafen zu gelangen, muss vorab die Schleuse Henrichenburg passiert werden. Diese wird von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben und unterhalten.
 
 

Pressekontakt

Pascal Frai
Dortmunder Hafen AG
Tel. 02 31.98 39 - 682
www.dortmunder-hafen.de
 

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