• 23. Oktober 2020
  • 07:26
  • Wirtschaft

Lockdown in Tschechien

Die tschechische Regierung hat sich dazu entschlossen, aufgrund der steigenden Infektionsraten wieder einen Lockdown einzuführen.

Für die Bürger bedeutet das vorerst wieder starke Einschränkungen. Sie sollen ihre Kontakte auf ein Minimum reduzieren und dürfen nur noch zur Arbeit, zu Familie, zum Arzt oder zum Einkaufen. Viele Geschäfte müssen wieder schließen. Wie sich das auf die Wirtschaft auswirken wird, ist noch nicht abzusehen.

Zuletzt hielt der Abschwung weiter an. Das Volumen an neuen Aufträgen ist im Jahresvergleich um fast zehn Prozent gesunken – die Auslandsaufträge gingen um 11,1 Prozent, die Binnenaufträge um 6,6 Prozent zurück. Der Aderlass betrifft alle Bereiche, angefangen von der Autoindustrie über den Maschinenbau bis zur Herstellung von Metallkonstruktionen und metallverarbeiteten Produkten. Insgesamt nahmen in acht Monaten  die tschechischen Wareneinfuhren auf Eurobasis um 9,7 Prozent ab, die Ausfuhren um 11 Prozent. Besonders negativ betroffen waren auf der Ausfuhrseite Fahrzeuge und ihre Komponenten und metallverarbeitende Maschinen.

Das Finanzministerium der Tschechischen Republik rechnet in diesem Jahr bei den Exporten von Waren und Dienstleistungen mit einem Minus von 17 Prozent, bei den Importen werden es wahrscheinlich 16,8 Prozent weniger sein.  
 

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