24. April 201419:21

Optimismus im Jubiläumsjahr: Positive Prognosen vom Verein Hamburger Spediteure

130. Mitgliederversammlung des Verein Hamburger Spediteure zieht Bilanz in einem schwierigen Branchenumfeld. Stabile bis steigende Umsatzerwartungen unter den Mitgliedsunternehmen. Geplanter Aufbau von Arbeitsplätzen. Gastvortrag vom Maritimen Koordinator Uwe Beckmeyer. Grußworte durch FIATA-Präsidenten Dr. Francesco Parisi und Hamburgs Senator Detlef Scheele.

Der Verein Hamburger Spediteure e.V. empfängt über 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft zu seiner 130. Ordentlichen Mitgliederversammlung im Hotel Hafen Hamburg. Das runde Jubiläum sowie eine wirtschaftlich stabile Lage der Mitgliedsunternehmen des Verein Hamburger Spediteure geben Anlass für eine positive Stimmung während der Veranstaltung.

Der jährlich unter den 337 Mitgliedsunternehmen erhobene Konjunkturindikator ist das Barometer für die aktuelle Situation unter den Speditionsbetrieben und spiegelt sowohl die Ergebnisse des letzten Jahres als auch deren Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr wider. Fast 35 Prozent der Mitglieder haben im April dieses Jahres an der Befragung teilgenommen. Der Vorsitzer des Vorstands vom Verein Hamburger Spediteure, Johan P. Schryver, zieht das Fazit aus der Umfrage: „Trotz eines schwierigen Marktumfeldes geht es der Spedition im Großen und Ganzen gut.“ Dahinter verbergen sich rund 90 Prozent der Mitglieder, die mit stabilen bis steigenden Umsätzen in diesem Jahr rechnen. Zudem plant jedes vierte Unternehmen Neueinstellungen für 2014. Die Arbeitsplätze in der Speditionsbranche sind sicher. Auch die Zahl der ausbildenden Firmen steigt kontinuierlich an. Aktuell liegt die Ausbildungsquote aller Mitgliedsunternehmen bei neun Prozent. Im Hinblick auf die einzelnen Verkehrssparten innerhalb der Speditionsbranche, verzeichnen die im Landverkehr tätigen Firmen stabile bis geringfügige Mengensteigerungen, während die See- und Luftfrachtspediteure mit steigenden Transportpreisen und Frachtraten rechnen.

Eine dauerhafte Herausforderung für die Hamburger Speditionen bleibt die Thematik der Infrastruktur. So bemängelte Schryver, das gerade im Hamburger Raum die dringend erforderlichen Baumaßnahmen zu lange aufgeschoben werden und letztendlich unzureichend umgesetzt werden. „Einerseits begrüßen wir es außerordentlich, dass endlich Geld in Straße, Schiene und Wasserweg investiert wird, anderseits führt gerade dies zu den bekannten Verkehrsverhältnissen, weil kaum Umgehungsstrecken vorhanden sind“, erklärt der Vorsitzer. Er verweist damit auf die Baustellen der A7 und Köhlbrandbrücke. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die im Landverkehr tätig sind, werden durch sinkende Produktivität langfristig wirtschaftlich bedroht. Schryver wendet sich mit seiner Forderung an den Senat: „Es gilt, zusätzliche Belastungen für die am Verkehr beteiligten Unternehmen abzuwenden. Hamburg läuft Gefahr, seinen Ruf als international zuverlässige Drehscheibe zu verlieren.“

Im internationalen Kontext unterstreicht der Vorsitzer die Notwendigkeit stabiler Frachtraten. Deren vorherrschend niedriges Niveau bringe Reedereien in existenzielle Not und gefährde die für den weltweiten Warenverkehr wichtigen Schiffsverbindungen. „Es liegt überhaupt nicht in unserem Interesse, dass Raten und Konditionen immer weiter sinken. Stabile Raten sind die Grundvoraussetzung für ein kontinuierliches und qualitativ hochwertiges Geschäft“, betont der Speditionsexperte. Positiv hervorgehoben wird der Bau des neuen Luftfrachtterminals am Hamburger Flughafen, das mittelfristig der Hamburger Luftfracht Aufschwung verschaffen wird.

Ehrengast der Veranstaltung ist Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Maritimer Koordinator der Bundesregierung, der mit einem Gastvortrag die Aktivitäten des Verein Hamburger Spediteure würdigt und Stellung zum aktuellen Brachengeschehen bezieht. Als weitere Gäste sprechen Senator Detlef Scheele, Präses der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, und Dr. Francesco Parisi, Präsident der FIATA, ihre Grußworte.

In seiner Funktion als Präsident der Internationalen Föderation der Spediteurorganisationen stellte Parisi den wichtigen Beitrag, den der Verein Hamburger Spediteure zu den Aktivitäten des Weltverbands beisteuert, heraus. Dieser beinhalte sowohl den See-Transport-Bereich als auch juristische Fragestellungen, denen Kurt-Jürgen Schimmelpfeng, Geschäftsführer des Verein Hamburger Spediteure, in seiner Funktion als Mitglied des juristischen FIATA-Beiratskomitees gerecht wird. Parisi weist darüber hinaus auf die Bedeutung einer globalen Herangehensweise für die Lösung von Problemen in der Speditionsbranche hin: „Es herrscht die vorwiegende Tendenz lokale oder nationale Probleme als wichtiger anzusehen. Viele Ziele unseres Gewerbes sind jedoch nur auf globaler Basis erreichbar.“ Dieser Aufgabe nimmt sich die FIATA an. Der Weltverband konzentriert sich dabei auf die drei Bereiche Kooperation mit internationalen Organisationen, internationale Sicherheit in der Spedition und die weltweite Schulung von jungen Spediteuren.

 

Über den Verein Hamburger Spediteure

Der Verein Hamburger Spediteure e.V. (VHSp) wurde bereits 1884 in der Hansestadt gegründet und hat rund 340 Mitglieder. Der VHSp vertritt die Interessen der Hamburger Spediteure auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene gegenüber anderen Wirtschaftsverbänden, der Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Neben einem umfangreichen und vielfältigen Informationsangebot bietet der VHSp seinen Mitgliedern auch Beratungen und regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Als Tarifvertragspartner verhandelt der VHSp als Arbeitgebervertretung mit der zuständigen Gewerkschaft ver.di über Lohn-, Gehalts- und Manteltarifverträge.

Weitere Informationen unter www.vhsp.de.

 

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