05. September 201616:49Unterhaltung

SMM 2016: Das Who’s who der maritimen Wirtschaft trifft sich ab morgen in Hamburg

Weltleitmesse mit mehr als 2.200 Ausstellern aus 66 Ländern - Digitalisierung und alternative Antriebstechnik Schwerpunktthemen - Erstmals wieder Iran mit Ausstellern und Delegation vertreten - Neuer Rekord: Zwei Drittel der ausstellenden Unternehmen kommen aus dem Ausland - Erfolgreiche Erweiterung: Zusätzliche Halle zum Thema umweltfreundliche Antriebe mit 3.500 m2 Fläche ausgebucht

Die Leitmesse hat ein Leitmotiv: Die Digitalisierung der Schifffahrt ist Schwerpunktthema auf der diesjährigen SMM. Smart Shipping, also die umfassende Vernetzung und intelligente Nutzung von Daten zur Effizienzsteigerung, bestimmt das Geschehen in den Ausstellungshallen und die Diskussionen der Experten. „Digitalisierung ist ein Schlüsselfaktor für die Zukunftsfähigkeit der Branche“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress.

Mit dem Maritime Future Summit findet zur SMM 2016 erstmals eine eigene Konferenz zum Thema Digitalisierung und Smart Shipping statt. Digitalisierung ist auch Schwerpunkt in den drei weiteren Konferenzen der SMM zu den Themen Umweltschutz, Maritime Sicherheit und Verteidigung  und Offshore. Zudem können sich die SMM-Besucher mit Hilfe der „Digital Route“ zu Digitalisierungsangeboten der Aussteller leiten lassen.

Mehr als 2.200 Aussteller aus 66 Ländern, 93.000 m² Ausstellungsfläche, rund 50.000 erwartete Fachbesucher – die SMM hält trotz Schiffbaukrise Kurs. „Besonders freuen wir uns, dass wir den Anteil der ausländischen Aussteller noch einmal steigern konnten“, so Aufderheide. Mehr als zwei Drittel der ausstellenden Unternehmen haben ihren Sitz im Ausland. Zahlreiche Länder bündeln in Nationenpavillons ihr maritimes Know-how – in diesem Jahr nutzen etwa der Iran, Malaysia, Indien und Griechenland erstmals diese Möglichkeit.

Mit der neuen Halle A5, die alternative und umweltfreundliche Antriebstechnik bündelt, wurde zur SMM 2016 eine zusätzliche Fläche von 3.500 m² geschaffen. „Mit der neuen Ausstellungsfläche setzt die SMM in diesem Jahr einen zusätzlichen Akzent“, sagt Aufderheide. Die neue Halle A5 ist seit Wochen ausgebucht.

Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Maritimer Koordinator der Bundesregierung, würdigte bei der Auftaktpressekonferenz zur SMM die Bedeutung des Segments für den Standort Deutschland: „Die Unternehmen der deutschen Schiffbau- und Zulieferindustrie genießen weltweit einen exzellenten Ruf. Sie stehen für Innovationskraft und Ingenieurskunst. Wir unterstützen die Branche, diese Stärken zu erhalten und auszubauen.“

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seien neue Ideen gefragt, bekräftigte Thomas Rehder, Inhaber der Reederei Carsten Reeder: „Wer mit seiner Flotte wettbewerbsfähig bleiben will, muss an allen Effizienzschrauben drehen“, sagte das Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Eine stärkere Nutzung und Vernetzung von Daten zähle dazu ebenso wie alle Maßnahmen, die den Verbrauch von Schiffen und die damit verbundenen Emissionen reduziert. „Auf der SMM erhalten die Kunden einen Überblick über die technologische Entwicklung und können auch ganz praktisch die Leistungen verschiedener Anbieter vergleichen“, so Rehder.

Der direkte Kontakt zwischen Herstellern bzw. Dienstleistern und Kunden erlaube es, für spezifische Bedürfnisse maßgeschneiderte Lösungen zu finden, ergänzte Dr.-Ing. Alexander Nürnberg, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Marine Equipment and Systems im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA). „Offshore-Industrie und maritime Wirtschaft sollten nicht tatenlos auf den Aufschwung warten. Durch gemeinsames Handeln lassen sich bereits jetzt vielfältige Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation nutzen“, so Nürnberg, der auch die Entwicklungsabteilung des Schiffbauzulieferers MacGregor leitet. Die SMM könne hier entscheidende Impulse geben.

Die besondere Systemkompetenz der deutschen Industrie hob Dr. Reinhard Lüken,  Hauptgeschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), hervor. „Deutschland verfügt sowohl über viele Hundert hochspezialisierte maritime Unternehmen von Weltrang als auch über erstklassige Fähigkeiten zur komplexen Systemintegration. Mit der digitalen Revolution werden diese Erfolgsgrundlagen noch wichtiger. Deshalb genießen im VSM die maritime Innovationsoffensive sowie exzellente Ausbildung höchste Priorität“, so Lüken. Mehr denn je sei die SMM Inspiration und Chance für die maritime Wirtschaft. 

 

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