15. Januar 201415:53

Realisierung des Windparks „Amrumbank West“ über Offshore-Basishafen Cuxhaven begonnen

Nach dem Windpark ist vor dem Windpark: Nach dem Abschluss der Installationsphase für den Windpark „Meerwind Süd | Ost“ wird nunmehr der Aufbau des Parks „Amrumbank West“ über den Offshore-Basishafen Cuxhaven realisiert. Das E.ON-Projekt in der Nordsee wird nach Fertigstellung eine Gesamtleistung von 288 Megawatt erreichen. Dafür werden von Cuxport in den kommenden Monaten die Fundamentstrukturen für 80 Windenergieanlagen in Cuxhaven umgeschlagen, zwischengelagert, sowie über das neue Offshore-Terminal verschifft.

In der vergangenen Woche legte das Installationsschiff „MPI Discovery“ erstmals in Cuxhaven an. Von hier wird das sogenannte Jack-Up-Schiff in den kommenden Monaten immer wieder zum Baufeld des 37 Kilometer nordwestlich von Helgoland gelegenen Offshore-Windparks auslaufen. Insgesamt jeweils 80 Monopiles mit bis zu 670 Tonnen Einzelgewicht und 80 vertikal aufgerichtete Transition Pieces werden von Cuxhaven aus für dieses Projekt verschifft. Im Vorwege wurde das bereits für andere Windparkinstallationen eingesetzte Schiff in Cuxhaven für diese Aufgabe umgerüstet.

Um den Umschlag reibungslos abwickeln zu können, hatte die Hafeninfrastrukturgesellschaft Niedersachsen Ports die Sohle vor der Pier angepasst. Diese verbesserte Befestigung des Bodens vor dem Liegeplatz 8 erlaubt das „Aufjacken“ und somit die Abfertigung von größeren Errichterschiffen, zu denen die „MPI Discovery“ zählt. Diese ist über 140 Meter lang und über 40 Meter breit, verfügt über sechs Hubbeine, die sich während des Umschlags oder des Aufbaus auf hoher See 60 Meter in Richtung Meeresboden ausfahren lassen, sowie einen Bordkran, der Bauteile 100 Meter in die Höhe heben kann.

„Neben Niedersachsen Ports und der Cuxhavener Niederlassung der Bremer Reederei, die für E.ON die Schiffsagentur abwickelt, übernimmt Cuxport in der Projektorganisation die Führungsrolle“, erläutert Roland Schneider, Standortmanager der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven, die bedeutende Rolle des Terminalbetreibers. „Als Logistikdienstleister organisieren wir für den Kunden aus einer Hand vielfältigste Aufgaben, die zum Teil weit über die klassischen Hafentätigkeiten hinaus gehen.“

Cuxport konzipierte so beispielsweise die Pläne für die Lagerlogistik auf dem 2012 fertig gestellten Offshore Terminal, ließ die notwendigen Kranbahnen aufbauen, kümmerte sich um den Aufbau eines Containerdorfes in dem die Projektverantwortlichen ihr vorübergehendes Büro eingerichtet haben und besorgte notwendige Transporteinheiten für den Schwerlasttransport (SPMT), wie auch den 1.000 t. hebenden Raupenkran. Neben der Organisation und der Vorbereitung des Terminals zeichnet Cuxport, die den Auftrag für Cuxhaven akquirierte, auch für den Umschlag der in Cuxhaven ankommenden Bauteile von der Entladung bis hin zur punktgenauen Bereitstellung der Monopiles und Transition Pieces für die Verladung auf die „MPI Discovery“, verantwortlich.

Über HWG

Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven e.V. ist ein Zusammenschluss Cuxhavener Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen mit dem Ziel, den Hafenstandort an der Mündung der Elbe zu vermarkten und weiterentwickeln. Zudem setzt sich die HWG für die Positionierung Cuxhavens als bedeutendsten Hafenstandort für die Offshore-Windenergie in Deutschland ein.

Quelle: www.port-of-cuxhaven.de

 

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