• 16. April 2020
  • 15:15
  • Wirtschaft

Malaysias Seeverkehr variabel aufgestellt

Marco Neelsen, CEO des Port of Tanjung Pelepas in Malaysia, berichtet von der aktuellen Situation vor Ort. Tanjung Pelepas liegt am Pulai-Fluss an der Straße von Johor, welche direkten Zugang zur Straße von Malakka bietet.

Der Seeschiffverkehr ist lediglich bedingt betroffen von den Auswirkungen des Coronavirus. Insbesondere im Intra-Asien-Verkehr sind derzeit ausreichend Alternativen vorhanden. Der Warentransport per LKW, auch grenzübergreifend, ist derzeit deutlich eingeschränkt. Im Wesentlichen werden auf diese Weise lebenswichtige Güter transportiert.

Die Güterproduktion in Malaysia ist in Folge von COVID-19 sehr eingeschränkt und liegt zurzeit bei 30 bis 50 Prozent im Vergleich zur Zeit vor Corona, schätzt Marco Neelsen. Seit dem 14. April dürfen unter Einhaltung bestimmter Auflagen auch nicht lebensnotwendige Güter wieder produziert werden.

Für 2020 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) kürzlich einen Rückgang des malaysischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,7 Prozent. Für das Folgejahr wird der Wirtschaft Malaysias jedoch ein kräftiges Wachstum von 9 Prozent vorhergesagt. Dies ist unter den ASEAN-5, Malaysia, Indonesien, Thailand, den Philippinen und Vietnam, der höchste Wert. Das durchschnittliche Wachstum dieser Staaten soll 2021 bei 7,8 Prozent liegen. Die Annahmen des IWF beruhen auf einer nicht wesentlich länger anhaltenden globalen Pandemie und ihrer Eindämmungsmaßnahmen.
 

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  • Bengt van Beuningen

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