21. Juli 201415:23

Neubau Rethebrücke: HPA hebt erste Brückenklappe ein

Am 18. Juli 2014 hat die Hamburg Port Authority (HPA) die Bahnvorlandbrücke für die neue Retheklappbrücke eingehoben. Das am folgenden Tag rund 650 Tonnen schwere Klappenteil wurde mit einem Schwimmkran eingehoben, gefolgt vom zweiten Klappenteil am 20. Juli. Am 21. und 22. Juli folgen dann die weiteren Elemente.

„Die Klappen sowie die Vorlandbrücke für die Bahn wurden seit April 2012 in Wilhelmshaven gefertigt. Mitte letzter Woche wurden sie dort verladen und mittels eines Pontons auf dem Wasserweg nach Hamburg gebracht“, sagt Jörg Kapusta, Projektleiter Neubau Retheklappbrücke. „Obwohl die Dimensionen der Brücke enorm sind und sie später einmal Europas größte Klappbrücke sein wird, ist hier Millimeterarbeit gefragt, schließlich müssen die Klappen und ihre Verbindungen später exakt ineinander greifen.“

Insgesamt besteht jede der zwei Brückenklappen aus zwei Teilen – einem Schienen- und einem Straßenteil, um künftig beide Verkehre voneinander zu trennen. Bisher muss die Straßenbrücke gesperrt werden, wenn Züge die Strecke nutzen. Diese rund 40 Sperrungen am Tag werden zukünftig entfallen. Täglich nutzen rund 7.000 Fahrzeuge die Strecke über die Rethe. Gleichzeitig verbessert der Neubau auch die Situation für die Schifffahrt. Die Durchfahrtsbreite für Schiffe der neuen Retheklappbrücke wird mit 64 Metern 20 Meter breiter sein als bei der bestehenden Hubbrücke. Diese wird jährlich rund 3.000 Mal für den Schiffsverkehr in und aus dem Reiherstieg geöffnet. Der Neubau wurde notwendig, da die 1934 erbaute Rethehubbrücke das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht hat.

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