15. Februar 201616:10Wirtschaft

Neue Logistikdrehscheibe am Dortmunder Hafen – KV-Anlage offiziell eröffnet

Der Dortmunder Hafen brummt – und das insbesondere beim Containeraufkommen. Das 1989 fertiggestellte und trimodal ausgerichtete Container Terminal Dortmund (CTD) steigert kontinuierlich den Container-Umschlag und stößt schon seit einiger Zeit an seine Kapazitätsgrenzen. Aus diesem Grund wurde nun die neue Anlage für den kombinierten Verkehr (KV-Anlage)  am Dortmunder Hafen gebaut und offiziell am 11. Februar 2016 eröffnet. 150.000 Ladeeinheiten jährlich sind nach dem Endausbau das Ziel. Die Hafentochter, Container Terminal Dortmund GmbH, hat den Betrieb übernommen.
 
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek betonte bei der Einweihungsfeier: „Wir schaffen die Voraussetzungen, um das weiter steigende Güteraufkommen zu bewältigen, entlasten die Straßen, festigen den Wirtschaftsstandort Dortmund und schonen zudem noch die Umwelt.“ Dortmunds Oberbürgermeister, Ullrich Sierau, erklärte: „Der Dortmunder Hafen ist Entwicklungstreiber und Flaggschiff des Strukturwandels. Die neue KV-Anlage ist wirklich ein Meilenstein – so kann der Dortmunder Hafen sein Leistungsspektrum erweitern.“
 
Auch Dr. Veit Steinle vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gratulierte zur Einweihung: „Die KV-Anlage ist von großer Bedeutung für den Logistik-Standort Dortmund. Sie sichert und schafft Arbeitsplätze und trägt dazu bei, dass Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird. Das alles sind gute Gründe dafür, dass der Bund die Errichtung von KV-Terminals wie hier in Dortmund fördert.“
 
Die KV-Anlage wird in zwei Baustufen realisiert. Zunächst können in der KV-Anlage 60.000 Container jährlich umgeschlagen werden. Zur Verfügung stehen vier Umschlaggleise mit 720 Metern Länge, jeweils eine Fahr-, Lade- und Rückfahrtspur für Lkw und ein Containerportalkran. Voraussichtlich 2017 kommt ein weiterer Ladekran hinzu. Damit werden insgesamt 103.000 Ladeeinheiten umgeschlagen werden können.
 
Nach der zweiten Baustufe wird das Terminalareal von 70.000 auf insgesamt 100.000 Quadratmeter erweitert. Im Endausbau wird die KV-Anlage für 150.000 Ladeeinheiten ausgelegt sein.
 
Neben der quantitativen Erweiterung, birgt die neue Anlage für den kombinierten Verkehr auch eine qualitative Leistungserweiterung, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Dortmunder Hafens sichert. „Die neue KV-Anlage ist die bedeutendste Kapazitätserweiterung im wichtigsten Wachstumssegment des Dortmunder Hafens – jetzt können wir neben Containern auch Sattelauflieger und Wechselbrücken umschlagen. Das fehlte bisher“, sagt Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG, und weiter: „Wir haben uns außerdem mit der neuen KV-Anlage auf Kapazitäten von rund 400.000 Ladeeinheiten vorbereitet – das wird für den gesamten Hafen 2025 prognostiziert. Jetzt sind wir dafür gerüstet.“
 
Die neue KV-Anlage wurde auf dem Gelände „Am Hafenbahnhof“, in unmittelbarer Nähe des Dortmunder Hafens, eröffnet und vernetzt die Verkehrsträger Schiene und Straße. Dadurch entlastet die neue Anlage den regionalen und überregionalen Straßenverkehr. Das neue Areal ist an die Gleisanlage der DE Infrastruktur Gmbh angeschlossen damit an die öffentliche Eisenbahninfrastruktur.
 
Eigentümer der neuen KV-Anlage ist die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21). Der Förderantrag für die Investition in die Infrastruktur des Hafens belief sich auf 28 Millionen Euro. Bewilligt wurden an Förderung insgesamt 18,6 Millionen Euro. Nach einjähriger Bauzeit konnte der Probebetrieb Ende 2015 bereits starten. 
 

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