• 30. September 2019
  • 14:35
  • Hinterland

Logistiker informieren sich über Wagenladungsverkehre bei “Leipzig- Maritim”

Logistiker aus Mitteldeutschland trafen sich am 24. September, zur traditionellen Veranstaltung „Leipzig-Maritim“ bei DB Netz in Leipzig. Die Reihe wird seit 2011 gemeinsam von Hafen Hamburg Marketing e.V. und TFG Transfracht GmbH organisiert.
 
Zu Beginn informierte Frank Gedat, Regionalleiter Nord-Ost der TFG, über die Ausweitung des Netzwerkes von Transfracht, die auch für die Kunden der Region neue Möglichkeiten bieten wird. Außerdem stellte er das Buchungsportal Box2Rail vor, mit dem die Kunden auf Basis der tatsächlich vorhandenen Lkw-Kapazitäten die genaue Zustellung der Container an der Verladestelle bestellen können. Stefan Kunze, Repräsentant Deutschland-Ost von HHM erläuterte die Bedeutung der Bahn für die Hinterlandverkehre des Hamburger Hafens. In Spitzenzeiten werden im Hamburger Hafen 250 Züge am Tag abgefertigt, damit ist Hamburg der führende europäische Eisenbahnhafen. Mit einem Wachstum von 4,1 Prozent beim Seegüterumschlag im ersten Halbjahr 2019 bzw. 7,5 Prozent beim Containerumschlag sei Deutschlands größter Seehafen auf Wachstumskurs. Neben der Konzentration von Nordatlantikdiensten auf Hamburg ist auch der Start der Fahrrinnenanpassung eine Ursache für die positive Entwicklung. Wie in den Vorjahren wächst der Hinterlandverkehr auf der Schiene überproportional. Dabei seien stabile Netzwerke wie beispielsweise das der TFG von hoher Bedeutung, betonte Kunze und leitete damit auf das aktuelle Veranstaltungsthema über.
 
Entwicklungen bei der Bahninfrastruktur stellte Steffen Engelke, Vertrieb DB Netz AG, vor und erläuterte neben dem dichten Netzwerk an Zugangsstellen zur Bahn auch die realisierten und geplanten Bauvorhaben in der Region. Damit bestünden bereits gute Möglichkeiten für den Bahntransport, die sich noch weiter verbessern würden. Neben den Ganzzugsverkehren sieht er auch eine hohe Bedeutung beim Transport von Einzelwagenverkehren und Wagengruppen. Dazu wurde in der Region die Rangiertätigkeit in Halle zentralisiert. Das war auch das Thema des Impulsvortrages von Rolf Wedell, Leiter des Bereiches Planung und Durchführung ZBA bei DB Cargo AG, der die Zugbildungsanlage (ZBA) Halle/Saale vorstellte. Die modernste ZBA in Mitteldeutschland wurde im Rahmen der Streckenausbaus der Ostmagistrale in einen leistungsfähigen Schienenweg eingebunden. Damit findet die Zugbildung von Wagenladungsverkehren sowohl im Nahbereich für die Region Mitteldeutschland als auch im Fernzugsbereich zu Rangierbahnhöfen in Seddin, Seelze, Mannheim, Maschen und Nürnberg, den Knotenpunkten Magdeburg, Zwickau, Senftenberg und Erfurt sowie zu internationalen Knoten wie Decin, Ceska Trebova und Nymburg statt.
 
Die Vorträge gaben eine gute fachlichen Basis für das anschließende Networking mit einem lebhaften Austausch zwischen den Teilnehmern aus verladender und Logistikwirtschaft.
 
 

Pressekontakt

  • Etta Weiner

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