27. Januar 201511:02Wirtschaft

Maritimes Frühstück 2015 in Berlin: Maritime Branche Schleswig-Holsteins untermauert Ihre Bedeutung in Berlin

Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) und IHK Schleswig-Holstein fördern maritimen Dialog in Berlin. Politik und Wirtschaft ziehen an einem Strang zur dauerhaften Stärkung des maritimen Sektors Schleswig-Holsteins. Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, betont bundesweite Bedeutung der logistischen Drehscheibe. Erforderliche Infrastrukturmaßnahmen bleiben Herausforderungen der Zukunftsgestaltung.

Bereits zum sechsten Mal in jährlicher Folge trafen sich heute auf Einladung des GvSH und der IHK Schleswig-Holstein 50 Gäste, darunter mehr als 20 Bundestagsabgeordnete, zum Dialog und Informationsaustausch im Berlin Marriott Hotel.

Im Fokus der Veranstaltung standen die notwendigen Ausbau- und Infrastrukturmaßnahmen zur Verbesserung der Hafenhinterlandanbindungen. „Wir betonen erneut die dringende Notwendigkeit einer funktionierenden Infrastruktur des Landes. Schleswig-Holstein ist die Drehscheibe für Verkehrsströme in alle Welt. Damit die Häfen dieser Funktion gerecht werden können, ist die reibungslose Anbindung ins Hinterland unabdingbar“, erklärte Frank Schnabel, Vorstandsvorsitzender des GvSH, in seiner Begrüßung. Der Hafenexperte verwies in diesem Zusammenhang auf das im Jahr 2013 mit dem Wirtschaftsministerium gemeinsam erarbeitete Hafenentwicklungskonzept. Dieses konzentriert sich auf die Entwicklungspotenziale schleswig-holsteinischer Hafencluster bis zum Jahr 2025 und beinhaltet strategische Empfehlungen, um diese nachhaltig zu stärken. Ein wesentliches Element ist die Verbesserung der Infrastruktur, da u.a. eine deutliche Steigerung der Umschlagsmengen in den schleswig-holsteinischen Häfen auf mehr als 70 Mio. Tonnen Ladung pro Jahr prognostiziert wird.

Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein umreißt den Handlungsbedarf: „Die in der Ahrensburger Liste zusammengefassten Verkehrsinfrastrukturprojekte der norddeutschen Küstenländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind weiterhin die am dringlichsten zu realisierenden Infrastrukturmaßnahmen.“ Stein appelliert an die Abgeordneten, die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen zu Wasser, aber auch zu Lande auf Straße und Schiene als Projekte zur Zukunftssicherung ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. „Wichtige Infrastrukturprojekte dürfen nicht in Verzug geraten, weil es an personellen Kapazitäten in Ämtern und Behörden fehlt“, so Stein. Dies gelte insbesondere auch für den Nord-Ostsee-Kanal, für den der vorgelegte Zeitplan für Modernisierung und Ausbau bis 2028 jetzt umzusetzen sei.

Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, betonte: „Die Häfen und der maritime Sektor in Schleswig-Holstein erfüllen logistische Aufgaben, deren Bedeutung weit über unsere Landesgrenzen hinaus geht. Dieser Tragweite müssen wir uns langfristig und überregional bewusst sein und gemeinsam mit dem nötigen Weitblick handeln.“ Das Hafenentwicklungskonzept sei inklusive seiner Forderungen für eine bessere Verkehrsinfrastruktur ein optimales Instrument für einen bedarfsgerechten Maßnahmenkatalog. Seine kontinuierliche Realisierung und Aktualisierung ist Aufgabe von Wirtschaft und Politik gleichermaßen.

Vor dem Hintergrund der neuen Schwefelgrenzwerte, die seit Beginn dieses Jahres u.a. in der Nord- und Ostsee verpflichtend sind, spielen Lösungen zur alternativen Schiffstreibstoffversorgung eine elementare Rolle für die maritime Branche. „Zudem positionieren sich die Häfen Schleswig-Holsteins weiterhin als Installations- und Service Häfen für den Ausbau der Offshore-Windenergie“, erläutert Schnabel.

Das Maritime Frühstück 2015 fand am 27. Januar um 7:00 Uhr im Marriott Hotel in Berlin statt. Es diente der Information und dem Austausch zwischen Mitgliedern des Deutschen Bundestages sowie Vertretern aus Politik und maritimer Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein über Rolle, Rahmenbedingungen und Herausforderungen der schleswig-holsteinischen Häfen und des maritimen Sektors als Wirtschafts- und Jobmotor. Gastgeber waren der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V. (GvSH) und die IHK Schleswig-Holstein.

 

Ansprechpartner:

Frank Schnabel, Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V.
Tel.: 04852/884-35
E-Mail: f.schnabel@schrammgroup.de

Dr. Martin Kruse, IHK Schleswig-Holstein
Tel.: 0431/5194-297
E-Mail: kruse@kiel.ihk.de

 

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