• 02. Oktober 2019
  • 10:55
  • Hinterland

MegaHuB Lehrte – auch für Berlin-Brandenburg von Interesse

Die seit 2011 gemeinsam von Hafen Hamburg Marketing e.V. und TFG Transfracht GmbH organisierte Reihe „Berlin-Maritim“ wurde am 25. September für die Vorstellung des MegaHuB‘s Lehrte bei Hannover genutzt. Logistiker aus der Region Berlin-Brandenburg trafen sich dazu in der Berliner Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg.
 
Frank Gedat, Regionalleiter Nord-Ost der TFG, stellte zu Beginn der Veranstaltung das erweiterte Transfracht-Netzwerk dar, mit dem die Kunden der Region noch bessere Möglichkeiten für den Containertransport erhalten. Das neue Buchungsportal Box2Rail ermöglicht die Bestellung von Vor- und Nachläufen unter Berücksichtigung der aktuellen Lkw-Auslastung, so dass die Pünktlichkeit auf der letzten Meile deutlich erhöht wird. Die Bedeutung der Bahn für die Hinterlandverkehre betonte Stefan Kunze, Repräsentant Deutschland-Ost von HHM. Der führende europäische Eisenbahnhafen fertigt in Spitzenzeiten bis zu 250 Zügen ab. Seit Jahren steigen die Zahlen der Hamburger Hafenbahn. Die Attraktivität des größten deutschen Seehafens zeigt sich auch in den aktuellen Zahlen des Seegüterumschlags, ergänzte Kunze. Das Wachstum von 4,1 Prozent beim Seegüterumschlag beziehungsweise 7,5 Prozent beim Containerumschlag im ersten Halbjahr verdeutlicht das. Ursachen sind neben der Leistungsfähigkeit der Hamburger Logistikwirtschaft das gestiegene Vertrauen der Reeder in den Standort nach Start der Baumaßnahmen zur Fahrrinnenanpassung sowie die Konzentration von Nordatlantikverkehren auf Hamburg. Dazu kämen noch sehr gut ausgebaute Hinterlandverbindungen auf Schiene und Wasserstraße – leider mit Ausnahme der Mittel- und Oberelbe – führte Kunze aus und leitete damit auf das aktuelle Veranstaltungsthema über.
 
Hans Pieper, Geschäftsführer der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS), stellte mit dem MegaHuB Lehrte ein innovatives Produktionssystem für den Kombinierten Verkehr vor. Statt des Rangierens einzelner Waggons oder Waggongruppen werde ein Schiene-Schiene-Umschlag einzelner Ladeeinheiten stattfinden. Damit werden sowohl eine neue Terminalgeneration begründet als auch deutliche Vorteile für die Hebung neuer Potentiale im nationalen und europäischen Kombinierten Verkehr erzielt. Ein wesentlicher Vorteil ist die Kombinationsmöglichkeit von kontinentalen und maritimen Ladungen. Eine Neuheit im System stellt die Kombination von Brückenkranen mit einer automatischen Sortieranlage durch AGV (automatic guided vehicles) dar, mit der aufwändige Kranfahrten vermieden werden und die Effizienz dieser Anlage deutlich gehoben wird.
 
Im ersten Halbjahr 2020 erfolgt zunächst die Verlagerung der Verkehre vom Terminal Hannover-Linden. Nach vollständiger Fertigstellung und stufenweisen Anlaufbetrieb wird ab Mitte 2021 eine leistungsfähige Anlage mit Ausstrahlung in Nachbarregionen zur Verfügung stehen.
 
Beim anschließenden Networking tauschten sich die Teilnehmer aus verladender und Logistikwirtschaft über die Vorträge, aber auch bilaterale Themen aus.

Pressekontakt

  • Etta Weiner

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