07. Januar 201414:02

Kreuzschifffahrt im Hamburger Hafen

Immer mehr Kreuzfahrtschiffe kommen nach Hamburg. Die Passagierzahlen steigen, ebenso die Größe der Schiffe. Mit 555.000 Passagieren und 177 Anläufen ist 2013 das bislang beste Kreuzschifffahrtsjahr. Von dieser guten Entwicklung profitiert die gesamte Hamburger Wirtschaft mit ihren Werften, Zulieferbetrieben, Ausflugsverkehren oder Catering- und Sicherheitsunternehmen. Die Wertschöpfung der Kreuzschifffahrt in Hamburg beträgt nach einer aktuellen Erhebung der Handelskammer im September 2013 rund 270 Mio. EUR pro Jahr; mehr als 1.500 Arbeitsplätze hängen von der Branche ab. Mit einem dritten Kreuzfahrtterminal am Kronprinzkai und einer zentralen Terminalbetriebsgesellschaft für alle drei Kreuzfahrtterminals wird Hamburg die Potenziale des wachsenden Kreuzschifffahrtsmarktes optimal nutzen und dem wachsenden Bedarf der Kreuzfahrtindustrie gerecht werden. Die Hamburg Port Authority (HPA) hat von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation den Auftrag erhalten, in Zusammenarbeit mit der Flughafen Hamburg GmbH (FHG) die Realisierung eines dritten Kreuzfahrtterminals und die Neuausrichtung der gesamten Abfertigung des Kreuzschifffahrtsgeschäfts in Hamburg sicherzustellen.

Senator Frank Horch: „Das boomende Kreuzfahrtgeschäft bietet die Chance, Hamburg zu einer der führenden Kreuzfahrtdestinationen in Europa zu entwickeln. Der Senat hat heute ein Zeichen gesetzt und Rahmenbedingungen geschaffen, damit der Kreuzschifffahrtsstandort Hamburg den stetig wachsenden Anlaufzahlen, den zunehmenden Schiffsgrößen sowie der steigenden Nachfrage der Reedereien auch künftig gerecht werden kann. Die Investitionen in ein drittes Terminal und damit in den Kreuzschifffahrtsstandort Hamburg sind sehr gut angelegtes Geld. Die gesamte Wirtschaft der Metropolregion Hamburg profitiert davon.“

Jens Meier: „In vergangenen Jahren hat sich der Kreuzfahrtstandort Hamburg durch das gute Zusammenspiel verschiedener, professioneller Player sehr gut entwickelt. Dieses Erfolgsmodell wollen wir nun weiter ausbauen, indem wir geänderte Markanforderungen berücksichtigen und neue Ideen einbringen.“

Michael Eggenschwiler: „Die Kreuzfahrt ist eine Branche mit großem Potenzial für Hamburg – auch für den Flughafen, denn viele Kreuzfahrt-Passagiere reisen via Flugzeug an.“

Bereits heute werden in Hamburg erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Kreuzschifffahrtsstandort Hamburg zu stärken. So wurden und werden vielfältige Aktivitäten vom Verein Hamburg Cruise Center e. V. (HCC e.V.) durchgeführt, die zur positiven Entwicklung der Anlauf- und Passagierzahlen wesentlich beigetragen haben. Der HCC e.V. ist eine seit 15 Jahren bestehende Brancheninitiative, die von mehr als 100 Unternehmen und Institutionen getragen wird. Die vielfältigen Aktivitäten und das große Engagement des Vereins haben maßgeblich zur Entwicklung Hamburgs zum wachstumsstärksten Kreuzschifffahrtshafen geführt.

Der Standort Hamburg wird sich zukünftig komplexen Herausforderungen gegenüber sehen. Es ist daher eine Bündelung der Kräfte von privater und öffentlicher Hand erforderlich, um die existierenden Potenziale auszuschöpfen. Um die strategische Weiterentwicklung des Standorts und die dafür notwendigen Aktivitäten zu planen und zu befördern, wird Hamburg im Jahr 2014 eine Kreuzschifffahrtsinitiative starten, bei deren Entwicklung auch von den Erfahrungen anderer Hamburger Wirtschaftscluster profitiert werden kann. So sollen in einer Public-Private-Partnerschaft, getragen vom HCC e.V. mit seinen Mitgliedsunternehmen und weiteren städtischen Akteuren, die Koordination der verschiedenen Maßnahmen und die Abstimmung der Akteure untereinander optimiert sowie um strukturpolitisch sinnvolle Maßnahmen ergänzt werden. Dieses Vorgehen hat sich bei der gezielten Entwicklung von Clustern als sehr erfolgversprechend erwiesen.

Hamburg eröffnet mit diesem Konzept als erster Standort in Nordeuropa eine neue Dimension im Kreuzschifffahrtsgeschäft. Bei Vollauslastung und einem vollständigen Passagierwechsel (full turnaround) im Hamburger Hafen bedeutet dies, dass innerhalb von 10 Stunden über 6.000 Passagiere sowie deren Gepäck am Terminal abgefertigt werden müssen. Mit der zunehmenden Anzahl von Passagieren steigen auch die Anforderungen an die Prozesse zur Versorgung der Schiffe. Um auch diesen Kreuzfahrtschiffen eine optimale Abfertigung bieten zu können, will der Senat im April 2014 mit dem Bau eines dritten Kreuzschifffahrtsterminals im mittleren Freihafen beginnen.

 

Rückfragen der Medien:

Susanne Meinecke

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Telefon: 040428412239

Mail: susanne.meinecke@bwvi.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/bwvi

 

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