16. Februar 201610:20Umwelt

Neue Technologie für saubere Luft im Hafen

Bund fördert Pilotvorhaben


Ein wichtiges Ziel des Hamburger Senats ist es, die Schiffsemissionen während der Liegezeit im Hamburger Hafen deutlich zu senken. Die Nutzung von LNG ist eine Möglichkeit, um Schiffe mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen. Ein richtungsweisendes Pilotprojekt greift diese Idee auf und soll nun in der Praxis im Hafen erprobt werden. Containerschiffe sollen künftig während ihrer Liegezeit mit Strom aus LNG-betriebenen Generatoren versorgt werden. Der Generator befindet sich dabei in einem Spezialcontainer (sog. LNG PowerPac®), der nach dem Festmachen des Containerschiffs an Bord abgesetzt wird und das Bordnetz mit Energie versorgt. So lassen sich die Emissionen gegenüber dem Betrieb der schiffseigenen Hilfsdiesel entscheidend reduzieren. Senator Horch: „Es freut uns sehr, dass mit dem LNG PowerPac® nun ein weiteres Pilotprojekt erstmalig im Hamburger Hafen zum Einsatz kommen wird, mit dem eine Emissionsreduzierung bei Containerschiffen, die den größten Anteil der Schiffsanläufe im Hafen ausmachen, erreicht werden soll. Mit den hier ansässigen Reedereien und Terminalbetreibern bietet Hamburg die besten Voraussetzungen, um das Projekt erfolgreich umzusetzen.“
 
Das LNG PowerPac® wurde vom Hamburger Unternehmen Becker Marine Systems entwickelt und soll im Rahmen eines Pilotvorhabens weltweit erstmalig noch in 2016 im Hamburger Hafen zum Einsatz kommen. Nach der ebenfalls von Becker Marine Systems entwickelten LNG Hybrid Barge, die Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit am Cruise Center HafenCity mit Energie versorgt, ist es dem Unternehmen mit dem LNG PowerPac® nun gelungen, ein weiteres innovatives  Energieversorgungssystem für die Schifffahrt zu schaffen. Der Bund hat für das Projekt Fördermittel in siebenstelliger Höhe im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung bewilligt. 

 

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