14. September 201618:00Hinterland

Spatenstich zweites östliches Umfahrungsgleis Maschen

Heute gaben Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand Großprojekte DB Netz AG, mit einem ersten Spatenstich den Startschuss für die Bauarbeiten einer Lärmschutzwand. Diese Lärmschutzwand ist Bestandteil der Baumaßnahme „Zweites östliches Umfahrungsgleis Maschen“.

Die Bahnstrecke zwischen dem Rangierbahnhof Maschen und Hamburg-Harburg ist eine der wichtigsten Verbindungen für die Hamburger Seehäfen. Als Bestandteil des Korridors „Skandinavien–Mittelmeer“ spielt sie eine bedeutende Rolle im wachsenden Seehafenhinterlandverkehr vom und zum Hamburger Hafen.

Um Engpässe im Bereich des Eisenbahnknoten Hamburg zu beseitigen, wurden mehrere Infrastrukturmaßnahmen beschlossen. Ziel ist die Steigerung der Streckenkapazität für Güterzüge.

Dafür wird ein zweites östliches Umfahrungsgleis für Güterzüge der Fahrtrichtung Süd/Nord, vorzugsweise aus Richtung Buchholz/Jesteburg, gebaut. Die Umsetzung beginnt nun mit der Lärmschutzwand West. Ab März 2017 erfolgt der Bau des Umfahrungsgleises sowie der Lärmschutzwand Ost. Die Inbetriebnahme der Gesamtmaßnahme ist für Dezember 2018 geplant.

Im Rahmen dieser Baumaßnahme werden rund 3,5 Kilometer Gleis und
sieben Weichen sowie zwei Eisenbahnüberführungen (Bereich Deichstraße und Fluss Seeve) erneuert. Die bis zu fünf Meter hohen Lärmschutzwände werden auf einer Länge von insgesamt drei Kilometern zum Schutz der Ortsteile in Hörsten und Maschen gebaut. Ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden zum einen im Gebiet der unteren Seeveniederung, nördlich des Rangierbahnhofes, als auch im südlichen Teil des Landkreises Harburg, realisiert.

Enak Ferlemann sagte: „Die Maßnahme Maschen ist Teil unseres Seehafenhinterlandprogramms II, mit dem wir Engpässe im Schienennetz beseitigen und mehr Güter auf die Schiene verlagert werden. Der Bund investiert hier mehr als 30 Millionen Euro. Durch das zusätzliche Umfahrungsgleis erhöhen wir in einem viel befahrenen Eisenbahnknoten in Norddeutschland die Kapazität und verbessern den Betrieb. Umfangreicher Lärmschutz entlastet dabei die Anwohnerinnen und Anwohner der Bahnstrecke.“

Prof. Dr. Dirk Rompf ergänzte: „Die Bahnstrecke zwischen dem Rangierbahnhof Maschen und Hamburg-Harburg ist eine der wichtigsten Verbindungen für die Hamburger Seehäfen. Damit die Bahn auch in Zukunft als attraktiver, leistungsfähiger und qualitativ hochwertiger Verkehrsträger bestehen kann, muss zum einen das bestehende Streckennetz laufend modernisiert werden. Zum anderen ist es jedoch unabdingbar, gerade im Bereich der Häfen und deren Zulaufstrecken durch Neu- und Ausbaumaßnahmen Engpässe zu beseitigen und die Kapazitäten weiter auszubauen. Mit der Umfahrung Maschen leisten wir einen Beitrag dazu.“

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