02. April 201412:40

Liebherr-Teleskop-Mobilkran über den Ostuferhafen verschifft

Schwergut- und Projektverladungen gewinnen in Kiel an Bedeutung

Immer häufiger werden in Kiel Schwergüter und Projektladungen mit den leistungsstarken Hafenkränen sowie über die RoRo-Rampen umgeschlagen. Jüngstes Beispiel ist die Verladung des derzeit modernsten Teleskop-Mobilkranes der Firma Liebherr, der am 1. April mit einem Fährschiff der Reederei DFDS Seaways direkt nach Klaipeda in Litauen verschifft wurde. Der Mobilkran vom Typ LTM 1750-9.1 findet seine Einsätze in Kraftwerken und Raffinerien, auf Brückenbaustellen sowie bei der Montage von Windkraftanlagen. Mit 52 m Teleausleger, 91 m Wippspitze und einer Gesamthöhe von 154 m ist der 750-Tonner mit 204 t Ballast universell einsetzbar.

Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Schwergüter mit Ziel Osteuropa sind für den Seetransport über den Kieler Ostuferhafen prädestiniert. Zum einen sind unsere Hafenanlagen und unser Dienstleistungsangebot auf die besonderen Anforderungen von schweren, überbreiten und überhohen Gütern zugeschnitten. Zum anderen sind auch die von Kiel aus verkehrenden Schiffe entsprechend ausgerüstet. Der Weg über die Ostsee ist schnell und sicher.“ Organisiert wurde der Transport des Liebherr-Mobilkranes von der – auch in Kiel ansässigen – Firma CIS Cargo.

Während eines Besuches im Ostuferhafen überzeugten sich Vertreter der Firma Liebherr am 1. April von der infrastrukturellen Leistungsfähigkeit des Hafens und informierten sich über die Prozesse von der Anlieferung bis zur Verschiffung. In Kiel wurde das Basisgerät per eigener Achse und die übrigen Krankomponenten per Lkw angeliefert. Im Vorwege wurde das Gerät bereits für den Weitertransport per Eisenbahn ab Klaipeda demontiert und vorbereitet. Für den Seetransport erfolgte eine Umladung und fachgerechte Sicherung der einzelnen Komponenten auf insgesamt dreizehn Rollflats. Bei Bedarf können Schwergüter im Ostuferhafen auf Freiflächen oder in verschiedenen Hallen auch zwischengelagert werden. Die Verladung an Bord erfolgte anschließend durch die Stauer der SEEHAFEN KIEL Stevedoring GmbH, die auch bereits die Umladung und Ladungssicherung vorgenommen hatten. Im Falle des Liebherr-Mobilkranes erfolgte die Schiffsbeladung rollend über die schwerlastfähige hydraulische RoRo-Rampe von Liegeplatz Nr.7 des Ostuferhafens. Diese RoRo-Rampe ist für Achslasten von 20 t zugelassen.

Der Ostuferhafen ist das Kieler Fracht- und Logistikzentrum. Im vergangenen Jahr wurden hier drei Mio. Tonnen Güter umgeschlagen, der überwiegende Teil davon im Linienverkehr mit den Häfen der östlichen Ostsee. Neben Lkw, Trailern und Containern werden in wachsender Anzahl Schwergüter und Projektladungen verschifft. Beispiele hierfür sind u.a. Landmaschinen, Lokomotiven, Schiffsmotoren oder auch Siloanlagen. Zu Jahresbeginn wurde sogar eine komplette Ziegelei in Einzelteilen nach Russland verladen. Vom Ostuferhafen verkehren die RoRo- und PoPax-Schiffe der Reederei DFDS Seaways sechsmal wöchentlich im Linienverkehr nach Klaipeda in Litauen und je zweimal wöchentlich nach St. Petersburg sowie Ust-Luga in Russland. An verschiedenen Liegeplätzen des Ostuferhafens können Schiffe auch simultan mittels eines bis zu 140 t hebenden Hafenmobilkranes und über RoRo-Rampen be- und entladen werden.

 

Kontakt:

Port OF KIEL, Schwedenkai 1, 24103 Kiel, Germany

T. +49 431 9822-104, www.portofkiel.com

 

 

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