16. Dezember 201512:00Schifffahrt

Leistungsfähigkeit der Großen Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals wieder hergestellt!

Mit der Inbetriebnahme der Großen Südkammer in Brunsbüttel stehen dem Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal wieder vier funktionstüchtige Große Schleusenkammern an beiden Kanalenden zur Verfügung. Die angekündigten dringend erforderlichen Reparaturen der Torschienen in Brunsbüttel wurden planmäßig in diesem Jahr abgeschlossen.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Unter schwierigen Bedingungen - Toranfahrungen und unplanmäßige Reparaturarbeiten - ist es uns gelungen, die Verfügbarkeit des internationalen Wasserweges wieder herzustellen. Ich freue mich sehr, dass der Nord-Ostsee-Kanal mit vier reparierten Großen Schleusenkammern auch für die zunehmend größeren Schiffe gut aufgestellt ist. Die hohe Fachkompetenz und das Engagement der Beschäftigen in der WSV haben dazu maßgeblich beigetragen.“

Trotz schwerer Toranfahrungen, Reparaturarbeiten u.a. an den Schienensystemen, niedriger Spritpreise und des Russlandembargos hat der Nord-Ostsee-Kanal im Jahr 2015 nicht an Attraktivität eingebüßt. Der Kanal bleibt eine unverzichtbare Verbindung zwischen den deutschen Nordseehäfen und dem wirtschaftlich starken Ostseeraum. Prognosen zeigen, dass trotz erschwerter Randbedingungen statistisch auf ein durchaus positives Jahr 2015 geblickt werden kann.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte: „Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr voraussichtlich ca. 90 Mio. Tonnen Ladung durch den Nord-Ostsee-Kanal transportiert werden und unwesentlich weniger Schiffe als im vergangenen Jahr den Kanal befahren werden.

Damit erweist sich einmal mehr, dass wir den Anforderungen der Schifffahrt gerecht werden und damit Wort halten. Einem starken Jahr 2016 steht somit infrastrukturell am Nord-Ostsee-Kanal nichts im Wege.“
Verifizierte Verkehrszahlen, Hintergründe und Erläuterungen für das Jahr 2015 werden Mitte Januar 2016 in der jährlichen NOK-Jahresbilanz veröffentlicht. Erst dann können belastbare Schlussfolgerungen für den NOK gezogen werden.

Mit der Beseitigung der Schwachstellen an den Schienensystemen der Schleusen sind nun alle Großen Schleusenkammern im Nord-Ostsee-Kanal wieder funktionsfähig. Das bedeutet für die Schifffahrt bessere Planbarkeit und Verlässlichkeit.

Hintergrund:

2013 kam es in Folge von Streiks, Schiffskollisionen und unplanmäßigen Reparaturen zu Beeinträchtigungen für die Schifffahrt im Nord-Ostsee-Kanal.

Diese setzten sich 2014 fort, da wegen dringend erforderlicher Reparaturarbeiten an den Torschienen der Großen Schleusenkammern in Kiel-Holtenau und Brunsbüttel planmäßig einzelne Schleusenkammern zeitweise außer Betrieb genommen werden mussten.

Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Großen Südkammer in Brunsbüttel wurde diese Reparaturen im Dez. 2015 abgeschlossen.

Ein Konzept zur Erneuerung der Kleinen Schleusen in Kiel-Holtenau befindet sich in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium. Die Umsetzung dieses Konzeptes ist Voraussetzung für die Sanierung der Großen Schleusen in Kiel-Holtenau und wichtig für die Wiederherstellung der nachhaltigen Leistungsfähigkeit der dortigen Schleusenanlage.

 

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  • Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt
    Claudia Thoma, Pressesprecherin
    E-Mail: claudia.thoma@wsv.bund.de
    Telefon: 0228-42968-2190 / 0431-3394-6150