• 07. Februar 2020
  • 14:26
  • Umwelt

Ohne LNG keine maritime Energiewende

Die Maritime LNG Plattform begrüßt das Working Paper des International Council on Clean Transportation (ICCT), „The climate implications of using LNG as a marine fuel“ (Januar 2020) als einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeitsdiskussion in der Schifffahrt, weist aber auch darauf hin, dass die Grundannahmen der Untersuchung nicht die aktuellen Entwicklungen widerspiegeln und lehnt die Schlussfolgerungen ab. Stattdessen verweist sie auf ihr Klimaschutzpapier (Juni 2019).

Das Working Paper des International Council on Clean Transportation (ICCT), „The climate implications of using LNG as a marine fuel“ (Januar 2020) analysiert die Treibhausgas(THG)-Emissionen von LNG-betriebenen Verbrennungsmotoren in der internationalen Schifffahrt im Vergleich zu herkömmlich betriebenen Schiffsmotoren (MGO und HFO).

Die Maritime LNG Plattform begrüßt das Working Paper als einen weiteren Beitrag zu der wichtigen Diskussion über den Weg der internationalen Schifffahrt zu mehr Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit.
Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die Grundannahmen der Untersuchung weder den aktuellen technischen Stand der Motorenentwicklung und der damit verbundenen Reduzierung des Methanschlupfs noch die Realitäten des LNG-Marktes widerspiegeln. Auch geht die Untersuchung nur unzureichend auf die zukünftige Bedeutung von synthetisch hergestelltem und damit klimaneutralem Methangas (SNG) ein, das als Beimischung die Klimabilanz von LNG entscheidend verbessern kann.

Somit widerspricht die Maritime LNG Plattform auch der Schlussfolgerung der Verfasser, weitere Investments in eine weltweite LNG-Infrastruktur abzulehnen.

Tessa Rodewaldt, Geschäftsführerin der Maritimen LNG Plattform, stellt klar: „Die maritime Energiewende muss kommen. Den Einstieg kriegen wir aber nur mit der LNG-Technologie hin, die sofort vielfältig eingesetzt werden kann, zunächst noch mit natürlich vorhandenem LNG, aber zunehmend auch mit synthetisch hergestelltem, klimaneutralen LNG. Andere alternative Technologien, wie die Brennstoffzelle, sind wichtig, aber eben noch nicht so weit. Nachhaltiger muss die Schifffahrt allerdings schon heute werden.“

Thorsten Lehmann, Vorsitzender der Maritimen LNG Plattform und Standortleiter MAN Energy Solutions Hamburg, betont: „Heute kann LNG bereits einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, die Hauptvorteile liegen aber in der massiven Reduzierung von Luftschadstoffemissionen und damit in der Verbesserung der Luftqualität für die Menschen, vor allem in Hafenstädten und entlang der Küsten. Zukünftig kann und sollte synthetisches, also klimaneutrales LNG eine wichtige Rolle in einer ambitionierten Klimaschutzpolitik für den maritimen Sektor spielen. Der maritime Sektor in Deutschland kann hier eine Vorreiterrolle übernehmen. Schon in diesem Jahr wird klimaneutrales LNG auf deutschen Schiffen getestet und eingesetzt werden.“ Tessa Rodewaldt ergänzt: „Heute können wir mit Investitionen in die LNG-Infrastruktur die Grundlage dafür schaffen, dass wir zukünftig klimaneutrales LNG als maritimen Kraftstoff nutzen können – und die Schifffahrt ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten kann.“

Die ausführliche Stellungnahme können Sie auf der Website der Maritimen LNG Plattform nachlesen und herunterladen.

Das Positionspapier der Maritimen LNG Plattform zum Klimaschutz finden Sie hier.

Die ICCT-Studie können Sie hier herunterladen.

Pressekontakt

Maritime LNG Plattform
Tessa Rodewaldt
Mobil: +49 176 31128113
E-Mail: rodewaldt@lng-info.de

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