18. März 201414:06

Neuer Shortsea-Dienst zwischen Hamburg, Dänemark und Schweden

Mit der Abfahrt der MV Jessica B. am 15. März vom HHLA Container Terminal Altenwerder startete der neue Shortsea-Dienst „Sweden Denmark Express“ (SDX) der Hamburger Traditionsreederei Hapag-Lloyd, die damit nun insgesamt sechs eigene Shortsea-Verbindungen von Hamburg aus in den Ostsee-Raum bietet und so zusätzliches Umschlagvolumen in ihrem Heimathafen bindet. Von Hamburg aus bedient der SDX die Häfen Kopenhagen, Helsingborg und Aarhus. Ein Rundlauf dauert 7 Tage, sodass die MV Jessica B wöchentliche Abfahrten von allen Häfen aus anbieten kann. Die MV Jessica B. wurde 2000 gebaut, ist 133 Meter lang, 18,94 Meter breit, verfügt über eine Stellplatzkapazität von 660 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) und erreicht voll beladen einen Tiefgang von 7,29 Meter.

Rund 22 Feeder- und Shortseaverbindungen ermöglichen jede Woche seeseitige Transporte zwischen Hamburg und Schweden; rund 13 Mal pro Woche werden Verbindungen nach Dänemark angeboten. Der Hamburger Hafen ist damit eine wichtige Drehscheibe für den Außenhandel Schwedens und Dänemarks. In Hamburg werden große Teile der Ladung umgeladen und über das dichte Liniennetz per Seeschiff in die ganze Welt transportiert.

Die Nachfrage an Transporten zwischen Hamburg und Schweden sowie Dänemark ist im letzten Jahr stark angestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen von Hafen Hamburg Marketing wurden 2013 rund 350.000 TEU von Schweden aus über Hamburg im- und exportiert. Das entspricht einem Wachstum von beachtlichen 24 Prozent. Damit ist Schweden der siebt-wichtigste Handelspartner im seeseitigen Containerverkehr des Hamburger Hafens. Transporte aus und nach Dänemark erreichten mit 188.000 TEU ein Wachstum von 5,5 Prozent.

Schweden importiert über Hamburg überwiegend flüssige Mineralölerzeugnisse, Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs sowie pharmazeutische und parachemische Erzeugnisse. Exportiert werden über Hamburg aus Schweden vor allem flüssige Mineralölerzeugnisse, Papier, Pappe und Waren daraus sowie Roheisen und Stahl.

Die Top-Importgüter Dänemarks über Hamburg sind Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse, flüssige Mineralölerzeugnisse, Getränke sowie Metallerzeugnisse. Im Export sind es überwiegend flüssige Mineralölerzeugnisse, Sekundärrohstoffe, Mal- und Schälmühlenerzeugnisse sowie Nahrungsmittel.

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