• 12. Februar 2020
  • 11:23
  • Hinterland

Rekordjahr für die Oberelbe-Häfen: Verlässlicher Partner mit trimodalen Logistikangeboten für die sächsische Wirtschaft

Der Hafenverbund der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) kann auf das bisher beste Umschlagergebnis seit 1990 zurückblicken: Insgesamt wurden 3,06 Millionen Tonnen Güter in den Häfen umgeschlagen – das sind 16 % mehr gegenüber dem Vorjahr. Dank vielfältiger trimodaler Logistikangebote aus einer Hand konnten die Auswirkungen des zweiten langanhaltenden Elbe-Niedrigwasserjahres in Folge für die Anlieger und den Hafenbetreiber begrenzt werden. Damit bleibt der Hafenverbund trotz widriger Schifffahrtsbedingungen auf Erfolgskurs. Zum SBO-Hafenverbund gehören die Binnenhäfen in Dresden, Riesa, Torgau, Mühlberg, Decin, Lovosice und Dessau-Roßlau.
Auch wirtschaftlich wird es auf eines der besten Geschäftsjahre des Hafenverbundes hinauslaufen. Hier verzeichnet die Hafengruppe ein deutliches Wachstum und entwickelt sich immer mehr zu einem Knotenpunkt für logistische Dienstleistungen an den einzelnen Standorten. Ziel ist es, die Entwicklung der Infrastrukturen als Basis für die zukünftigen Herausforderungen bei der Verkehrsverlagerung zu schaffen und gleichzeitig die effektive Nutzung vorhandener Infrastrukturen sowie die Verbesserung logistischer Abläufe für Anlieger und Nutzer sicher zu stellen.

Die drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau (SBO GmbH) erzielten mit 2,31 Millionen Tonnen Güterumschlag das beste Ergebnis seit 1990. Das entspricht einer Steigerung von fast 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Der niedrigwasserbedingte Rückgang im Schiffsumschlag (-17,55 %) konnte durch eine Verlagerung der Güter auf die Bahn vollumfänglich kompensiert werden (+17,66%).

Beim Containerumschlag im Hafen Riesa wurde zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. 2019 wurden insgesamt 44.343 TEU (Containereinheiten) umgeschlagen – ein Plus von 802 TEU (+1,84 %) gegenüber 2018. Das entspricht dem besten Ergebnis seit Bestehen des Containerterminals. Die Container werden zweimal wöchentlich per Binnenschiff und fünfmal wöchentlich mit der Ganzzugverbindung AlbatrosExpress zwischen Riesa und Hamburg/Bremerhaven im Nachtsprung transportiert. Grundlage für die positive Entwicklung des Containerumschlages im Hafen Riesa ist das Anbieten von ganzheitlichen logistischen Lösungen für die angesiedelten Unternehmen und Kunden. In der temperaturgeführten Containerservicehalle werden „Leistungen rund um den Container“ angeboten. Das Portfolio reicht von Reparaturen, Reinigungen, Be-/Entlabelung und Sonderbau von Containern über den Einbau von Inlets, Spezial- und Sondereinbauten bis hin zu Containerstauen und Kommissionierung sowie dem Handel und Verkauf von Containern.

Eine Steigerung von 13 % konnte der Hafenverbund beim Güterverkehr per Eisenbahn verzeichnen. Mit insgesamt 911.600 Tonnen transportierter Waren auf dem Schienenweg wurde auch in diesem Segment ein Rekordergebnis erreicht. Besonders die Häfen Dresden (+49 %), Riesa (+6,4 %), Decin (+32,6 %) und Lovosice (+31,9 %) konnten kräftig zulegen. Per Eisenbahn wurden vor allem Container, Schrott, Düngemittel, Getreide und Sojaschrot transportiert.

Seit Anfang Mai 2019 hatten die Oberelbe-Häfen mit den sehr niedrigen Wasserständen der Elbe zu kämpfen, die zu einer fünfmonatigen Einstellung der Binnenschifffahrt führten. Nach einer kurzen Erholung im Oktober 2019 sanken die Wasserstände erneut auf sehr niedriges Niveau, sodass die Binnenschifffahrt bis Ende Januar 2020 wiederum zum Erliegen kam. Insgesamt sank der Güterumschlag per Binnenschiff in den Oberelbe-Häfen um 15 % auf 129.000 Tonnen. Zu den per Binnenschiff transportierten Gütern gehörten Container, Getreide, Sojaschrot, Düngemittel, Schrott und Projektladungen.

Im Hafen Lovosice wurde mit der Inbetriebnahme einer neuen Lagerhalle für landwirtschaftliche Güter ein wichtiger Grundstein für die weitere notwendige Entwicklung an diesem Standort gelegt. Die Anlage ist seit dem ersten Tag zu 100 % ausgelastet und trägt somit zur Stärkung des Standortes und der positiven Entwicklung der tschechischen Häfen bei.

Die Häfen Dresden und Lovosice haben sich bereits seit mehreren Jahren als hervorragende Dienstleistungsstandorte für den Umschlag von Projektladungen etabliert. Das erneute monatelange Elbe-Niedrigwasser im Jahr 2019 hat besonders den Hafen Dresden stark getroffen. Insgesamt wurden ca. 5.000 Tonnen Projektladungen umgeschlagen (-9 %). Niedrigwasserbedingt konnten davon nur ca. 2.400 Tonnen per Binnenschiff transportiert werden.
 

Pressekontakt

Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH
Mandy Hofmann
Tel.: 0351/ 4982-263
E-Mail: mandy.hofmann@binnenhafen-sachsen.de
 
 

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