• 18. November 2020
  • 12:50
  • Wirtschaft

Lockdown in Indien größtenteils aufgehoben

Peter Deubet, Repräsentant des Hamburger Hafens in der „Hamburg Repräsentanz Mumbai“, und seine Kollegin Lea Miram, Hamburg Business Managerin in Mumbai, berichten von der aktuellen Lage im Wachstumsmarkt Indien.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist in Indien der zuvor verhängte landesweite Lockdown in den meisten Staaten weitgehend aufgehoben. Bisher wurden im Land fast neun Millionen Covid-19 Fälle registriert. Dabei liegt die Zahl der aktiven Fälle bei etwa 465.000, während es mehr als 130.000 Todesfälle zu verzeichnen gab. Inoffizielle Zahlen sind deutlich höher. Die bislang größte Ausgangssperre der Welt hat die indische Wirtschaft in den ersten 21 Tagen schätzungsweise 7 bis 8 Billionen Rupien (98 Milliarden US-Dollar) gekostet.
 
Verzögerungen und Containerknappheit in indischen Häfen
Als Folge der verhängten Ausgangssperre im Kontext der Covid-19-Pandemie ist das Frachtvolumen in den ersten fünf Monaten seit Beginn des indischen Geschäftsjahres im April um 17 Prozent stark zurückgegangen.
Indische Exporteure, die von der wirtschaftlichen Erholung anderer Länder profitieren möchten, sind mit einem erheblichen Mangel an Leercontainern konfrontiert. Die Engpässe spiegeln Indiens schwächelnde Wirtschaft wider. Insbesondere die eingebrochene Verbrauchernachfrage nach Einführung der strengen Maßnahmen gilt als Auslöser. Während Indiens Exporte im September zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder zulegten, gingen die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,6 Prozent zurück und beliefen sich lediglich auf 30,31 Milliarden US-Dollar.

Die Erholung des Hafensektors hängt von der Entwicklung der heimischen Industrieproduktion und der Weltwirtschaft ab. Darüber hinaus werden Faktoren wie Verschiebungen und Reorganisation von globalen Lieferketten das Frachtprofil beeinflussen. Der Gesamtjahresausblick für den Bereich bleibt negativ und es wird mit weiteren Volumenrückgängen im Geschäftsjahr 2021 gerechnet.
 

Pressekontakt

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